Archive for September, 2007

Sep 30 2007

Meine Vorgehensweise beim Lernen

Published by Rachid under Arbeitstechnik

Als arbeitender und bloggender Student mit Familie steht mir nur begrenzt Zeit für’s Lernen zur Verfügung. Also muss ich möglichst effektiv lernen.

Es hat sich inzwischen eine Vorgehensweise herauskristallisiert, die ich mir auf einer Hand notiert habe, die meine Tochter Aischa für mich gemacht hat. Die Hand verwende ich als Buchzeichen.

Vorgehen beim Lernen

  1. Modulplan: Lernziele anschauen
  2. Entsprechende Kapitel in den Büchern durchgehen
  3. Wichtiges identifizieren / strukturieren / grosses Mindmap
  4. Stoff durcharbeiten / Übungen lösen
  5. Karteikärtchen erstellen und damit den Stoff repetieren

Mit dieser Vorgehensweise fällt mir das Lernen leichter. Für jemand anders mag eine andere Vorgehensweise besser sein.

Die Mindmaps übrigens, die erstelle ich manchmal von Hand und manchmal mit der Open Source Software Freemind. Ich setze fast ausschliesslich Open Source Software ein.

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Sep 29 2007

Neu: Islamische Glückwunschkarten

Published by Rachid under Islam

Es gibt jedes Jahr vielerlei Gelegenheiten um jemandem eine Karte zu senden. Man möchte mit einer schönen Karte Danke sagen, man möchte jemandem zur Hochzeit oder der Geburt eines Kindes gratulieren. Oder es steht ein Fest wie Eid ul-Fitri an. Beim Kartenkauf mussten wir bis heute jeweils in der Papeterie nach einer Notlösung suchen.

Ab heute verkauft Bruder Hamzah sehr schön gemachte islamische Glückwunschkarten. Ganz aktuell sind die Ramadan Eid ul-Fitri Karten.

Die Karten können zu günstigen Preisen auf Shop.LieberBruderAli.com bestellt werden.

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Sep 28 2007

Fragen an die Parteien

Published by Rachid under Politik

National- und Ständeratswahlen in der Schweiz. Wen wählen die Muslime? 

In diesem Blog geht es eigentlich um den religiösen Alltag eines Schweizer Muslims, nicht um Politik. Doch bald haben wir in der Schweiz National- und Ständeratswahlen. Wem geben wir unsere Stimme?

Über die politischen Schwerpunkte der Parteien kann man sich auf deren Websites oder durch die von fast allen Parteien gemeinsam versandte Wahlpropaganda informieren. Nachdem wir Muslime wiederholt in rassistischer Weise - Muslime scheinen vom Schutz durch die Antirassismusstrafnorm ausgeschlossen zu sein - für den Stimmenfang herhalten mussten, möchten wir den Parteien ein paar zusätzliche Fragen stellen. Bitte schreib deine Frage als Kommentar auf. In ein paar Tagen erstellen wir dann eine Liste aus fünf oder sechs Fragen, die wir an die Parteien senden.

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Sep 27 2007

Im Schlosspark Schönbrunn

Published by Rachid under Asma ul-Husna

Ich sitze hier im Schlosspark Schönbrunn. Vögel zwitschern und ein Eichhörnchen huscht vorbei. Vor der Bank, auf der ich sitze, ist der Boden mit Kieselsteinchen bedeckt. Beim etwas abwesenden Betrachten fällt mir auf wie komplex die Struktur des Bodens eigentlich ist. Nur schon dieses kleine Stückchen Boden, das ich mir nun etwas genauer ansehe, ist kaum beschreibbar. Geht man aber in Gedanken einen Schritt näher heran - vom Mesokosmos zum Mikrokosmos könnte man sagen - bestehen die Steinchen aus vielen Molekülen, die in Relation zueinander stehen. Die Moleküle ihrerseits bestehen aus mehreren Atomen, die einem bestimmten Muster folgend verbunden sind. Die Atome wiederum bestehen aus einzelnen Atomteilchen, die bestimmten Regeln folgend zusammenhalten. So gesehen ist dieses kleine Stückchen Boden eine schiere Vielfalt, mit dem menschlichen Verstand nur noch als Vereinfachung fassbar.

Damit aber nicht genug. Obwohl man dies von Auge nicht unbedingt sieht, verändert sich dieses vermeintlich ruhig vor mir liegende Stückchen Boden unaufhörlich. Und wenn es nur die unzähligen Elektronen sind, die um ihre Atomkerne kreisen, oder die Bakterien, die sich auf den Steinchen tummeln. Dieses kleine Stückchen Boden ist zu keinem Zeitpunkt in demselben Zustand wie zuvor oder danach. Die Schöpfung wiederholt sich also nie. Sie wird in jedem Augenblick erneuert, ist in jedem Augenblick anders. Diese Tatsache multipliziert die Komplexität der an sich schon komplexen Struktur des Moments ins Unendliche.

Aber auch damit noch nicht genug! Wenn wir bedenken, dass die sich in der sichtbaren Welt zeigende Form einer geschaffenen Entität nur die Spitze des Eisbergs der sich in der Welt des Verborgenen zeigenden Formen derselben Entität darstellt, so potenziert sich die Komplexität in einem uns verschlossenen Ausmass. Diese unfassbare Vielfalt des Geschaffenen geht aus dem ungeschaffenen aus sich selbst seienden Sein hervor, das unteilbar Eins ist. Allah, al-Wahid, der Eine und Einzigartige.

