Archive for January, 2010

Jan 28 2010

Nicht die Armut fürchte ich für euch

Published by Rachid under Hadith

Der Prophet, Sallallahu alaihi wa sallam, hat sinngemäss gesagt:

“Bei Allah, nicht die Armut fürchte ich für euch, sondern ich fürchte für euch, dass sich die Freuden des Diesseits euch ebenso darbieten, wie sie sich jenen darboten, die vor euch waren. Ihr werdet um sie wetteifern, ebenso wie jene vor euch um sie wetteiferten. Das wird euch zugrunde richten, ebenso wie es jene zugrunde gerichtet hat.”

(Sahih nach Buchari und Muslim)

Schaut, was in der Welt um uns passiert. Die Gier nach dem Diesseits ist so krass geworden, es ist richtig abstossend.

No responses yet

Jan 27 2010

Patenschaft für Waisenkinder

Published by Rachid under Menschen, Hadith, Islam

Der Prophet, sallallahu alaihi wa sallam, hat sinngemäss gesagt:

“Diejenigen, die sich um die Versorgung von Witwen und Waisen kümmern, sind wie diejenigen die auf dem Wege Allahs Dschihad machen, tagsüber fasten und die Nacht im Gebet verbringen.”

(Sahih nach al-Buchari)

Jeder von uns Schweizern hat genug Geld zum Leben. Wie sagte doch der Seewirt in Genf zu Asterix und Obelix, als sie sich unter Schweizern vor den Römern versteckten? “Macht einen satten und zufriedenen Eindruck.” 

Nicht überall machen die Leute einen so satten und zufriedenen Eindruck wie in der Schweiz. Vor allem Waisenkinder in armen Ländern haben es im Diesseits nicht so gut wie wir Schweizer. Islamic Relief, eine ursprünglich von englischen Muslimen gegründete Hilfsorganisation, inzwischen aber fast weltweit tätig, organisiert Patenschaften für Waisenkinder. Man kann wünschen in welchem Land man eine Patenschaft übernehmen möchte. Zur Auswahl stehen folgende Länder:

  • Äthiopien
  • Bangladesch
  • Indien
  • Jemen
  • Mali
  • Somalia
  • Südafrika
  • Sudan
  • Tschetschenien
  • Albanien
  • Indonesien
  • Irak
  • Kenia
  • Niger
  • Pakistan
  • Bosnien
  • Jordanien
  • Kosovo
  • Palästina

Man bezahlt pro Monat einen bescheidenen Betrag, welcher für den Lebensunterhalt, die Schulbildung und die medizinische Versorgung eines Waisenkindes verwendet wird. Über das Waisenkind und seine Lebensumstände erhält man ein Dossier. Auf Wunsch ist es auch möglich mit dem Waisenkind in Kontakt zu treten z.B. über einen Briefwechsel. Mehr Informationen zur Patenschaft gibt es hier. Das Anmeldeformular ist hier.

Willst Du wie diejenigen sein, die sich auf dem Weg Allahs befinden, tagsüber fasten und die Nacht im Gebet verbringen? Dann übernimm eine Patenschaft.

Wie war das doch? Wer einem Muslim eine Erschwernis abnimmt, dem nimmt Allah am Tag des Gerichts seine Erschwernis ab? Worauf wartest Du noch.

One response so far

Jan 26 2010

2h am Flughafen Zürich

Published by Rachid under Menschen, Iman, Islam

Vor einiger Zeit hat ein Freund aus dem Ausland für 2 Tage in der Nähe von Zürich gearbeitet. Nennen wir ihn Abdulwakil, denn seinen richtigen Namen will ich hier nicht nennen. Nach getaner Arbeit hatte Abdulwakil 2 Stunden Freizeit bis zum Rückflug. Er hat mich angerufen, worüber ich mich sehr gefreut habe, und mich gefragt, ob wir uns treffen können. Ich habe alles stehen und liegen lassen und bin zum Flughafen gerattert. Dort haben wir uns im Café vor dem Zoll wie immer gut unterhalten. Die Zeit verging viel zu schnell. Als wir uns verabschiedet haben, sagte Abdulwakil bevor er durch den Zoll ging, er habe mich einfach anrufen müssen, obwohl wir nur kurz miteinander sprechen konnten. Abdulwakil fasste diese 2h Freizeit als ein Test von Allah auf. Er sagte sich: “Wenn ich diese 2h verplempere und Rachid nicht anrufe, muss ich dies vor Allah verantworten.”

