Nov 29 2007
Das Sein ändert seinen Zustand niemals
Das Sein ist Eins und ändert seinen Zustand niemals. Die existenten Dinge aber behalten nicht für den geringsten Moment denselben Zustand bei. Sie verändern sich unaufhörlich.
Nov 29 2007
Das Sein ist Eins und ändert seinen Zustand niemals. Die existenten Dinge aber behalten nicht für den geringsten Moment denselben Zustand bei. Sie verändern sich unaufhörlich.
Nov 26 2007
Der Prophet, sallallahu alaihi wa sallam, hat sinngemäss gesagt:
“Das Erlaubte ist offenkundig, und das Verbotene ist offenkundig. Zwischen den beiden gibt es zweifelhafte Angelegenheiten, über die viele Menschen nichtBescheid wissen. Wer sich vor den den zweifelhaften Angelegenheiten hütet, macht sich damit frei, was seine Religion und Ehre betrifft. Wer auf zweifelhafte Angelegenheiten hereinfällt, der gerät in das Verbotene, wie der Hirte, der seine Herde um den geschützen Bezirk herum weidet, im Begriff ist, darin zu weiden. Jeder Herrscher hat einen geschützten Bezirk. Allahs geschützter Bezirk ist das Verbotene. Im Körper ist ein kleiner Fleischklumpen; wenn er gesund ist, ist der ganze Körper gesund, und wenn er schlecht ist, ist der ganze Körper schlecht. Dies ist das Herz.”
(Sahih nach al-Buchari und Muslim)
Nov 25 2007
Sinngenäss sagt Allah im Qur’an:
“O du in ein Gewand Gehüllter! Erhebe dich und stehe im Gebet, einen Teil der Nacht - die Hälfte von ihr, oder verringere es ein wenig, oder füge ein wenig hinzu - und sprich den Qur’an langsam und besinnlich. Fürwahr, Wir legen dir da ein gewichtiges Wort auf. Wahrlich, die Stunden der Nacht sind stärker an Eindruck und aufrichtiger an Rede. Du hast ja gewiß während des Tages eine lange Beschäftigung. So gedenke des Namens deines Herrn und widme dich Ihm von ganzem Herzen.”
(Qur’an 73:1-8)

So gedenke des Namens deines Herrn und widme dich Ihm von ganzem Herzen…
Nov 23 2007
Der aktuelle Islam.ch Freitagsnewsletter:
Assalam o Alaikum,
Allahs Gesandter (s) hat gesagt: “Wer dreimal das Freitaggebet auslässt, weil er es sich leicht machen will*, auf dessen Herz setzt Allah ein Siegel.”
* oder: ihm keine Bedeutung beimisst.
(Abu Dawud, Mishkat)
Der Islam.ch Freitagsnewsletter kann hier abonniert werden.
Nov 23 2007
Heute bin ich vor dem Freitagsgebet mit einem lieben Bruder im Manor Restaurant Essen gegangen. Er hat mir erzählt, dass er nächstes Jahr mit seiner Frau die grosse Pilgerfahrt nach Mekka, die Hajj, machen möchte. Die Hajj war unser Gesprächsthema bis wir in der Moschee waren. Ich erzählte meinem lieben Bruder von meiner eigenen Hajj letztes Jahr.

Während meiner Hajj schenkte mir der Autor Mostafa Brahami, der unsere Reisegruppe als Imam begleitete, das Buch Hajj et ‘Umra, Guide Pratique, das er geschrieben hat. Dieses Buch ist eigentlich genau das, was ich zur Vorbereitung der Hajj vermisst habe. Mostafa Brahami beschreibt in seinem Buch die Riten der Hadsch zwar detailliert, aber nicht im Stil eines Fiqh-Lehrbuchs, sondern ganz im Stil eines Reiseführers. Und dies macht das Buch äusserst hilfreich. Ganz hervorragend sind die vielen Skizzen, die einem die Riten und deren Abfolge veranschaulichen. Hajj et ‘Umra, Guide Pratique bleibt aber nicht bei den Riten stehen, sondern geht auch auf historische Aspekte der besuchten Orte ein. Den praktischen Wert des Buches erkennt man nicht zuletzt am Kapitel “Les maladies les plus fréquentes”.
Meinem lieben Bruder wollte ich das Buch empfehlen, schade dass er kein Französisch versteht, denn leider gibt es das Buch nur auf Französisch (Original) und Arabisch.