Wenn wir nun das an diesem kleinen Stückchen Boden Erkannte auf das gesamte Universum übertragen – wie masslos übertrieben erscheint uns doch die Wichtigkeit, die wir unserem eigenen Ego beimessen.

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Sep 25 2007

Innerlichkeit im Gebet

Published by Rachid under Gebet, Islam

“Ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden, deshalb erschuf ich die Welt.”
(nach Ibn ‘Arabi)

Der Kosmos, die Erde und wir selbst wurden erschaffen, damit wir Allah suchen, und uns - wenn wir Ihn durch Seine Gnade gefunden haben - uns in Erfurcht vor ihm nierderwerfen. Diese Niederwerfungen, unsere Gebete, sind der eigentliche Zweck unseres Daseins. Manchmal bleibt uns neben den vereinnehmenden Verpflichtungen des Diesseits nicht die Zeit, darüber nachzudenken, weshalb wir hier sind. Die Wichtigkeit des Gebets ist uns nicht immer bewusst. Wenn wir nach dem Freitagsgebet davoneilen, ohne das Sunnagebet verrichtet zu haben, müssen wir uns fragen, was können wir denn in diesen paar Minuten tun, die wir gewonnen haben, was das Sunnagebet aufwiegt, das wir verpasst haben? Und wenn wir den Grund für unser Dasein als Massstab für unsere Prioritäten anlegen, können wir nur antworten: Nichts! In diesen paar Minuten gibt es für uns auf der ganzen Welt nichts bessers zu tun, als das Sunnagebet zu verrichten. Zu einem Gebet gehören aber nicht nur die Worte und Bewegungsabläufe oder die Zeit, die wir dafür verwenden. Zu einem Gebet gehört unbedingt auch Innerlichkeit, Einkehr, Andacht. Wie bringen wir Innerlichkeit in unsere Gebete?

Die Weichen für ein intensives Gebet werden schon vor dem Beginn des eigentlichen Gebets gestellt. Innerlichkeit fängt damit an, dass wir zur richtigen Zeit mit dem Gebet beginnen. Die Haltung sollte nicht sein: “Oh! Bald bricht die Zeit des Nachmittagsgebets an, wir müssen schnell noch das Mittagsgebet verrichten!”. Die Haltung sollte viel eher sein: “Oh! Bald bricht die Zeit des Nachmittagsgebets an, bald können wir beten.”

Als Vorbereitung auf das Gebet nehmen wir die rituelle Waschung vor. Unsere Gedanken sind währenddessen bei Allah und richten sich auf die jenseitige Welt aus. Deshalb scherzen wir auch nicht miteinander, während wir die rituelle Waschung vornehmen. Zur Vorbereitung des Gebets gehört auch die Wahl angemessener Kleidung.

Wir schaffen die richtige Atmosphäre für das Gebet, in dem wir Radio/Fernsehen ausschalten und lieber zweimal nachprüfen, ob unser Natel wirklich ausgeschaltet ist. Denn sollte es klingeln, wird uns dies unweigerlich aus der Konzentration des Gebets herausreissen, uns und alle die mit uns beten. Wenn also alles bereit ist, und auch nichts in der Gebetsrichtung platziert ist, das uns ablenken kann, Bilder, Figuren, etc, dann rufen wir zum Gebet. Danach, wenn alle versammelt sind, sprechen wir die Iqomat us-Solat. Die Leute erheben sich zum Gebet. Wenn wir die Hände zum Takbir ul-Ihram (Allahu akbar) heben, treten wir in das eigentliche Gebet ein. Im Gebet kommunizieren wir mit Allah, ganz direkt. In einem wichtigen Verkaufsgespräch konzentrieren wir uns ganz auf den Kunden. Wie kann es sein, dass unsere Gedanken während dem Gebet - wir stehen vor Allah und sprechen mit Ihm - mal hier und mal da hin schweiffen, während sie beim Verkaufsgespräch fokussiert sind? Eine der wichtigsten Bedingungen für ein inniges Gebet ist Konzentration. Wenn wir uns nicht konzentrieren können, müssen wir uns fragen warum nicht. Was ist der Grund? Mangelt es an der Vorbereitung des Gebets? Dann ist es einfach. Mangelt es uns an Wissen? Wissen wir zu wenig um wirklich ehrfurcht vor Allah zu haben? Oder ist es Setan, der uns während dem Gebet mit seinen Einflüsterungen ablenkt? Was es auch ist, wir bitten Allah in einer Du’a um Schutz vor Setan und um Konzentration im Gebet.

Wir bewegen uns langsam und würdevoll im Gebet. Bewegungen, die nicht zum Gebet gehören - wie zum Beispiel an den Kleidern zupfen, sich am Bart kratzen, sich die Augen reiben - unterlassen wir ganz. Wenn wir vor Allah stehen geziemt es sich nicht, den Bart zu kratzen oder anstelle einer Niederwerfung eine hektische Gymnastikübung zu vollbringen. Abgesehen davon lenkt uns dieses Verhalten von der Konzentration im Gebet ab.

Im Gebet sprechen wir langsam. Wir dürfen niemals vergessen, dass die Worte des Qur’an - Allahs Worte - enormes Gewicht haben. Wie könnten wir die Worte Allahs herunterleiern? Wenn wir langsam sprechen, haben wir Zeit um über das Gesprochene nachzudenken. Über das Gesprochene nachzudenken ist etwas vom Wichtigsten, um Innerlichkeit in das Gebet zu bringen. Der Eine oder der Andere wird jetzt vielleicht denken: ja, aber ich spreche doch kein Arabisch, ich kann ja nichts verstehen. Wir können die Bedeutung in einem Tafsir nachlesen, und wenn wir mehr wissen möchte, bitten wir den Imam, uns die Bedeutung der kleineren Suren ausführlich zu erklären.