Ich war ganz baff. Mir wurde bewusst wie klein ich im Vergleich zu Abdulwakil bin. Wieviel solche kleine Tests sich uns doch im Alltag stellen. Ganz leise, feine Klänge, überdeckt vom Getöse des Alltags. Wir nehmen sie kaum war. Was Abdulwakil mir da sagte, war wie eine Ohrfeige, die wachrüttelt. Hoffentlich schlafe ich nicht gleich wieder ein.

No responses yet

Jan 24 2010

Die Reue

Published by Rachid under Hadith

Der Prophet, Sallallahu alaihi wa sallam, hat sinngemäss gesagt:

“Allah ist mehr über die Reue eines Seiner Knechte erfreut als einer von euch, der plötzlich sein Kamel findet, das er in der Wüste verloren hatte.”

(Sahih nach Buchari, Muslim und Anas Ibn Malik)

No responses yet

Jan 21 2010

Neues Layout

Published by Rachid under Islam

Wir haben nun keine Werbung mehr. Das Layout ist einfacher, klarer, und ich finde man kann den Text besser lesen. Das Bild zeigt den Eingang zu einer alten Zawiya irgendwo in der lybischen Wüste. Ich hoffe, es gefällt euch.

3 responses so far

Jan 18 2010

100 Millionen für Haiti

Published by Rachid under Politik

Die USA haben 100 Millionen Dollar Hilfe für Haiti versprochen. Die Besetzung des Iraks kostet die USA 400 Millionen Dollar pro Tag. 400 Millionen Pro Tag! Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die USA die 100 Millionen Dollar für Haiti aus dem PR-Kässali bezahlen. Wenn die USA und ihr “Yes, we can”-Präsident Barak Obama wirklich an “Change” interessiert wären, sollten sie mal bei diesem Missverhältnis mit “Change” anfangen. Die USA sind unglaubwürdig. Der Zauber des ersten schwarzen US-Präsidenten ist nach einem Jahr Amtszeit verflogen. Habt ihr etwas anderes erwartet?

  

No responses yet

Jan 17 2010

“Mit islamischen Grüssen”

Published by Rachid under Vereine, Hadith

Briefe oder E-Mails von Muslimen an Muslime enthalten manchmal Formeln wie “Mit Du’as verbleibend” oder “Mit islamischen Grüssen”. Warum sagt ihr nicht einfach “As-Salamu Alaykum”?

Ein Mann fragte den Propheten, Sallallahu alaihi wa sallam: “Was vom Islam ist am besten?” Der Prophet, Sallallahu alaihi wa sallam antwortete sinngemäss: “Nahrung zu geben und Salam zu dem zu sagen, den du kennst, und zu dem, den du nicht kennst.”

(Sahih nach Buchari und Muslim)

2 responses so far

Jan 12 2010

Sich in der Moschee versammeln und lernen

Published by Rachid under Moschee, Hadith, Islam

Unser Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, hat sinngemäss gesagt:

“Nie versammeln sich Leute in einem der Häuser Allahs, tragen das Buch Allahs vor und studieren es miteinander ohne dass Allahs friedvolle Gegenwart auf sie herabkommt, die Barmherzigkeit sie bedeckt, die Engel sie umgeben und Allah sie denen gegenüber nennt, die bei Ihm sind.”

(Sahih nach Muslim)

No responses yet

Jan 11 2010

Weise Worte von Muhammad Ibn ul-Habib

Published by Rachid under Islam

Auf der Website von Abu Bakr Rieger habe ich einen sehr schönen Text vom grossen Gelehrten Muhammad Ibn al-Habib (Rahmatullahi alaih) gefunden, der mich sehr berührt hat. Ich möchte dir hier einen Auszug wiedergeben:

Befreie das Selbst vom eigenen Handeln und dies wird dir Erleuchtung bringen.

Hüte dich vor der Angst um deine Versorgung, denn dies ist die Verantwortung des Schöpfers.

