Thema 'Einkaufen und Halal'

Jul 29 2010

Ramadan Kalender mit Süssigkeiten für Kinder

Published by Admin under Einkaufen und Halal

Bald beginnt der Fastenmonat Ramadan. Manche Kinder fasten ganz oder teilweise mit den Erwachsenen mit. Als Belohnung für das Fasten, oder auch das gute Benehmen, kann man den Kindern in den Schubladen dieses Ramadan Kalenders für jeden Tag etwas Süsses oder ein Geschenkli verstecken.

Ramadan Kalender von al-Waha

Die Vorfreude auf Eid ul-Fitri, das Fest am Ende des Fastenmonats Ramadan, wächst mit diesem Kalender jeden Tag. Der Kalender kann beim Kinderbuchverlag al-Waha für CHF 21.- bestellt werden.

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May 16 2010

Gebetsteppich für die Handtasche

Published by Rachid under Einkaufen und Halal

Jahrelang habe ich einen Gebetsteppich im Rucksack umher getragen. Es war kein grosser Gebetsteppich, nur ein mit Batik bedrucktes dickeres Tuch aus Indonesien. Ein Gebetsteppich für die Reise. Trotzdem benötigte der Gebetsteppich und der Kompass spürbar Platz im Rucksack. Diesen Frühling habe ich den indonesischen Gebetsteppich durch einen französischen “Tapis de prière de poche” ersetzt. Ein Taschengebetsteppich.

Zohra.ch

Der Gebetsteppich ist aus einem sehr leichten und klein verpackbaren synthetischen Tuch. In die Ecken - und dies ist patentiert - sind kleine Gewichte eingenäht. Dadurch lässt sich der Gebetsteppich trotz seinem geringen Gewicht gut ausbreiten. Und er wird vom Wind auch nicht weg geblasen, wenn man draussen betet. In den Packbeutel ist ein Kompass eingearbeitet, eine Tabelle liegt bei.Der Taschengebetsteppich ist eine sehr gute Sache zum Beispiel für

  • Schüler / Studenten
  • Consultants
  • Reisende
  • Wanderer
  • Motorradfahrer :-)

Den Teppich gibts bei Zohra.ch für CHF 9.80

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Mar 19 2010

Das Geschirr der Christen

Published by Rachid under Einkaufen und Halal

Abu Thalaba überlieferte folgenden Hadith, Sahih nach al-Buchari. Abu Thalaba sagte:

“Rasulullah, wir leben im Land der Schriftbesitzer (Christen und Juden), können wir aus ihrem Geschirr essen? Und wir leben in einem Jagdgebiet, in dem ich mit meinem Bogen und meinem agberichteten und meinem nicht abgerichteten Hund auf Jagd gehe. Was ist für mich halal?”

Der Prophet, Sallallahu alaihi wa sallam, antwortete sinngemäss:

“Was das Volk der Schrift betrifft, wenn ihr anderes Geschirr findet, esst nicht daraus, und wenn ihr nichts anderes findet, wascht es und esst daraus. Und was Du mit deinem Bogen gejagt und worüber du den Namen Allahs gesprochen hast, das iss. Und was Du mit deinem abgerichteten Hund gejagt hast, das iss. Und was du mit deinem nicht abgerichteten Hund gejagt hast und schlachten konntest, das iss.”

(Sahih nach al-Buchari)

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Feb 08 2010

Mohrenkopf

Published by Rachid under Einkaufen und Halal

Bei uns im Büro bringt jemand ab und zu eine Schachtel Dubler Mohrenköpf vorbei. Ich bin immer davon ausgegangen, dass die weisse Füllung Gelatine enthält. Dies ist nicht so, wenigstens bei den weit verbreiteten Dubler Mohrenköpfen nicht. Gemäss Hersteller sind in dem seit Generationen unveränderten Produkt folgende Zutaten enthalten:

Zuckerschaum (63,5%), Schokolade (34%), Waffel (2,5%)

Zutaten Zuckerschaum:
Zucker (45%), Glucosesirup, Wasser, Hühnereiweisspulver, Feuchthaltemittel: Sorbitsirup, Geliermittel: Agar-Agar, Stabilisator: Monokaliumtartrat

Zutaten Schokolade:     
Zucker, Kakaomasse, Kakaobutter, Emulgator: Sojalecithin
Kakaobestandteile in Schokolade: mindestens 55%

Zutaten Waffel:
Weizenmehl, Pflanzenöl, Weizenkleber, Backtriebmittel: E500 (Natriumkarbonat, siehe auch: www.halal.ch), Emulgator: Sojalecithin       

www.Mohrenkopf.com

Achtung: Die Mohrenköpfe sind nicht Halal Zertifiziert.