Um diese Dinge im Alltag umzusetzen, hilft es, sich die einzelnen Punkte auf eine Checkliste zu schreiben und irgendwo aufzuhängen, wo man auf dem Weg zum Gebetsplatz vorbeigeht. Hier nochmals die Punkte in einer Zusammenfassung:

Vorbereitung

  • Gebetszeit
  • Wudu bewusst machen
  • Sorgsame Kleidung
  • Gebetsplatz ohne Ablenkungen
  • Radio/Fernsehen/Natel ausschalten

Vollständiges Gebet

  • Gebetsruf
  • Iqomat us-Sholat
  • Sunnagebete
  • Dhikr und Du’a

Konzentration

  • Langsam und würdevoll bewegen
  • Langsam sprechen und über das Gesprochene nachdenken

Ein Mann kam zum Propheten (sas) und sagte: “Gib mir einen Rat”. Da sagte er: “Wenn du im Gebet stehst, bete, als sei es dein letztes Gebet, und sprich kein Wort, für das du dich morgen entschuldigen musst, und baue nicht auf das, was in der Hand von Menschen liegt.”
(Ahmad Ibn Hanbal)

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Sep 24 2007

Buchbesprechung: Ein Tag mit dem Propheten (sas)

Published by Rachid under Bücher, Review, Islam

Im Buch Ein Tag mit dem Propheten beleuchtet Ahmad von Denffer den Alltag des Propheten Muhammad (sas) anhand von 198 ausgewählten Überlieferungen. Die unkommentierten Überlieferungen berichten uns unter anderem wie der Prophet (sas) den Tag begonnen hat, wie er gebetet hat, wie er gegessen und wie er gefastet hat, wie der Prophet (sas) mit Menschen umgegangen ist, wie er Kranke besucht hat oder wie er die nachbarschaftlichen Beziehungen gepflegt hat.

Ein Tag mit dem Propheten ist ein Buch, das man immer wieder von neuem lesen kann. Je öfter man dieses Buch liest, je mehr erkennt man den Charakter des Propheten (sas), man erahnt, welche Prioritäten der Prophet gesetzt hat, wie er seine Zeit eingeteilt hat. Und wenn wir darüber nachdenken, bemerken wir vielleicht, dass die Art und Weise, wie der Prophet (sas) gelebt hat, wenig mit unserem eigenen Alltag und unseren eigenen Prioritäten zu tun hat. Das Buch regt uns an darüber nachzudenken, wie wir das beispiel des Propheten (sas) auf unseren Alltag übertragen können.

Ein Tag mit dem Propheten ist eins meiner Lieblingsbücher. Manchmal habe ich es in der Tasche, wenn ich verreise.

Das Buch Ein Tag mit dem Propheten kann hier bestellt werden.

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Sep 23 2007

Ideen? Aufschreiben!

Published by Rachid under Arbeitstechnik

Meist ist es ja nicht so, dass man sich hinsetzt, über einem Problem brütet und sagt: “So, jetzt habe ich eine Idee.” Die Ideen kommen oft im unpassendsten Augenblick. Mitten in einem Gespräch zum Beispiel. Vielleicht beim Auto fahren, oder in der Bäckerei. Wir haben dann aber keine Zeit um uns um die Idee zu kümmern. Und wenn wir uns das nächste Mal hinsetzen und über einem Problem brüten, ist die Idee weg. Das ist Verschwendung von guten Ideen.

Alles was mir einfällt, schreibe ich auf. Meinen Filofax habe ich immer dabei. Zum Beispiel habe ich in meinem FilofaxFilofax eine Liste mit mindestens 30 Ideen für Blog Posts.

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Sep 22 2007

Wenn du im Gebet stehst

Published by Rachid under Gebet, Hadith, Islam

Unser Prophet Muhammad, Sallallahu alaihi wa sallam, hat sinngemäss gesagt:

“Wenn du im Gebet stehst, bete als sei es dein letztes Gebet”

(Überliefert von Ahmad Ibn Hanbal)

Damit ich vor dem Gebet an diesen Hadith erinnert werde, habe ich vor langer Zeit ein einfaches kleines Poster gemacht und es zu hause aufgehängt. Du kannst die Vorlage hier herunterladen. Vielleicht dient das Poster dir auch, insyaAllah.

pdf_icon.jpgWenn du im Gebet stehst

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Sep 21 2007

Kinderbrocki in Luzern

Published by Rachid under Uncategorized

Das Wetter wird wieder kühler, die Kinder brauchen Winterkleider und die Sachen vom letzten Jahr passen nicht mehr. Schon seit einigen Jahren gibt es in Luzern am Kasernenplatz einen Kinderbrocki.

Guterhaltene Kleider, aber auch andere Baby-Artikel wie Kinderwagen oder Spielsachen werden zu günstigen Preisen verkauft. Es gibt eine Reihe guter Kinderwagen für CHF 50.-

Zum Kinderbrocki kommt man, wenn man am Kasernenplatz am Von Moos vorbei Richtung Baselstrasse geht. Der Kinderbrocki liegt dem Parkhaus Luzern-Zentrum gegenüber.

Telefon: 041 240 49 29

Öffnungszeiten:
Mitttwoch und Donnerstag: 13:30 - 17:30
Freitag: 09:00 - 12:00 und 13:30 bis 17:30
Samstag: 10:00 - 16:00

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Sep 20 2007

Leben wir in einer schwierigen Zeit?