Die höchsten und lobenswertesten Eigenschaften sind in diesen beiden guten Handlungen enthalten: Denke das Beste über Allah und dann denke das Beste über Seine Sklaven.

Halte dich an diese beiden (Grundsätze) und vermeide es, eigensinnig zu sein.

Der unmittelbarste Weg zu Allah ist der regelmäßige Dhikr von Allahs Namen.

Denn es ist der Erhabene und Höchste Name, der, genaugenommen, größer ist, als alle anderen bekannten Namen.

Wendest du dich dem Dhikr des Schöpfers zu, so befreie das Herz vollständig von jeder Andersheit.

Betrachte die Geheimnisse des Allwissenden und sei aufmerksam! Vermeide eitles Gerede darüber. Hör auf damit.

Vielmehr solltest du nach deiner falschen Handlung um Vergebung bitten in aufrichtigem Flehen und Bedauern.

Wende dich Ihm zu und begreife, dass jede Handlung, mit der du Ihm gehorchst, tatsächlich ein Geschenk ist, das Er dir gab.

Preise Ihn, ganz gleich ob es gut geht oder schlecht, denn Er ist der Handelnde in jeder Angelegenheit.

Ich mag diesen Text so sehr, dass ich ihn auf einen kleinen Zettel gedruckt und in meinen Filofax geheftet habe. So kann ich ihn immer mal wieder lesen und über diese weisen Worte nachdenken.

15 responses so far

Jan 08 2010

Am Markt erfolgreich…

Published by Rachid under Islam

“Am Markt erfolgreich ist derjenige mit dem grössten Ego (Nafs), im Jenseits erfolgreich ist derjenige mit dem kleinsten Ego.”

(Scheich Nuh Keller, sinngemäss)

No responses yet

Jan 07 2010

Wer ist mittellos?

Published by Rachid under Hadith

Muhammad, Sallallau alaihi wa sallam, hat sinngemäss gesagt:

“Wisst ihr, wer wirklich mittellos ist?”

Jemand sagte:

“Bei uns gilt als mittellos, wer weder einen Dirham noch einen anderen Unterhalt hat.”

Muhammad (sas) sagte sinngemäss:

“In meiner Gemeinschaft ist derjenige mittellos, der am Tag der Auferstehung mit seinem Gebet, seinem Fasten und seiner Zakat kommt, und dabei hat er jemanden verleumdet und einen anderen fälschlich beschuldigt, er hat jemandes Besitz ohne Recht aufgebraucht, er hat jemandes Blut vergossen und hat jemanden geschlagen. Dann wird diesem und jenem von seinen guten Taten gegeben werden, und wenn seine guten Taten aufgebraucht sind, bevor beglichen ist, was er dem anderen schuldet, dann wird von ihren Übeltaten genommen und ihm aufgelastet, und er wird ins Höllenfeuer geworfen.”

(Überliefert von Abu Huraira, Sahih nach Muslim)

No responses yet

Jan 06 2010

Interview mit A. Reidegeld: Einflüsterung

Allah, subhanahu wa ta’ala, sagt im Qur’an sinngemäss:

Sag: “Ich suche Schutz beim Herrn der Menschen, beim Herrscher über die Menschen, bei der Gottheit der Menschen vor dem Bösen des sich versteckenden Einflüsterers - der in den Brüsten der Menschen einflüstert - von den Dschinn und den Menschen.”

(Qur’an 114:1-6)

In der Surat an-Nas warnt uns Allah, subhahahu wa ta’ala, vor den Einflüsterungen Scheytans. Bruder Ahmad Abdurrahman Reidegeld, der Autor des Standardwerks Handbuch Islam, gibt uns im Gespräch Hinweise wie wir die Einflüsterung Scheytans erkennen und abwehren können.

Abdurrahman Reidegeld während eines Besuchs in der Innerschweiz

Rachid: Was muss man sich unter Einflüsterungen genau vorstellen?