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Jan 27 2010

Patenschaft für Waisenkinder

Published by Rachid under Einkaufen und Halal

Der Prophet, sallallahu alaihi wa sallam, hat sinngemäss gesagt:

“Diejenigen, die sich um die Versorgung von Witwen und Waisen kümmern, sind wie diejenigen die auf dem Wege Allahs Dschihad machen, tagsüber fasten und die Nacht im Gebet verbringen.”

(Sahih nach al-Buchari)

Jeder von uns Schweizern hat genug Geld zum Leben. Wie sagte doch der Seewirt in Genf zu Asterix und Obelix, als sie sich unter Schweizern vor den Römern versteckten? “Macht einen satten und zufriedenen Eindruck.” 

Nicht überall machen die Leute einen so satten und zufriedenen Eindruck wie in der Schweiz. Vor allem Waisenkinder in armen Ländern haben es im Diesseits nicht so gut wie wir Schweizer. Islamic Relief, eine ursprünglich von englischen Muslimen gegründete Hilfsorganisation, inzwischen aber fast weltweit tätig, organisiert Patenschaften für Waisenkinder. Man kann wünschen in welchem Land man eine Patenschaft übernehmen möchte. Zur Auswahl stehen folgende Länder:

  • Äthiopien
  • Bangladesch
  • Indien
  • Jemen
  • Mali
  • Somalia
  • Südafrika
  • Sudan
  • Tschetschenien
  • Albanien
  • Indonesien
  • Irak
  • Kenia
  • Niger
  • Pakistan
  • Bosnien
  • Jordanien
  • Kosovo
  • Palästina

Man bezahlt pro Monat einen bescheidenen Betrag, welcher für den Lebensunterhalt, die Schulbildung und die medizinische Versorgung eines Waisenkindes verwendet wird. Über das Waisenkind und seine Lebensumstände erhält man ein Dossier. Auf Wunsch ist es auch möglich mit dem Waisenkind in Kontakt zu treten z.B. über einen Briefwechsel. Mehr Informationen zur Patenschaft gibt es hier. Das Anmeldeformular ist hier.

Willst Du wie diejenigen sein, die sich auf dem Weg Allahs befinden, tagsüber fasten und die Nacht im Gebet verbringen? Dann übernimm eine Patenschaft.

Wie war das doch? Wer einem Muslim eine Erschwernis abnimmt, dem nimmt Allah am Tag des Gerichts seine Erschwernis ab? Worauf wartest Du noch.

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Mar 10 2009

Die besten Misbahas der Welt

Published by Rachid under Einkaufen und Halal

UNS Fine Crafts stellt die wahrscheinlich besten Misbahas der Welt her. Für die rein handwerkliche Verarbeitung werden nur die auserlesensten Materialien verwendet. Die Misbahas können hier bestellt werden.

Modell “Rosewood Master”

Video über die handwerkliche Misbaha Herstellung bei UNS Fine Crafts.

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Mar 08 2009

Islamische Mode in Top Qualität

Published by Rachid under Einkaufen und Halal

Shukr.so.uk bietet islamische Mode in sehr guter Verarbeitungsqualität. Bestellt wird über Internet, geliefert wird erstaunlich günstig und schnell.

Hijab “Infinity Wrap”, £9.95

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Jun 03 2008

Burqini Badeanzüge

Published by Rachid under Einkaufen und Halal

Immer wieder fordern Politiker, dass muslimische Mädchen gezwungen werden sollen, am Schwimmunterricht teilzunehmen. Nun geraten muslimische Mädchen, die sich den Regeln ihrer Religion entsprechend kleiden, in ein Spannungsfeld. Welchen Sinn macht es, wenn sie ihren Körper verhüllen , wenn sie sich während dem Schwimmunterricht unverhüllt zeigen?