Hajj et ‘Umra, Guide Pratique, Mostafa Brahami, Éditions Tawhid, 2006, ISBN 10 : 2-84862-018-8
Nov 22 2007
Rasulullah, sallallahu alaihi wa sallam, ging an seinen Gefährten vorbei, während sie am Boden sassen. Er sagte sinngemäss: “Warum sehe ich euch in getrennten Gruppen sitzen?”
(Sahih nach Abu Daud)
Nov 21 2007
Der Prophet Allahs, sallallahu alaihi wa sallam, hat gesagt:
“Keiner meiner Gefährten soll mir über einen anderen etwas erzählen, denn ich möchte zu jedem von euch mit reinem Herzen kommen.”
(Sahih nach Abu Daud)
Siehe auch Verleumdung und üble Nachrede.
Nov 19 2007
Der Prophet, sallallahu alaihi wa sallam, sagte sinngemäss:
“Zu den Vorboten der Stunde zählt, dass das Wissen über Allah und den Din entzogen wird, dass Unwissenheit sich verbreitet, … “
(Sahih nach Buchari, Muslim, at-Tirmidhi, Ibn Madscha und Ahmad ibn Hanbal)
Wenn man wissen möchte, wie man die rituelle Waschung durchführt, oder wenn man den Wortlaut des Gebets lernen möchte, so ist es immer noch leicht, jemanden zu finden, der einem dieses Wissen vermitteln kann. Man geht in die nächste Moschee und bekommt eine Antwort. Wenn man die Unterschiede bei der Gebetswaschung zwischen den vier Rechtsschulen kennen möchte, dann wird es schon schwieriger, dies lässt sich aber in Büchern nachschlagen. Wenn man wissen möchte, wie man die Totenwaschung durchführt, dann wird es nochmals eine Stufe schwieriger.
Letztes oder vorletztes Jahr hatte ich eine Frage im Zusammenhang mit der Selbstkritik. Die Frage war eigentlich simpel: “Wie kann ich bereits in diesem Leben erkennen, welche Stufe ich gegenwärtig vor Allah einnehme?” Es hatten sich bei mir noch ein paar andere Fragen zu speziellen Themen angesammelt. Hier in Luzern kenne ich niemanden, der diese Fragen beantworten kann. Deshalb habe ich mich in ein Flugzeug gesetzt um übers Wochenende einen Gelehrten in einem anderen Land zu besuchen.
Das Wissen ist oft noch irgendwo vorhanden. Auf die meisten Fragen bekommt man irgendwann die Antwort, wenn man sich nur intensiv genug darum bemüh. Und genau hier sehe ich die Wurzel des Problems. Wir bemühen uns nicht intensiv genug darum, das islamische Wissen in unserer Gemeinschaft zu erhalten. Etwas zynisch könnte man sagen: Das einzige islamische Wissen, das sich im Moment ausbreitet, sind die einfach gestrickten wahhabitischen Lehren. Das islamische Wissen beschränkt sich aber nicht auf die wahhabitischen Lehren. Das islamische Wissen ist sehr viel faccettenreicher als dies. Ein Beispiel. Der Prophet, sallallahu alaihi wa sallam, hat am Morgen oft seine Gefährten gefragt, ob sie in der Nacht einen Traum hatten, und hat die deutbaren Träume gedeutet. Das Wissen der Traumdeutung wurde bis in unsere Zeit weitergegeben. Die islamischen Gelehrten haben in den letzten 1400 Jahren Bücher zu diesem Thema verfasst, das bekannteste unter ihnen ist das Traumdeuterbuch Ibn Sirins. In Europa ist mir nur ein einziger Gelehrter bekannt, der sich in der islamischen Traumdeuterkunst gut auskennt. Stirbt dieser Gelehrte, so ist dieses Wissen weg. Dieses Wissen wird mit seinem Tod abberufen. Es wird abberufen, weil sich niemand wirklich dafür interessiert, dieses Wissen zu erlernen.
Und so wird das Wissen über Allah und den Din vielleicht nicht abberufen, indem die islamischen Gelehrten sterben. Es wird vielleicht abberufen, indem niemand sich ernsthaft darum bemüht, das Wissen von den Gelehrten zu übernehmen.