Published by Rachid under Motivation

Immer mehr muslimische Brüder und Schwestern beklagen sich über die fehlende muslimische Infrastruktur in der Schweiz, über die fehlende Brüderlichkeit, überhaupt über die schwierige Situation in der wir Muslime heute leben. Das tönt manchmal ganz deprimiert und resigniert.

Es mag ja stimmen, muslimische Infrastruktur ist in der Schweiz nur ansatzweise vorhanden. Doch wäre alles perfekt, würden wir als blosse Konsumenten die Infrastruktur nutzen. So aber können wir aktiv helfen die Infrastruktur aufzubauen. Wir können etwas tun, wir können anpacken. Anstatt zu konsumieren, können wir etwas aufbauen. Alhamdulillah, etwas aufzubauen ist doch viel verdienstvoller als blosses Konsumieren.

Die Brüderlichkeit. Hm, ja, da hälst du dir am besten selbst einen Spiegel vor und fragst dich, was du selbst für die Brüderlichkeit in der Gemeinschaft tust? Bist du wirklich für deinen Bruder da? Wenn du findest, dass die Brüderlichkeit verschwindet, so sorg dafür, dass du selbst wie ein Fels in der Brandung stehst, dass man sich auf deine Brüderlichkeit verlassen kann.

Ja, wir leben in einer schwierigen Zeit. Wir werden unter Generalverdacht gestellt und ausgegrenzt. Heute ist es schwierig als Muslim zu leben - aber war es das nicht schon immer? Haben die Muslime nicht schon seit jeher wie Fremde in dieser Welt gelebt? Ich denke es ist falsch, wenn wir von einer schwierigen Zeit sprechen und uns selbst bemitleiden. Während die Muslime zur Zeit des Propheten (sas) viel machen mussten, um Erfolg im Jenseits zu haben, hat Allah die Messlatte für uns doch bestimmt viel tiefer angesetzt. Alhamdulillah! Anstatt uns zu beklagen, betrachten wir die vielen Hürden und Herausforderungen doch besser als Chance und danken Allah dafür.

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Sep 19 2007

Die Baraka ist in der Gemeinschaft

Published by Rachid under Hadith, Islam

Omar Ibn ul-Chattab hat überliefert, dass der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, gesagt hat: “Esst zusammen und trennt euch nicht voneinander, denn die Baraka liegt in der Gemeinschaft.”

(Sunan Ibn Madscha)

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Sep 18 2007

Wurde der Qur’an seit seiner Offenbarung verändert?

Published by Rachid under Qur'an

Europäer gehen oft davon aus, dass der Qur’an eine ähnliche Geschichte hat wie die Bibel. Dieser Artikel stellt die Geschichte des Qur’ans der Geschichte der Bibel gegenüber. Meine Absicht ist Muslimen und Nichtmuslimen die muslimische Sicht der Geschichte des Qur’ans in kompakter Form darzulegen. Meine Absicht ist nicht, die Bibel in irgend einer Weise gering zu schätzen.

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Sep 17 2007

Toni’s Zoo

Published by Rachid under Familienausflüge

Gestern Nachmittag waren wir in Toni’s Zoo in Rothenburg bei Luzern. Man erreicht den Zoo mit Bus Nr. 51/52 ab Luzern Bahnhof, oder mit dem Auto gleich wenn man Rothenburg Richtung Neuenkirch verlässt.

Toni’s Zoo ist ein idealer Familien-Ausflugsort. Es gibt zahlreiche Tiere, die man teilweise mit Popcorn füttern darf. Vor allem der Fuchs ist gefräsig und bettelt. Die Waschbären knurren grimmig während dem füttern und die Erdmännchen streiten sich, wenn man ihnen nur ein einzelnes Popcorn gibt.

Die Kinder können Pony reiten. Und es gibt einen tollen Spielplatz mit einem Beitzli daneben. Ein Ausflug zu Toni’s Zoo lohnt sich nur schon wegen dem Spielplatz. Die Erwachsenen können höckeln und die Kinder daneben auf dem Spielplatz herumtollen. Genau so muss es sein. Nach Ramadan gehen wir da bestimmt wieder vorbei.

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Sep 16 2007

Aus dem Qur’an

Published by Rachid under Qur'an, Islam

Allah, subhanahu wa ta’ala, sagt uns sinngemäss im Qur’an:

So betrübt euch nicht über das, was euch entgeht, und freut euch nicht überheblich über das, was Er euch gibt, und Allah liebt nicht jeden sich wichtigtuenden Prahler, diejenigen, die geizen und den Menschen Geiz gebieten. Und wer sich abwendet, so ist gewiß Allah der absolut Autarke, der Alllobenswürdige.
(Qur’an 57:23-24)

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Sep 15 2007

Sahur

Published by Rachid under Islam

Sahur nennt man die Mahlzeit, die man am Morgen vor dem Fasten einnimmt. Im Gegensatz zum leichten Iftar am Abend sollte das Sahur doch einigen Energiegehalt haben. Ein Teller Goulache oder Käse, Oliven. Auch Corn Flakes mit Milch sind eine gute Sahur Mahlzeit. Aber auch beim Sahur gilt: nicht zu viel essen. Viel wichtiger ist, dass man beim Sahur genügend trinkt. Ich trinke meist ein Glas Milch und zwei Humpen Wasser.