Die Burqini Badeanzüge aus Australien sind eine Möglichkeit, dieses Spannungsfeld zu lösen.

Das HiTech Material der Burqini Badeanzüge sorgt dafür, dass der Badeanzug die Figur nicht betont, selbst wenn man aus dem Wasser steigt. Verkauft werden die Burqini Badeanzüge in der Schweiz von Zohra.ch. Sie sind in diversen Ausführungen, Farben und Grössen erhältlich.

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Dec 13 2007

Schlachtabfälle in Twix und Mars

Published by Rachid under Einkaufen und Halal

Die Welt Online hat in einem Artikel geschrieben, Masterfoods würde ihren Produkten Mars, Twix, Milky Way, Maltesers etc, Schlachtabfälle beimengen. Ich stelle mir da gleich einen verschwitzten Engländer mit dreckiger Metzgerschürze und Gummistiefeln vor, der ekligste Schweineabfälle in die Schokolade kippt. Einfach weil Schweineabfälle billiger sind als Kakaobutter.

Im Originalartikel auf der BBC Website geht’s aber eigentlich darum, dass Masterfoods tierisches Lab verwendet um Molke herzustellen. Das machen die allermeisten Käser hierzulande auch. Die einzigen mir bekannten Käsesorten, die aus künstlichem Lab hergestellt werden, sind der Galbani Mozzarella, der Kaschval Käse und der Sbrinz und Gruyère der Käserei Hof in Buochs. Die Gelehrten sind sich uneins, ob Käse halal ist oder nicht. Ich persönlich halte mich an die Meinung derjenigen Gelehrten, die Käse essen.

Masterfoods hat nach Vegetarier-Protesten die Produktion wieder umgestellt. Mars, Twix und Milky Way sind nun wieder vegetarisch. Irgendwie bleibt aber ein Misstrauen. Das sind doch Barbaren, wenn es ums Essen geht. Auf der anderen Seite aber ist Fish and Chips eins meiner Lieblinsgerichte. Vor allem wenn meine Frau es zubereitet.

Apropos Schweineabfall, Blocher wurde heute abgewählt!

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Dec 09 2007

Jugoslawischer Laden viel günstiger als Migros

Published by Rachid under Einkaufen und Halal

Manchmal kaufen wir im jugoslawischen Laden an der Baselstrasse in Luzern ein. Es ist unglaublich, was man in diesem Laden für sein Geld erhält. Wir haben so viel Gemüse und Früchte gekauft, dass der Kofferraum unseres Mobility-Fiats fast voll war - 30 Franken.

Schweizer Kartoffeln kosten 80 Rappen das Kilo. Bei Migros kostet das Kilo mindestens CHF 2.15. Eine grosse Schale Trauben, wahrscheinlich auch ein Kilo, kostet CHF 1.70. Schöne Äpfel kosten CHF 1.50 das Kilo. Der Renner scheinen aber die riesigen Chabisköpfe für CHF 1.95 zu sein. Neben Gemüse und Früchte hat der Laden das übliche Balkansortiment: Geissenkäse, Trockenfleisch (halal?), Ayvar und andere Konserven, Wolldecken, Teekrüge und Kitsch.

In diesem Laden einzukaufen lohnt sich also durchaus. Da kann weder Migros noch Denner mithalten.

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Oct 30 2007

Kundenservice bei Bäckerei Bachmann

Published by Rachid under Einkaufen und Halal

Im Emmen Center habe ich bei der Bäckerei Bachmann für meine Familie vier Gipfeli und ein Rustico Paillasse Bauernmutschli gekauft. Die Verkäuferin fragte mich:

“Haben sie mich nicht einmal nach den Zutaten unserer Produkte gefragt? Haben ihnen die Informationen geholfen?”