Nov 17 2007
Der Prophet, sallallahu alaihi wa sallam, sagte:
“Allah sieht nicht auf euer Äusseres und eure Taten, doch Er sieht sieht auf eure Herzen und eure Absichten.”
(Sahih nach Muslim)
Nov 16 2007
Unter dem Post Die Sucht nach Anerkennung hat ein Bruder eine interessante Frage gestellt:
Manchmal bin ich nicht sicher, ob meine Absicht wirklich nur für Allah ist, oder auch für diese Welt. Wie kann ich rausfinden und ganz sicher sein, dass meine Absicht nur für Allah ist?
In diesem Fall ist es am besten, wenn du gute Taten, die du nicht unbedingt in der Öffentlichkeit ausführen musst, im Verborgenen tust. Ganz so, dass nur Allah und Seine Malaikat deine gute Tat überhaupt sehen. Damit schliesst du Augendienerei aus. Wie sollen dich die Menschen für etwas Loben das sie gar nicht sehen?
Dann gibt es natürlich auch die guten Taten, die man nicht ausführen kann, ohne dass jemand sie bemerkt. Dazu zählt das Freitagsgebet, ganz allgemein das Gebet in der Moschee, aber auch das Vorbeten als Imam, sei es in der Moschee oder im privaten Rahmen. Wenn du aktiv bist in der Gemeinschaft und zum Beispiel einem Vorstand angehörst oder Anlässe organisierst, so kannst du die guten Taten ebensowenig im Verborgenen tun. Du brauchst also auch da einen Mechanismus um deine Nafs zu kontrollieren.
Vielleicht kennst du einen Bruder, den du nicht so besonders magst. Ein Bruder, dem du zwar bestimmt nichts schlechtes wünschst, mit dem du aber ganz einfach das Heu nicht auf der gleichen Bühne hast. Bevor du eine gute Tat in der Öffentlichkeit ausführst, frag dich, ob du diese Tat auch ausführen würdest, wenn Du sie in der Haut eines dir nicht so sympathischen Bruders ausführen müsstest? Wenn das Lob für deine gute Tat an diese Person geht und nicht an dich, verspürst du immer noch das gleich starke Verlangen die gute Tat zu verrichten? Oder kühlt dein Verlangen deutlich ab?
In diesem Fall weisst du genau, dass Augendienerei im Spiel ist. Alhamdulillah. Und wenn du die Augendienerei in deinem Herzen bemerkst, dann kannst du sie bekämpfen.
Nov 15 2007
Kürzlich hat der albanische Kulturverein in Emmenbrücke einen Dachraum zur Moschee hinzugemietet und zu einem behaglichen Gebetsraum für die Frauen ausgebaut. Auch ein eigener Platz für die rituelle Gebetswaschung (Wudu) und ein WC ist vorhanden.
Der Raum kann in Absprache mit Imam Abdulkerim für Veranstaltungen, Familienfeiern und dergleichen benutzt werden. Tische und Bänke sind vorhanden, eine Küche ebenfalls. Neben der bosnischen Moschee in Emmenbrücke und der türkischen Nur Moschee in Ebikon gibt es nun eine dritte Moschee im Raum Luzern, in der auch Frauen ihre Gebete verrichten können.
Nov 14 2007
In Zeitungsartikeln und in den Gemeinschaften ist in letzter Zeit häufig die Rede von einer geplanten grossen Moschee im Zentrum Luzerns. Dies ist ein erfreulicher Schritt in die richtige Richtung, der sowohl für die Muslime als auch den Staat und die Gesellschaft viel Positives bewirken kann.

Islamisches Zentrum in den USA
Ich habe bei Bruder Yusuf Sabadia, dem Präsidenten der Islamischen Gemeinde Luzern (IGL) und Initiator des Projekts, nachgefragt.
“Der Aufbau eines gemeinsamen islamischen Zentrums ist ein wichtiges Ziel der Islamischen Gemeinde Luzern (IGL). Dieses Zentrum soll Muslimen jeglicher Herkunft offenstehen. Zukünftige Generationen können durch dieses Zentrum von einem besseren religiösen, kulturellen und sozialen Leben profitieren. Durch ein gemeinsames Zentrum könnten Brücken gebaut werden zwischen den verschiedenen religiösen Gemeinschaften Luzerns.