Abdurrahman Reidegeld: Die Einflüsterung des Schaytan (verflucht sei er) geschieht auf besondere Weise: der Betreffende kann nur mit viel Erfahrung feststellen, dass die Gedanken, die ihm da kommen, NICHT von seiner eigenen Seelenwelt her stammen. Tatsächlich scheint es dem Menschen, dem da eingeflüstert wird, dass er selbst diese Gedanken gefasst habe. Besonders wenn jemand charakterlich und in seiner Persönlichkeit nicht gefestigt ist, neigt er dazu, auch diese Einflüsterung als SEIN EIGENES zu nehmen.In Wirklichkeit aber gibt es Indizien (Anzeichen), wenn es eine konkrete Einflüsterung ist. Besonders wenn man Streit anfängt, ohne dass es zu erwarten wäre, ungeduldig ist usw., UND ZUGLEICH man das Gefühl nicht los wird, dass eine sonst ungewohnte Heftigkeit von einem Besitz nimmt, dann ist das ein SICHERES Zeichen.Andererseits ist es so, dass es bestimmte EINFALSTORE für den Einfluss des Schaytan gibt, durch die er direkten Einfluss nehmen kann auf Denken und sogar Persönlichkeit eines betroffenen Menschen.

Rachid: Einfallstore? Meinst du damit bestimmte individuelle Schwächen, die wir haben?

Abdurrahman Reidegeld: Diese Einfallstore sind zunächst nicht individuell: sie bestehen als solche bei jedem Menschen, nur sind sie grundsätzlich verschlossen. Die wichtigsten werden ausgelöst durch die vier großen Überschreitungen des Maßes:

  • sehr heftiger Zorn
  • übergroße Freude
  • sehr tiefe Trauer
  • sehr starke Unachtsamkeit

In diesen Momenten sind diese vier Einfallstore für Dschinn- und Teufelwesen geöffnet, es kann zu direkter Einflüsterung oder sogar körperlicher Beeinflussung des Betroffenen kommen.Aus diesem Grunde ist es (mit starker Belegkraft durch Qur’an und Hadith) in allen islamischen Ortstraditionen üblich, Schutzformeln zu sprechen, mit denen man Zuflucht bei Allah (t) sucht.Entscheidend ist - wie die Gelehrten feststellen -, dass einer der Namen Allahs (t) in diesem Moment des “Außer-Sich-Seins” gesprochen oder gedacht oder rezitiert wird: wenn das geschieht, ist das jeweilige Einfallstor geschlossen.

Rachid: Wie nutzt Scheytan diese Schwächen aus?

Abdurrahman Reidegeld: Das geschieht ganz einfach: diese Zustände müssen entweder hervorgerufen oder - wenn bereits ansatzweise gegeben - ausgenutzt und erweitert werden. Das geschieht, indem etwa jemand, der leicht erzürnt ist, durch ein Familienmitglied gereizt, beleidigt, herausgefordert wird. So wird dieses Tor in der Regel DURCH EINFLUSS EINES ANDEREN geöffnet, der wiederum nur INSTRUMENT ist.Die Gelehrten und Wissenden unterscheiden mehrere Stufen dieser Zugänglichkeit. Ist ein Mensch in einem Zustand der Unausgewogenheit, weil er sich niedrigen Begierden und nichtigen Deingen widmet,. Die Ibadat vernachlässigt, Unrecht ausübt usw., sind diese Tore ohnehin nicht wirklich geschlossen, es genügt einem jeden Teufelwesen eine einfache Einflüsterung.Ist ein Mensch aber gefestigter, gehen die üblen Kräfte den Weg des direkten Angriffs: die Gefühle, die diese vier Tore öffnen, sollen erzeugt werden durch Bilder, durch Vorspiegelungen, manchmal durch Träume oder Tagträume besonderer Art.Ist das nicht möglich, greifen die Teufelwesen zu dem nächst-übleren Weg: sie beeinflussen Menschen in der direkten Umgebung der Zielperson, vorzugsweise Familienmitglieder, Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen, Vorgesetzte, usw.

Rachid: Wie geht Scheitan da vor?

Abdurrahman Reidegeld: Diesen wird etwas eingeflüstert, um Neid, Hass, Missgunst, hämischer Spott usw. hervorzubringen, aber mit dem Zweck, eben die Zielperson so aus dem Gleichgewicht zu bringen, dass eines (oder mehrere) dieser Tore geöffnet werden.Andererseits gibt es Momente, in denen niemand vor diesen seelischen Ausnahmezuständen gefeit ist; der einzige wirksame Schutz besteht in der Gewohnheit, schützende Du’as und als Schutz dienende Ayat zu rezitieren.

