Lieber Bruder Ali

Salamu Alaykum wa Rahmatullahi wa Barakatuh


Rachid's Blog - Eine Reise in die Gedankenwelt eines Schweizer Muslims
... und manchmal richtet sich ein Text an eine bestimmte Person. Weil die Texte Persönliches berühren können, nenne ich die Person jeweils "Bruder Ali".

Moscheevereine haben ein Ressourcenproblem

Autor: Rachid | Kategorie: Vereine

Die islamischen Organisationen haben schon seit Jahren ein Ressourcenproblem. Dies gilt vor allem auch für die islamischen Vereine im Raum Luzern. Es fehlen ganz einfach Leute, die mithelfen. Die Moscheen sind jeden Freitag bis auf den letzten Platz besetzt. Diejenigen, die zu spät kommen, müssen das Gebet im Aufenthaltsraum oder im Gang verrichten. Trotzdem haben die Vereine ein Ressourcenproblem. Es gibt nur wenige fähige Leute, die bereit sind ihre Zeit zu opfern.

Umso schlimmer, dass sich die Moscheevereine derart verzetteln. Es gibt im Raum Luzern sechs Moscheevereine:

  • die albanische Moschee in Emmenbrücke
  • die arabische Moschee in Kriens
  • die bosnische Moschee in Emmenbrücke
  • die türkische Moschee in Reussbühl
  • seit kurzem die neue albanische Moschee an der Baselstrasse
  • und nun auch die unabhängige Nur Moschee in Ebikon

Oft müssen alle sechs Vereine Lösungen für dasselbe Problem finden. Zum Beispiel organisiert jeder Verein einen Sonntagsunterricht für Kinder. Gemeinsam könnten die sechs Vereine einen viel besseren und umfassenderen Sonntagsunterricht aufbauen.

August 19th, 2007.


2 Responses to “Moscheevereine haben ein Ressourcenproblem”

  1. Omar Says:

    Salam,

    vollste Zustimmung. Die Situation in Hannover ist gar nicht anders. Jede Moschee entsteht mit dem Anspruch, allen möglichen Muslimen zu dienen und letztlich auch gute Arbeit zu leisten, die Unterschiede zwischen den einzelnen Moscheen sind marginal (auch die geographischen) und das einzige, was sie verbindet ist leider die Verbohrtheit. Dabei ist es nicht Feindschaft, sondern vollkommener Unpragmatismus, der die Leute am Arbeiten hindert. Ich denke, es gibt noch mehr Gründe, aber das wird dann zu lang…

    Leider wurde der Begriff der “Einheit der Ummah” zu sehr zu einem Schlagwort, was inhaltslos ist. Statt dieses umherzuschwingen, wie es so manche Muslime bisweilen tun, sollte tatsächlich eher zu Taten gegriffen werden!

    Salam. Omar

  2. Rachid Says:

    Salamu Alaykum lieber Bruder Omar

    Leider wurde der Begriff der “Einheit der Ummah” zu sehr zu einem Schlagwort, was inhaltslos ist. Statt dieses umherzuschwingen, wie es so manche Muslime bisweilen tun, sollte tatsächlich eher zu Taten gegriffen werden!

    Genau so ist es! Und beim zu Taten greiffen stellen sich den Muslimen in jeder Stadt dieselben Fragen. Deshalb sollte man sich besser austauschen. Es ist doch dasselbe wie bei der Nachwuchsförderung
    Wie viel effektiver wir doch arbeiten könnten.
    Salamu Alaykum
    Rachid

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