Während der letzten paar Jahre gab es Ideen und Diskussionen innerhalb der islamischen Gemeinschaft um ein solches gemeinsames Zentrum aufzubauen. Zur Zeit formiert sich breitere Unterstützung für diese Idee. Doch momentan befinden wir uns bloss in einer konzeptionellen Phase. Es wird im Moment noch nichts konkretes geplant.
Falls die verschiedenen islamischen Vereine, die Behörden, die Kirchen und die Öffentlichkeit gemeinsam für ein solches Zentrum einstehen, kann dieser Traum insyaAllah wahr gemacht werden.”
(Yusuf Sabadia, IGL Präsident)
Nov 13 2007
Der Mensch braucht Anerkennung. Wer Menschen führen muss, macht sich dies zu Nutzen. Wer Anerkennung zu geben weiss, kann Höchstleistungen aus seinen Mitarbeitern herauskitzeln, kann zusehen, wie die Mitarbeiter über sich selbst hinaus wachsen und ihre Ziele übertreffen.
Doch dieser Wunsch nach Anerkennung ist gleichfalls auch eine Schwachstelle vieler Menschen. Zum Tauhid gehört, dass wir Muslime unsere Gebete, und ganz allgemein unsere guten Taten, in aufrichtiger Absicht für Allah subhanahu wa ta’ala verrichten. Diese Aufrichtigkeit Allah subhanahu wa ta’ala gegenüber nennt man auf Arabisch Ichlas. Und zu Ichlas gehört, dass unser Herz keinen Gefallen an der Anerkennung und dem Lob der Menschen empfindet. Aber auch, dass unser Herz keinen Ärger empfindet über Kritik und Unmut der Menschen. Augendienerei - etwas zu tun, um von anderen gesehen zu werden und Anerkennung zu erhalten - ist das Gegenteil von Aufrichtigkeit gegenüber Allah subhanahu wa ta’ala. Auf Arabisch nennt man die Augendienerei Ria’.
Was können wir gegen Augendienerei tun? Die Augendienerei entsteht aus dem Lob und der Anerkennung der Menschen. Und genau dort müssen wir den Hebel ansetzen, wenn wir uns gegen die Augendienerei schützen wollen. Wenn wir die Menschen als blosse Instrumente Allahs betrachten, durch die Er al-Qadar umsetzt, so werden wir unempfindlich gegenüber dem Lob und der Anerkennung der Menschen.
Der Prophet, sallallahu alaihi wa sallam, sagte zu Abdullah ibn Abbas: “Mein Junge! Ich lehre dich einige Worte: Bewahre Allah, so wird Er dich bewahren. Bewahre Allah, dann wirst du Ihn bei dir finden. Wenn du irgend jemanden bittest, dann bitte Allah. Wenn du Hilfe suchst, dann suche Hilfe bei Allah. Und wisse, dass wenn die gesamte Gemeinde beschliesst, dir in einer Sache zu nutzen, sie dir nur in etwas nutzt, das Allah schon für dich niedergeschrieben hat, und dass sie, wenn sie beschliesst, dir in einer Sache zu schaden, dir nur in etwas schadet, das Allah schon für dich niedergeschrieben hat. Die Schreibfedern sind abgesetzt, und die Tinte ist getrocknet.”
(Sahih nach at-Tirmidhi)
Solange wir uns der Bedeutung dieses Hadithes nicht bewusst werden, solange wir denken die Menschen hätten irgendwelche Macht, können wir die Augendienerei nicht überwinden.
Lieber Bruder Ali, du weisst, der Mensch, den Allah am schlimmsten bestrafen wird, ist jemand, der den Menschen als grosser islamischer Gelehrter bekannt ist. Allah bestraft ihn, weil er sein tiefes Wissen nur erlernte, um von den Menschen als grosser Scheich Anerkennung zu erhalten.
Ya Allah, bewahre uns vor der Augendienerei und mach uns aufrichtig Dir gegenüber!
Nov 12 2007
Der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, hat gesagt:
“Macht einander Geschenke, denn ein Geschenk entfernt den Ärger aus der Brust.”
(at-Tirmidhi)
Nov 11 2007
Der Aargauer SVP Nationalratskandidat Andreas Glarner - er wurde nicht gewählt - hat letzten Herbst mit rassistischen Plakaten um Wählerstimmen gekämpft. Drei Privatpersonen verklagten den Hasspolitiker wegen Rassendiskrimiminierung. Das Verfahren wurde nun eingestellt.
