Rachid's Blog - Eine Reise in die Gedankenwelt eines Schweizer Muslims
... und manchmal richtet sich ein Text an eine bestimmte Person. Weil die Texte Persönliches berühren können, nenne ich die Person jeweils "Bruder Ali".
Fünf Fragen an Ylfete Fanaj, Nationalratskandidatin der Second@s plus
Ylfete Fanaj, Mitglied des grossen Stadtrates der Stadt Luzern und Studentin an der HSA, kandidiert für die SP Second@s plus als Nationalrätin und beantwortet unsere fünf Fragen.
Unsere fünf Fragen wurden von Musliminnen und Muslimen zusammengestellt und richten sich an Schweizer Politiker. Wenn man sie den Second@s plus stellt - allesamt Politiker/innen mit Migrationshintergrund - klingen die Fragen natürlich etwas eigenartig.
Ich finde, dass die Second@s plus einige Anliegen der Muslime vertreten (die Liste ist gekürzt):
- Faire Einbürgerungsverfahren.
- Ein flächendeckendes Netz an obligatorischen Sprachkursen als Integrations- und nicht als Repressionsmittel gegen MigrantInnen. Alle sollen zumindest versuchen, eine Landessprache zu lernen – auch ausländische Top-Manager!
- Chancengleicher Zugang zu Bildung auf allen Stufen, u.a. mit mehr Stipendien, Tagesschulen und Sprachförderprogrammen.
- Griffige Massnahmen gegen Zwangsheiraten. (Dieses Problem zu lösen ist leider nicht so einfach, dies darf aber kein Grund sein die Augen zu verschliessen und nichts zu tun. Ylfete Fanaj verschliesst die Augen nicht und unternimmt etwas. Anm. Rachid)
- Einen wirkungsvollen Schutz der Umwelt.
Rachid: Wie stellen sie sich das Zusammenleben ganz praktisch vor? Was möchten sie ändern, was möchten sie so lassen wie es ist?
Ylfete Fanaj: Ein respektvolles Zusammenleben unter Berücksichtigung der „Gleichheit in Vielfalt”.
Rachid: Welche Erwartungen haben sie den Musliminnen und Muslimen gegebüber?
Ylfete Fanaj: Keine speziellen für Muslime. Die gleichen Erwartungen, die ich an alle Menschen habe.
Rachid: Zur Integration gehört auch die Beteiligung der Migrantinnen und Migranten an politischen Prozessen. Wie stehen sie zum Ausländerstimmrecht?
Ylfete Fanaj: Selbstverständlich bin ich dafür!
Rachid: Haben sie persönlich Kontakt zu Musliminnen und Muslimen? Sei es durch ihre politische Arbeit oder ihren Freundeskreis?
Ylfete Fanaj: Ich bin selbst Muslimin.
Rachid: Tun ihnen muslimische Frauen die ein Kopftuch tragen leid?
Ylfete Fanaj: No, chacun a sa façon!
Rachid: Ylfete Fanaj, ich danke ihnen für das Interview und wünsche ihnen ein gesegnetes Eid ul-Fitri und viel Glück am 21. Oktober.
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