Für die Sahur Mahlzeit stehe ich eine Stunde vor dem ersten Morgenlicht (Fajr) auf und esse ohne Eile. Noch vor dem Fajr höre ich auf zu essen und zu trinken, putzt die Zähne und mache die Gebetswaschung. Nach dem Fajr verrichte ich das Morgengebet und lege mich noch etwa eine halbe Stunde hin, ohne zu schlafen. Danach stehe ich auf und lerne, oder ich gehe gleich arbeiten.

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Sep 14 2007

Das erste Iftar im Ramadan 1428

Published by Rachid under Islam

Gestern haben wir den ersten Tag des Ramadan gefastet. Bei Sonnenuntergang haben wir das erste Fastenbrechen (Iftar) gefeiert. Manch einer stellt sich dies vielleicht als eine Völlerei vor. Manchmal ist es leider tatsächlich eine Völlerei, aber dies ist nicht der Sinn des Ramadans.

Bei Sonnenuntergang (Maghrib) habe ich im Wohnzimmer zum Gebet gerufen. Gleich anschliessend haben wir das Fasten mit ein paar Dateln und einem Glas Tee gebrochen (typisch indonesisch). Danach haben wir das Maghrib-Gebet verrichtet.

Nach dem Gebet haben wir gegessen. Aber nicht viel! Was man hier auf dem Bild sieht, hat für die ganze vierköpfige Familie gereicht. Wir haben alle aus dem selben Teller gegessen, jeder hat seine Ecke.

Von der Geflügelleber mit Kartoffeln und Peperoni haben wir nicht alles gegessen. Einen Teil haben wir für das Sahur Essen für heute morgen aufbewahrt. Allzu viel sollte man am Abend eigentlich nicht essen, dies wäre ungesund. Und ein vollgestopfter Bauch betet auch nicht gerne das etwas ausgedehntere Nachtgebet im Ramadan (Tarawih-Gebet), er liegt lieber ins Bett.

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Sep 13 2007

Wo findest du nur die Zeit dafür?

Published by Rachid under Arbeitstechnik, Persönlich

Vor einigen Tagen wurde meine Frau von einer Freundin unserer Familie gefragt: “Dein Mann schreibt jeden Tag einen Artikel auf seinem Blog. Mein Mann und ich fragen uns wo Rachid nur die Zeit dafür findet?” Eine gute und berechtigte Frage. Ich habe eine Familie, ich studiere und ich arbeite. Und ich schreibe ein Blog. Den meisten Menschen bleibt neben der Arbeit kaum genug Zeit für die Familie. An eine Weiterbildung oder ein Blog wagen sie gar nicht zu denken.

Der wichtigste Schlüssel ist ein kühl berechnetes Zeitmanagement, eine gut funktionierende Aufgabenplanung, und eiserne selbstkritische Disziplin. Durch glückliche Umstände reduziert sich die Belastung durch das Studium beträchtlich. Fast die Hälfte der nötigen ECTS Punkte wurde mir angerechnet, ich muss also nicht das volle Programm mitmachen. Ich belege ein Fernstudium, Präsenzunterricht findet nur jeden zweiten Samstag statt. Mein Arbeitspensum habe ich etwas reduziert und nutze diese Zeit um zu hause zu lernen. So gesehen bin ich sogar öfter zu hause als früher.

Wir haben keinen Fernseher und kein Auto. Damit fallen zwei der schlimmsten Zeitfresser weg. Denn wenn man zu Fuss und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist plant man besser. Während Autofahrer viel Zeit hinter dem Steuer verbringen und immer öfter in einer Kolonne stecken bleiben, nutze ich die Zeit im Zug produktiv. Auch die Zeit, die im Normalfall ungenutzt verstreicht, versuche ich auszunutzen. Dies ist z.B. die Zeit während man vor der Kasse in der Schlange steht, oder während man auf den Bus wartet. Oder die Zeit, während man zu Fuss in der Stadt unterwegs ist - die ist hervorragend für das Auswendiglernen geeignet.

Und dann muss man natürlich auch nicht alles perfekt machen. So gut wie nötig, nicht so gut wie möglich.

Das Blog braucht eigentlich nicht so viel Zeit. Ich versuche möglichst viele Dinge doppelt zu nutzen. Wenn ich z.B. eine E-Mail beantworte und dabei etwas entsteht, das ich auch auf dem Blog nutzen kann, so nutze ich das. Oder wenn ich für die Zeitschrift “Die Gemeinschaft” einen Artikel schreibe, so poste ich ihn auch auf dem Blog. Wenn ich Bilder von einem Familienausflug von der Kamera auf den Computer kopiere, schreibe ich währenddessen einen kurzen Bericht auf dem Blog. Und wenn mir eine Idee für einen Blogpost kommt, so notiere ich mir diese Idee auf einer Liste in meinem Filofax. Im Moment befinden sich 33 Ideen auf dieser Liste, die auf die Umsetzung warten.

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Sep 12 2007

Marhaban ya Ramadan

Published by Rachid under Islam

Heute Abend bei Sonnenuntergang beginng der 1. Ramadan 1428. Im islamischen Kalender beginnt der Kalendertag jeweils bei Sonnenuntergang. Dies bedeutet, dass bereits heute nach dem Isha-Gebet das erste Tarawih-Gebet verrichtet wird. Morgen Donnerstag beginnen wir nach dem ersten Morgenlicht mit dem Fasten.

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Sep 11 2007

11. September 2001

Published by Rachid under Politik

Heute vor sechs Jahren sind die beiden Türme des World Trade Centers in New York eingestürzt. Weder der Tathergang noch die Täter wurden bis heute wirklich ernsthaft ermittelt. Aber der Schuldige stand noch am selben Tag fest: Usama bin Laden - ohne Untersuchung und ohne Gerichtsverfahren. Und schon waren die Flugzeugträger auf dem Weg in den Persischen Golf.