Rachid: Warum Gewohnheit?

Abdurrahman Reidegeld: Eine Gewohnheit wird zum festen Handlungsbestandteil eines geübten Menschen. In der Ausnahmesituation selbst ist der Mensch außerstande, reaktionsschnell und passend das Richtige zu finden, wenn esihm nicht schon durch Übung UND Gewohnheit “in Fleisch und Blut” übergegangen ist. Vergleichbar ist das mit einem erfahrenen Autofahrer, der sich nicht alle Verkehrszeichen und -umstände bewusst macht, sondern aus dem Unterbewusstsein heraus fahren kann (Stichwort: er fährt die Strecke im Schlaf, einschließlich aller Ampeln und Umleitungen usw.).

Rachid: Bei welcher Gelegenheit soll man welche Du’as und Ayat rezitieren?

Abdurrahman Reidegeld: Hierzu gibt es eine ganze Reihe von Überlieferungen des Propheten (saws), die Sahih bzw. akzeptabel sind, sowie Erfahrungswerte vieler Gelehrter.Sehr wichtig ist das Du’a an den Grenzen von Tag und Nacht, zuerst nach Maghrib, aber auch vor Sonnenaufgang (Schurûq). Hier ist sicher überliefert, jeweils 3 mal (bzw. 5 mal oder 7 mal) hintereinander die drei letzten Suren al-Ikhlâs, al-Falaq, an-Nâs zu rezitieren, und dieser Rezitation ein Du’a folgen zu lassen, in dem man Allah (t) um Schutz vor allem Übel und Bösen und Schaden bittet, was einem gemäß Qadr und Qadâ’ zustoßen kann. In diesem Du’a sollten mehrere Elemente vorhanden sein, die allgemein auch beim Du’a empfohlen sind: Zuerst das Istighfâr (um Vergebung bitten), dann al-Hamd (Lobpreisung Allahs), Segen für den Propheten (Salawât a la-n-nabîy) und die Formel “innaka alâ kulli schai’in qadîr” (Wahrlich, Du vermagst alles zu tun / bist aller Dinge mächtig). Der Abschluss sollte mit Segen für en Propheten (saws) und der Hauqala-Formel geschehen (wa-lâ haula wa-lâ quwwata illâ bi-llâhi-l-alîyyi-l-azîm).Diese Du’as und andere zeitgebundene Du’as beziehen ihre Wirkkraft aus der Besonderheit des Zeitpunktes; der Prophet (saws) betont in etlichen Hadîthen, dass nicht jede Zeit gleich jeder anderen Zeit sei, bzw. dass manche Zeiten derart sind, dass in ihnen ein Du’a besonders gut akzeptiert wird. Berühmt ist die Überlieferungh bezüglich des Du’as nach dem Freitagsgebet, nach den Asr des Freitages, nach der Erfüllung eines Gelöbnisses, nach der vollständigen Rezitation des Qur’an.Hier schließen sich schon inhaltlich diejenigen Du’a-Anlässe an, die weniger zeitgebunden, als anlassgebunden sind.Insbesondere zu Einflüsterungen wird die Rezitation der Sure an-Nâs empfohlen, zum Schutz die Ayat al Kursî, usw. Weniger bekannt ist, dass auch Du’as zu diesen Anlässen überliefert sind, die man auch im Anschluss an Ayat (wie die oben genannten) sprechen kann.Sehr wichtig ist die Nennung der jeweils passenden Namen Allahs (t), entsprechend der qur’anischen Aufforderung, Ihn (t) doch bei seinen Namen zu nennen, gerade auch im Du’a. Jeder Name steht auch für einen besonderen Aspekt Allahs, einer besonderen Eigenschaft, und im Du’a sollte der genannte Gottesname der Ausrichtung des Du’a entsprechen - ansonsten ist ein innerer Fehler (Khalal) im Du’a und schwächt die Auswirkung des Du’a.So sei zu diesem Punkt auch erwähnt, dass man zunächst die Du’a-Arten unterteilen sollte: wer sich nicht klar macht, welcher Art sein Du’a ist, kann logischerweise auch den dazu passenden Gottesnamen nicht wählen.Zum Aspekt des Schutzes passt etwa der Name Allahs (t) : Hafîz, zum Wissenserwerb der Gottesname `Alîm, usw.Die häufigsten Aspekte des Du’a sind sicherlich das Bedürfnis nach Schutz vor Übel, Wunsch nach Gesundheit, Streben nach Wissen, Bitte um Aufhebung einer schwierigen Lage im Leben.