 Ja, tatsächlich habe ich vor vielen Jahren in der Bachmann-Filiale im Bahnhof Luzern nachgefragt, welche Fette in den Produkten enthalten sind. Die Verkäuferin, die inzwischen in der Filiale Emmen Center arbeitet, hat sich an mich erinnert. Sie hat mir damals eine umfangreiche Liste mitgegeben, auf der die Zutaten sämtlicher Produkte aufgeführt waren. Diese Informationen haben mir tatsächlich sehr geholfen, denn manche Bäckereien benutzen für einige Produkte Schweinefett. Ich konnte anhand der Liste überprüfen, welche Produkte für uns unbedenklich sind. So enthalten zum Beispiel die Schoggibrötli bei Bachmann ausschliesslich Butter, während die Schoggi-Maisbrötli bei Macchi Schweinefett enthalten.

Schöggibrötli enthalten bei Bachmann kein Schweinefett

Die Verkäuferin hat mir dann einen Touchscreen gezeigt, der seit kurzem in jeder Filiale steht. Über diesen Touchscreen können die Kunden Informationen zu sämtlichen Produkten abrufen. Diese ausführlichen Produktinformationen bietet die Bäckerei auch auf ihrer Website an.

Diese Verkäuferin ist der Aufsteller des Tages.

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Aug 21 2007

Interview mit Schwester Laura

Published by Rachid under Einkaufen und Halal

Schwester Laura (25), eine Schweizer Muslimin aus Luzern, begann diesen Sommer ihren einjährigen Sprachaufenthalt in Damaskus, der Hauptstadt Syriens.

Rachid: Liebe Schwester, du hast dich für einen einjährigen Sprachaufenthalt in Syrien entschieden, wie kam es dazu?

Laura: Nach einer längeren Beziehung zu einem Muslim begann ich mich für den Islam zu interessieren. Ich informierte mich über diese Religion, las viele Bücher, besuchte den Islam Unterricht in der Moschee und lernte das Gebet. Im Juni 2006 konvertierte ich schliesslich zum Islam. Allhamdulillah! Weil ich in der Schweiz Vollzeit arbeitete, genügte mir nicht, was ich in meiner Freizeit lernte. Ich wollte meine ganze Zeit nutzen, um Hocharabisch, über Islam und Qur’an zu lernen. So entschied ich mich, in ein arabischsprechendes Land zu reisen, in dem die Leute den Islam vorbildlich praktizieren.

Rachid: Du wurdest also nicht von deinem damaligen Freund gebeten Muslimin zu werden, sondern hast dich selbst dazu entschieden?

Laura: Das ist richtig. Ich habe den Islam nicht für einen Mann angenommen, sondern aus eigener Überzeugung. Als ich genug über den Islam wusste, gab es für mich keinen Grund um zu warten.

Rachid: Was hat dich am Islam so sehr fasziniert, dass du Muslimin geworden bist?

Laura: Als ich zum ersten Mal die Moschee besuchte, war ich vom würdevollen Gebet äusserst fasziniert. Ich machte die Bewegungen mit und war den Tränen nahe. Mit der Zeit lernte ich den Islam mit seinen unzähligen positiven Seiten kennen. Zudem fand ich viele neue Freunde, überall Unterstützung, offene Ohren und Türen. Alles, was ich mir schwierig vorgestellt hatte – z.B. das Gebet auf Arabisch zu lernen und fünf Mal am Tag zu beten – war machbar, nur eine Frage der Einstellung und des Willens.

Rachid: Stichwort Gebet. Spürst du eine innerliche Veränderung seit du Muslimin geworden bist und die täglichen Gebete verrichtest?

Laura: Seit ich täglich bete, spüre ich eine innere Ruhe und Reinheit im Herzen. Ich brauche einen Sinn in meinem Leben und habe mit dem Islam ein neues Ziel gefunden. Ich bin dankbarer geworden und erkenne die bedeutenden Werte im Leben – materielle Dinge sind für mich weniger wichtig geworden. Das Aussprechen von Dua’s gibt mir ein Gefühl von Erleichterung und Hoffnung. Was ich vorher als „schlecht“ empfunden habe, sehe ich heute mit anderen Augen. Wenn etwas nicht klappt, wie ich es will oder mir vorgestellt habe, erkenne ich später meistens die Gründe dafür. Nicht zuletzt fühle mich auch äusserlich viel sauberer, weil ich mich mehrmals täglich wasche.