Hasspolitiker Glarner habe mit seinen Plakaten die muslimische Religion weder herabgesetzt noch diskriminiert, argumentierte die Staatsanwaltschaft und stellte das Verfahren ein.
Das Plakat auf der Website des Hasspolitikers
Dass dieses Strafverfahren eingestellt wurde ist bedenklich. Die Antirassismus-Strafnorm schützt Muslime offenbar nicht. Mit der Einstellung dieses Strafverfahrens wird noch schärferen SVP-Hetzkampagnen die Tür geöffnet. Wir Muslime fragen uns: Was kommt als nächstes?
Nov 10 2007
Viele Menschen achten diejenigen, die mehr besitzen als sie selbst, und schätzen diejenigen gering, die weniger besitzen als sie selbst. Letztlich ist es doch völlig egal wieviel man besitzt. Besitz kann sowohl ein Segen als auch eine schwere Prüfung sein. Viel wichtiger als Besitz sind andere Geschenke, die Allah dir macht: dein Wissen, dein Iman, dein Gebet, dein Fasten, dein Dhikr, dein Vertrauen auf Allah, deine schönen Charakterzüge, deine positive Entwicklung - und in letzter Konsequenz die Glückseligkeit im Jenseits.
Einer der Namen Allahs ist as-Samad, der absolut Unabhängige, von dem alles abhängt. Doch obwohl Seine Diener zu jeder Zeit auf Allah angewiesen sind, zeigt sich kaum jemand Allah gegenüber dankbar. Sinngemäss sagt Allah im Qur’an:
“Wahrlich, Allah ist Gnadenvoll gegen die Menschen, jedoch die meisten von ihnen sind nicht dankbar.”
(Qur’an 10:60)
“Wahrlich, Wir haben euch auf der Erde Macht verliehen und euch darin die Mittel zum Unterhalt bereitet. Wie wenig seid ihr dankbar! “
(Qur’an 7:10)
Nov 09 2007
Heute habe ich das Freitagsgebet hinter Petrit Alimi in der neuen albanischen Moschee an der Baselstrasse verrichtet. Bruder Abdussalam hat mich herzlich begrüsst in der neuen Moschee, Allah belohne ihn dafür. Zwei Sachen sind mir aufgefallen.
Inneneinrichtung
Die Inneneinrichtung ist hochwertig, sauber und es wird nicht geraucht.
Gebetsrichtung eindeutig markiert
Die Gebetsrichtung ist am Boden mit Bändern markiert, die Quer durch den ganzen Raum gespannt wurden. Dies ist in vielen orientalischen Moscheen üblich. Die Bänder zeigen nicht nur die Gebetsrichtung an, sondern eigenen sich hervorragend, um daran die Reihen der Betenden auszurichten. Die neue albanische Moschee ist die einzige Moschee im Raum Luzern, deren Wände nicht genau nach Mekka ausgerichtet sind. Die Gebetsrichtung verläuft diagonal, wie auf dem Foto gut sichtbar.
Man sieht auf dem Bild die Bänder, an denen sich die Reihen der Gläubigen ausrichten, deutlich am Boden. Vorbildlich.
Es mag sein, dass in allen anderen Moscheen der Raum genau Richtung Mekka ausgerichtet ist. Doch mich plagen seit einiger Zeit Zweifel. Weil ich nun in allen 6 Moscheen meine Gebete verrichte, möchte ich dies gerne einmal nachprüfen, um meine Zweifel auszuräumen.
Nov 08 2007
Abu Hamid al-Ghazali schreibt in einem langen Brief, den er einem seiner Schüler auf eine Frage hin gesendet hat:
“Es vergeht für den Diener Allahs kein Tag und keine Nacht, ohne dass die Möglichkeit besteht, dass sein Tod ihn darin ereilt.”
Dieser Satz rüttelt mich hellwach. Lieber Bruder, liebe Schwester, denk an diesen Satz, bevor du dein nächstes Gebet verrichtest. Verrichte dein Gebet, als sei es dein letztes Gebet. So hat es uns Prophet Muhammad empfohlen, Sallallahu Alaihi wa Sallam.
Nov 06 2007
Manchmal sagen wir, wenn jemand uns bittet für ihn eine Du’a zu sprechen: “InsyaAllah! InsyaAllah!”, und gehen weiter. Wie oft hast du es danach vergessen, für deinen Bruder die Du’a zu sprechen, um die er dich geben hat? Wenn dich jemand um deine Du’a bittet, sprich die Du’a doch gleich an Ort und Stelle.