Rachid: Lieber Bruder Abdurrahman, ich danke dir für das Gespräch.

2 responses so far

Jan 05 2010

Neues Halal-Restaurant in Kriens

Published by Rachid under Halal Essen

Vor einigen Wochen hat an der Luzernerstrasse 82 (Haltestelle Kupferhammer) in Kriens die Crêperie Sarah eröffnet. Alles Halal, und sehr, sehr fein. Endlich mal nicht immer das übliche Pizza-Kebab. Demnächst auch mit Spielecken für Kinder.

Sarah_Logo

Menu
Es gibt gesalzene und süsse Crêpes in allen Variationen. Mein persönlicher Favorit: Crêpe mit Rindssteak, Kräuterbutter, Spinat und Spiegelei (CHF 11.-). Die Menukarte kann hier heruntergeladen werden. Alle Speisen sind Halal. Das Fleisch wird ausschliesslich in der Halal Metzgerei in Kriens gekauft. Der Koch hat viele Jahre in Genf in einer Crêperie gearbeitet und arbeitet sehr sauber. Der Renner ist auch der typisch nordafrikanische Grüntee mit frischer Minze.

Internet Zugang
Die Crêperie Sarah bietet Internet Zugang. Fünf Notebooks stehen den Gästen zur Verfügung. 1h = CHF 5.

Öffnungszeiten
Montag - Samstag: 11:30 - 21:30
Sonntag: 12:00 - 19:00
Telefon: 041 310 44 77

No responses yet

Jan 03 2010

Worte des Propheten Muhammad (sas)

Published by Rachid under Hadith

Der Prophet, Sallallahu alaihi wa sallam, hat sinngemäss gesagt: “Wenn jemand stirbt, fragen die Engel: ‘Was hat er vorausgeschickt an guten Taten?’ während die Menschen fragen: ‘Was hat er hinterlassen?’”

(Überliefert von Abu Huraira in Baihaqi)

Eine Einführung in die Hadithwissenschaft findest Du hier.

No responses yet

Jan 03 2010

Der Detroit-Attentäter

Published by Rachid under Islam

Vor kurzem versuchte ein Attentäter ein Flugzeug zu sprengen. Gottseidank misslang das Attentat. Der verblendete Detroit-Attentäter scheint sich auf eine wahhabitische Interpretation des Islams zu berufen. Der Attentäter nahm in kauf, dass er  bei seiner Tat sterben würde. Die klassischen Gelehrten des Islams, welche den Islam in den letzten 1400 Jahren geprägt haben, stufen Selbstmord als haram ein (für Muslime verboten). Zu den klassischen Gelehrten zähle ich die Begründer der heute verbreiteten vier sunnitischen Rechtsschulen, Abu Hanifa, Ahmad Ibn Hanbal, Imam Malik und Imam asch-Schafi’i. Während 1400 Jahren war allgemein bekannt, dass Selbstmord haram ist und die jenseitige Strafe dafür Dschahannam. Warum soll nun Selbstmord nach 1400 Jahren plötzlich halal werden? Wahhabitische Prediger - ich vermeide hier die Bezeichnung “Gelehrte” - welche den Standpunkt vertreten, Selbstmord sei halal, sind kategorisch abzulehnen.

Dass das wahllose Töten von Zivilisten haram ist, sollte sich von selbst verstehen. Wer etwas anderes behauptet, soll sich fragen, ob er wirklich den Grad eines Mutschtahid-Gelehrten erreicht hat und daher zur selbstständigen Urteilsfindung fähig ist, oder ob er sich nicht besser an die klassischen Rechtschulen halten sollte. Es gibt heute weltweit weniger als 100 Gelehrte mit dem Mutschtahid Status. Wie war doch das? Wer etwas verbietet, was Allah halal gemacht hat, oder wer etwas erlaubt, was Allah haram gemacht hat… Seid vorsichtig, dies ist eine Frage von Dschahannam oder Dschannat.

No responses yet