US-Präsiden Bush sagte, die Türme des World Trade Centers seien zusammengestürzt weil der durch das Kerosin entstandene Brand die Stahlträger geschmolzen habe. Auf Photos sieht man kurz vor dem Zusammenbruch kaum Feuer im Einschlagsloch, aber trotz der enormen Hitze - dicke Stahlträger schmolzen angeblich dutzendweise - sieht man auf Fotos Menschen aus den getroffenen Stockwerken winken.

Ich hoffe, dass am 6. Jahrestag diese Katastrophe nicht wieder zur Propaganda verwendet wird, sondern dass endlich die Forderung nach einer Aufklärung laut wird, einer Aufklärung die über den lächerlichen 911 Report hinausgeht.

Andreas von Bülows Artikel wirft einige Fragen auf. Die sollten endlich geklärt werden. Verschwörungstheorie? Eigentlich nicht. Es sind ja nur Fragen. Antworten gibt Andreas von Bülow nicht. Die offizielle Bush-Version ist da schon eher eine Verschwörungstheorie.

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Sep 10 2007

Buchbesprechung: Die kostbare Perle im Wissen des Jenseits

Published by Rachid under Bücher, Review, Islam

Der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, hat sinngemäss gesagt:

“Die Menschen befinden sich nur im Schlaf; und wenn sie sterben, dann wachen sie auf.”

Abu Hamid al-Ghazali (1058-1111), einer der grössten Gelehrten des Islams überhaupt, beschreibt im Buch “Die kostbare Perle im Wissen des Jenseits” dieses Aufwachen, den Tod, und die Reise der Seele danach. Es folgen detaillierte Beschreibungen der Zeit im Grab, der Befragung darin, und der Geschehnisse am Tag des Gerichts.Hinweise auf das Leben nach dem Tod und die Welt des Verborgenen finden sich über den gesamten Qur’an und die Überlieferungen unseres Propheten verstreut, Sallallahu Alaihi wa Sallam. Al-Ghazali hat diese Hinweise zusammengetragen und in ein ergreifendes Buch verpackt.

“…Darauf gestalten sie (die Engel) das Grab über ihm (dem Toten) zu einer mächtigen Kuppel und öffnen ihm das Tor zum Paradies nach seiner rechten Seite hin … auch kommen seine guten Taten zu ihm in der Gestalt der ihm liebsten Personen, die gesellig mit ihm sprechen und ihm erzählen. Sein Grab ist erfüllt mit Licht; und er ist fortwährend in Freude und Frohsinn, so lange die Welt dauert, bis die Stunde des Gerichts anhebt. Er fragt auch wohl, wann die Stunde anhebt, doch wird ihm nichts lieber sein als ihr Anheben.”

Das Buch hilft einem, für einen Moment inne zu halten und sich zu fragen, was im Leben wichtig ist, und was Zeitverschwendung ist. Das Buch kann ich jedem empfehlen, der sich auf den Weg in Allahs Nähe machen möchte, der seine Gebete intensiver erleben möchte. Das Buch kann ich jedem empfehlen, der möchte, dass sein Leben mehr ist als nur Spiel und Zeitvertreib, so wie Allah es uns in Sura al-Hadid in der Ayat 20 erklärt.

„Wisst, dass das diesseitige Leben doch nur Vergnügen, Ablenkung, Schmuck, Wichtigtuerei unter euch und Vermehrung an Vermögen und Kindern ist. Es gleicht reichlichem Regen, dessen Pflanzenwuchs den Bauern gefällt. Dann vertrocknet der Pflanzenwuchs, und du siehst ihn gelb werden, dann wird er Zermalmtes, und im Jenseits gibt es harte Peinigung und Vergebung von Allah und Wohlgefallen. Doch das diesseitige Leben ist nichts ausser Verbrauchsgut der Täuschung.“
(Qur’an 57:20)

Abu Hamid al-Ghazali, Die kostbare Perle im Wissen des Jenseits, Spohr Verlag Kandern, ISBN3-927606-47-2, CHF 15.-Das Buch kann hier bequem bestellt werden.

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Sep 09 2007

Der Beginn des Monats Ramadan

Published by Rachid under Vereine, Islam

Die Muslime in Europa sind sich über den Beginn und das Ende des Monats Ramadan selten einig. Woher kommen die Meinungsverschiedenheiten und welche Lösungsansätze gibt es?

Wir befinden uns in den letzten Tagen des Monats Schaban, bald beginnt der Fastenmonat Ramadan. Der islamische Kalender ist ein Mondkalender. Der Beginn des Ramadans richtet sich nach dem Mond. Sobald am Ende des Monats Schaban der Neumond gesichtet wird, fasten wir am nächsten Tag.

In den letzten Jahren war es leider so, dass wir Muslime in Luzern - und wohl auch in anderen Städten - den Ramadan an verschiedenen Tagen begonnen haben. Die einen richten sich nach der Mondsichtung in Europa, die anderen nach dem bereits im Voraus gedruckten Kalender, der bosnische Kulturverein haltet sich streng an die Vorgaben aus Sarajevo, überhaupt beginnen viele Muslime den Ramadan erst wenn man ihn in ihrem Heimatland beginnt. Und dann gibt es noch die Meinung, dass sich weltweit alle Muslime an Saudi Arabien orientieren sollen. Dieser Ansicht sind vor allem die Wahhabiten. Nur leider gewinnt der erste, der in Saudi Arabien den Neumond sichtet einen Preis. Es ist also fast garantiert, dass die Wahhabiten einen Tag vor den anderen Muslimen zu fasten beginnen. Oft ist genau dies der Grund, warum wir uns nicht auf einen Tag einigen können.