Muslim in der westchinesischen Xinjang Provinz
Nov 05 2007
Der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, hat sinngemäss gesagt:
“Bei dem, in dessen Hand meine Seele ist, der Knecht Allahs glaubt nicht wirklich, bis er für seinen Bruder wünscht, was er für sich selbst wünscht.”
(Sahih nach Buchari und Muslim)
Lieber Bruder, Liebe Schwester, lass uns diese Woche etwas versuchen. Wann immer wir diese Woche einen Muslim sehen, sprechen wir eine Du’a für ihn und bitten Allah all unsere Wünsche, die wir selbst an Allah haben, diesem Bruder oder dieser Schwester zu erfüllen. Wenn wir also zum Beispiel Allah oft darum bitten, am Tag des Gerichts im Schatten Seines Thrones stehen zu dürfen, so bitten wir Allah in der Du’a, die wir für unseren Bruder, unsere Schwester sprechen, Er möge unseren Bruder oder unsere Schwester im Schatten Seines Thrones stehen lassen.
Wenn wir eine Du’a sprechen, sollen wir unsere Handflächen nach oben halten. In der kalten Jahreszeit kann man auf der Strasse völlig unbemerkt eine Du’a sprechen. Man steckt die Hände einfach in die Manteltaschen und hält die Handflächen nach oben.
In einem Hadithbuch, ich erinnere mich nicht mehr in welchem, habe ich einmal gelesen, dass wenn man eine Du’a für seinen Bruder oder seine Schwester spricht, die Engel sagen: “Und mit dir fangen wir an!”
Nov 03 2007
Der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, hat sinngemäss gesagt: “Wer zur Rechtleitung ruft, dem wird der gleiche Lohn zuteil wie jenen, die ihm folgen. Dies vermindert ihren Lohn um nichts. Wer zum Fehlgehen ruft, der lädt sich die gleiche Sünde auf wie jene, die ihm folgen. Dies vermindert ihre Sünden um nichts.”
(Sahih nach Muslim)
Nov 02 2007
Lob und Preis gleich der Zahl der Sterne des Himmels, der Tropfen des Regens, der Blätter der Bäume, der Sandkörner der Wüste, der Atome der Erde und des Himmels sei dem einzigen Gott, der da ist herrlich und gewaltig, gross und erhaben, ruhmvoll und voll Glanz, dessen vollkommene Herrlichkeit kein Geschöpf begreifen und dessen wahres Wesen niemand erkennen kann, es sei denn Er selbst.
Seine Wunderwerke zu betrachten und zu bedenken auf was und auf wem ihr Sein beruht, bedeutet mit Notwendigkeit zu erkennen, dass alle Dinge Spuren Seiner Macht, Lichtstrahlen Seines Wissens, wundersame Zeugnisse Seiner Weisheit, Abglanz Seiner Schönheit sind, dass alles von Ihm und durch Ihn ist, ja dass Er selbst alles ist. Nichts ausser Ihm hat wirkliches Sein, das Sein aller Dinge indes ist nur der Abglanz vom Lichte Seines Seins.
(Zainuddin Muhammad Abu Hamid al-Ghazali 1058-1111)
Nov 01 2007
In den katholischen Kantonen der Schweiz haben wir heute frei. Allerheiligen. Welche Bedeutung hat dieser Feiertag?
In der Nacht zum ersten November feierten die Helvetier, die keltischen Ureinwohner der Schweiz, das Totenfest. Die Kelten glaubten an ein Leben nach dem Tod. Beim keltischen Totenfest ging es darum, die Geister der Toten zu besänftigen, damit sie den Lebenden keinen Schaden anrichten.

Stonehenge
Nach der Christianisierung der Schweiz hat es die Kirche nicht geschafft, dieses im Volk tief verwurzelte Fest auszurotten. Die Kirche bemühte sich dann, dem Totenfest wenigstens einen christlichen Anstrich zu geben. Das in die christliche Kirche integrierte keltische Totenfest heisst seither Allerheiligen.Wir geniessen diesen Feiertag und gehen mit Freunden und deren Kinder spazieren. Aischa, Malika, Omar und Feris, da rottet sich eine Bande zusammen!