Jan 03 2010

Der Detroit-Attentäter

Published by Rachid at 8:41 am under Islam

Vor kurzem versuchte ein Attentäter ein Flugzeug zu sprengen. Gottseidank misslang das Attentat. Der verblendete Detroit-Attentäter scheint sich auf eine wahhabitische Interpretation des Islams zu berufen. Der Attentäter nahm in kauf, dass er  bei seiner Tat sterben würde. Die klassischen Gelehrten des Islams, welche den Islam in den letzten 1400 Jahren geprägt haben, stufen Selbstmord als haram ein (für Muslime verboten). Zu den klassischen Gelehrten zähle ich die Begründer der heute verbreiteten vier sunnitischen Rechtsschulen, Abu Hanifa, Ahmad Ibn Hanbal, Imam Malik und Imam asch-Schafi’i. Während 1400 Jahren war allgemein bekannt, dass Selbstmord haram ist und die jenseitige Strafe dafür Dschahannam. Warum soll nun Selbstmord nach 1400 Jahren plötzlich halal werden? Wahhabitische Prediger - ich vermeide hier die Bezeichnung “Gelehrte” - welche den Standpunkt vertreten, Selbstmord sei halal, sind kategorisch abzulehnen.

Dass das wahllose Töten von Zivilisten haram ist, sollte sich von selbst verstehen. Wer etwas anderes behauptet, soll sich fragen, ob er wirklich den Grad eines Mutschtahid-Gelehrten erreicht hat und daher zur selbstständigen Urteilsfindung fähig ist, oder ob er sich nicht besser an die klassischen Rechtschulen halten sollte. Es gibt heute weltweit weniger als 100 Gelehrte mit dem Mutschtahid Status. Wie war doch das? Wer etwas verbietet, was Allah halal gemacht hat, oder wer etwas erlaubt, was Allah haram gemacht hat… Seid vorsichtig, dies ist eine Frage von Dschahannam oder Dschannat.

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