Und genau das gleiche Problem haben wir beim Eid ul-Fitri, dem Fest am Ende des Ramadans. Sobald man am Ende des Ramadans den Neumond des Monats Schawwal sichtet, fastet man am nächsten Tag nicht mehr, sondern feiert.  Falls man den Mond nicht sehen kann, bemisst man für den Ramadan 30 Tage und beginnt am 31. Tag mit dem Fest. Es ist doch sehr schade, dass zum Beispiel die Araber sich bereits zum Fest treffen, während die Türken noch fasten. Dies treibt einen Keil zwischen unsere Gemeinschaft.

Eine sinnvolle Lösung wäre meiner Meinung nach, dass sich die Imame aller fünf Moscheen sich am Ende des Schaban treffen und GEMEINSAM den Beginn des Ramadans bestimmen. Und zwar UNABHÄNGIG von den Teils viel zu mächtigen Präsidenten der Moscheevereine. Sämtliche Moscheen halten sich danach an die Vorgaben dieses Gremiums. Auf jedem im voraus verteilten Ramadankalender muss die Telefonnummer und die Internetsite aufgeführt sein, unter der man den Beginn des Ramadans abfragen kann. Um dies umzusetzen ist nun VIOKL gefragt. Ich mache mir keine Illusionen…

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Sep 08 2007

Bruder Yilmaz und Schwester Zeynep haben geheiratet

Published by Rachid under Menschen, Persönlich

Heute haben Bruder Yilmaz aus Hergiswil und Schwester Zeynep aus Bremen in Perlen geheiratet. Die beiden sind ganz glücklich, man sieht es ihnen an. InsyaAllah hält das Glück bis ins hohe Alter.

Es war ein traditionelles türkisches Hochzeitsfest. Für die Horde Kinder war es natürlich auch ein Fest. Auf dem Spielplatz vor dem Restaurant gab es ein grosses Trampolin. Als ich nach Maghrib mal rausging habe ich gesehen, dass ein kleiner türkischer Junge einen Holzstuhl zertrümmert hatte und mit den gewonnenen Holzstöcken die Früchte eines Obstbaumes schändete. Söibueb!

Wegen dem Hochzeitsfest konnte ich heute nichts posten. Schau morgen wieder vorbei.

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Sep 08 2007

Bismillah

Published by Rachid under Islam

Wenn wir eine Handlung nicht mit Bismillah beginnen, ist sie von ihrer Barakah abgeschnitten. Wenn wir zum Beispiel zu essen beginnen, sagen wir: “Bismillah!” Und wenn wir fertig sind mit essen, drücken wir unsere Ergebenheit und Dankbarkeit Allah gegenüber mit einem beherzten “Alhamdulillah!” aus.

Aber Hand aufs Herz. Machen wir das wirklich? So ganz von Herzen? Ehrlich gesagt, ich vergesse manchmal, eine Handlung mit Bismillah zu beginnen. Deshalb habe ich mir gesagt, dass ich nun weniger machen will, aber bewusster. Denn was bringt mir eine Handlung, die keine Barakat enthält? Nichts. Letztenendes ist diese Handlung null und nichtig.

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Sep 07 2007

Verbrauchsgut der Täuschung

Published by Rachid under Qur'an, Islam

„Wisst, dass das diesseitige Leben doch nur Vergnügen, Ablenkung, Schmuck, Wichtigtuerei unter euch und Vermehrung an Vermögen und Kindern ist. Es gleicht reichlichem Regen, dessen Pflanzenwuchs den Bauern gefällt. Dann vertrocknet der Pflanzenwuchs, und du siehst ihn gelb werden, dann wird er Zermalmtes, und im Jenseits gibt es harte Peinigung und Vergebung von Allah und Wohlgefallen. Doch das diesseitige Leben ist nichts ausser Verbrauchsgut der Täuschung.“

(Qur’an 57:20)

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Sep 06 2007

Den Qur’an auswendig lernen

Published by Rachid under Qur'an, Islam

Ich lese zu wenig Qur’an. Eigentlich ist das Rezitieren des Qur’an in arabischer Sprache eine Ibadat. So müsste doch das Rezitieren zu meinem festen Tagesablauf gehören. Da muss ich mich ganz dringend verbessern. Imam Abdulkarim Sadiku hat mich einmal gefragt, ob ich einen Schweizer Muslim kenne, der den gesamten Qur’an auf Arabisch auswendig kennt. Ich kenne ein paar Schweizer Muslime, die sehr gut Rezitieren können, aber keiner von ihnen kennt den gesamten Qur’an auswendig. Imam Abdulkerim findet es schade, dass wir das Auswendiglernen vernachlässigen. Er hat recht.

Scheich Muhammad Abdullah Darchawasti (1906 - 1994) kannte nicht nur den gesamten Qur’an auswendig sondern auch über 100′000 Ahadith

Als ich in Damaskus war, gab es in der Moschee unseres Quartiers einen Kurs um den Qur’an auswendig zu lernen. Wir trafen uns einmal wöchentlich. Wir sassen im Halbkreis um Scheich Badr ud-Din und haben der Reihe nach das auswendig gelernte rezitiert. Danach gab Scheich Badr ud-Din jedem eine neue Aufgabe. Jeder hatte sein individuelles Tempo beim Auswendiglernen. Ich habe jeweils nur einige Ayat auswendig gelernt, doch es gab einen Somali, dem Scheich Badr ud-Din gleich ganze Suren als Aufgabe mit nach Hause gab. Besonders schön fand ich, dass unsere Gruppe so bunt gemischt war. Neben Syrern haben auch Afrikaner, Asiaten und ein Schweizer teilgenommen. Könnten wir nicht auch in Luzern so einen Kurs organisieren? Allah, subhanahu wa ta’ala, wird uns für unsere Teilnahme reich belohnen. Wie hat doch Rasulullah, Sallallahu alaihi wa sallam, sinngemäss gesagt?

“Nie versammeln sich Leute in einem der Häuser Allahs, tragen das Buch Allahs vor und studieren es miteinander ohne dass Allahs friedvolle Gegenwart auf sie herabkommt, die Barmherzigkeit sie bedeckt, die Engel sie umgeben und Allah sie denen gegenüber nennt, die bei Ihm sind.”

(Sahih nach Muslim)

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Sep 05 2007

Essen für zwei genügt für drei

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Unser Prophet Muhammad, Sallallahu Alaihi wa Sallam, hat gesagt: “Essen für zwei genügt für drei, und Essen für drei genügt für vier.”

(Sahih nach Muslim)

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Sep 04 2007

Quranexplorer.com

Published by Rachid under Qur'an, Islam

Quranexplorer.com ist eine hilfreiche Seite um sich online Qur’anrezitationen anzuhören. Man kann verschiedene Rezitatoren auswählen - mir gefällt “Mishari-Rashid” am besten. Rechts steht der arabische Text, links die sinngemässe Bedeutung in einer von sechs wählbaren Sprachen. Die gerade rezitierte Ayat wird markiert.

Das Programm - ein Webbrowser genügt, es muss nichts installiert werden - ist ganz hervorragend zur Unterstützung beim Lernen geeignet, ersetzt aber nicht einen guten Qur’anlehrer. Eine Schwäche des Programms sehe ich in der manchmal zerhackten arabischen Schrift, die einen ungeübten Leser vielleicht verwirrt. Aber ich bin sicher, dass dies in einer späteren Version verbessert wird.

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Sep 03 2007

Verantwortung übernehmen in der hiesigen Gesellschaft

Published by Rachid under Islam

Vorgestern haben Hamit und Yasmin Duran während dem Familienpicknick im Eigenthal einen Vortrag mit dem Titel Verantwortung übernehmen in der hiesigen Gesellschaft gehalten. Hier kannst du den Vortrag als MP3-Datei herunterladen und anhören.

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Sep 02 2007

Eindrücke vom Familienpicknick

Published by Rachid under Vereine, Islam

Alhamdulillah! Das Familienpicknick gestern im Eigenthal war ein Erfolg. Mindestens 300 Besucher (Kinder nicht mitgezählt), 80 Kg Fleisch grilliert. Von Hamid & Yasmins Vortrag habe ich fast nichts mitbekommen, denn in der Küche mussten wir rennen, um mit dem Ansturm am Buffet fertig zu werden

Das Picknick war - aus Sicht der Küche, also gemessen an den verzehrten Mengen - ein voller Erfolg.

Hamit und Yasmin Durans Vortrag wird durch Yusuf Sabadia angekündigt.

Am Grill war ununterbrochen Hochbetrieb. 80 Kg Fleisch aus der Baraka Metzgerei in Kriens und der Albanischen Moschee in Emmenbrücke wurden gegessen.

Für die Kleinen gab’s im Kinderecken liebevoll dekorierte kleine Schokoladenküchlein. Besonders hat mich gefreut, dass unsere Nachbarn auch zum Picknick gekommen sind. Die zufriedenen Gäste sind ein guter Grund nächstes Jahr insyaAllah wieder ein Picknick zu organisieren.

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Sep 01 2007

Schutz gegen Selbstzufriedenheit und Stolz

Published by Rachid under Islam

Durch das Befolgen der Gebote Allahs entwickelst du positive und lobenswerte Charakterzüge, die Allahs Wohlgefallen zur Folge haben. Du erhälst immer zahlreichere positive Charakterzüge, je weiter du diesen Weg gehst. Doch wenn du diese positiven und Allahs Wohlgefallen hervorrufenden Charakterzüge dir selbst zuschreibst, so läufst du Gefahr, dass Scheitan - der immer auf der Lauer liegt - deine Selbstzufriedenheit und deinen Stolz anfacht.

Dein einziger Schutz gegen Selbstzufriedenheit und Stolz ist das unbedingte Festhalten an deiner Dienerschaft Allah gegenüber. Alle in der Nichtexistenz verwurzelten Attribute - alles schlechte und böse - schreibst du dir selbst zu. Alle im aus sich selbst seienden Sein verwurzelten Attribute - alles gute, positive, lobenswerte - schreibst du Allah zu.

Deine guten Charakterzüge und deine guten Taten sind doch nichts anderes als ein Geschenk Allahs an dich, für das du dich dankbar zeigen kannst.

Scheich Muhammad Intikhab Alam bin Suleyman, ein in Sri Lanka lebender Gelehrter, hat seine ganz eigene Methode entwickelt um seine Selbstzufriedenheit und seinen Stolz zu kontrollieren. Regelmässig putzt er Toiletten. Als ich ihn einmal beim Toilettenputzen angetroffen habe, fragte ich ihn, ob denn das nicht die Haushälterin machen könne. Er sei ein Nichts, hat er geantwortet, diese Arbeit sei genau das richtige für ihn.

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