Rachid: Wie reagierte dein Umfeld auf deine neue Religion?

Laura: Muslimische Freunde, die ich durch den Islam kennen gelernt habe, freuten sich natürlich riesig und weinten sogar teilweise. Meine Familie war nicht begeistert. Meine Mutter empfindet das Kopftuch als Unterdrückung der Frau. Ich habe eine sehr liebe Familie. Auch wenn ich Muslimin geworden bin, wird meine Familie immer zu mir stehen – denn ich bleibe ihre Tochter / Schwester. Die Beziehung ist sogar noch intensiver geworden und meine Mutter sorgt sich besonders um mich. Meine Familie drängt mich nie, bei ihnen Fleisch zu essen und meistens kocht meine Mutter etwas Spezielles für mich. Wenn ich zu Besuch bin, kann ich in einem Zimmer beten. Bei der Arbeit fragten mich die Leute, weil ich mitten im Sommer plötzlich immer lange Kleidung trug. Sie haben es akzeptiert, aber nicht verstanden – das Kopftuch trug ich nicht. Mein damaliger Chef interessierte sich für den Islam und gelegentlich diskutierten wir über meine neue Religion. Bei meinem Abschiedsapéro schenkte ich nur Fruchtsäfte aus, kein Alkohol. Meine Freunde konnten mir nicht nachfühlen. Obwohl ich eine neue Religion habe, werde ich weiterhin mit ihnen befreundet bleiben. Ich habe immer erzählt, dass ich Muslimin geworden bin und habe mich dabei nie geschämt, sondern im Gegenteil: ich bin froh darüber. Alhamdulillah! Die meisten nicht-muslimischen Freunde und meine Verwandtschaft haben mich nie
mit dem Kopftuch gesehen.

Rachid: Nun wollen wir dich aber noch ein bisschen in Syrien besuchen. Wie sieht dein typischer Tag in Damaskus aus?

Laura: Morgens stehen wir (ich und die Frau, bei der ich wohne) um 05:00 für das Morgengebet auf. Nach dem Gebet liege ich meistens noch 1 Stunde im Bett. Dann dusche ich und frühstücke ausgiebig. Um 07:30 verlasse ich das Haus. Um 08:00 beginnt die Schule im Institut Abu Al Nur, das zur Moschee gehört. 8:00 bis 09:00 Uhr haben wir Qur’an Unterricht, 09:00 bis 10:30 Arabisch und nach 30-minütiger Pause folgt Grammatik Unterricht bis 12:30. Nach der Schule gehe ich einkaufen und fahre mit dem Bus zur Wohnung zurück. Nach dem Mittagsgebet koche ich etwas und am Nachmittag benutze ich meist den Computer, beantworte E-Mails und erledige meine Hausaufgaben, die täglich 1 bis 2 Stunden beanspruchen. Um 16:30 mache ich mich auf den Weg zur Moschee Bechir, die auf dem Weg zu meiner Privatlehrerin liegt und bete dort das Nachmittagsgebet. Diesen Weg lege ich zu Fuss zurück. Von 17:00 bis 19:00 habe ich Privatunterricht. Immer gibt es auch etwas zu essen: Früchte oder syrische Spezialitäten. Anschliessend spaziere ich zurück zur Wohnung und gehe unterwegs meistens noch einkaufen. Die meisten Lebensmittel sind in Damaskus äusserst günstig. Cornflackes sind mindestens so teuer wie in der Schweiz, habe ich die Erfahrung gemacht. Die Frau bei der ich wohne ist abends meistens zu Hause. Gemeinsam sitzen wir vor dem Fernseher und sprechen ein wenig. Manchmal kommt Besuch, ihre Schwester mit den Kindern oder eine Kollegin. Oft lerne ich nochmals für die Schule. Das Abend- und Nachtgebet verrichte ich zu hause, danach gehe ich um 22:30 schlafen.

Wochenende ist in Damaskus am Freitag und Samstag. Freitags vor dem Mittag besuche ich die Predigt eines Scheichs in der Moschee Abu Al Nur und Samstag morgens Qur’an Unterricht in der Moschee Mushab. Meistens treffe ich mich am Wochenende mit Kolleginnen um auswärts essen zu gehen oder zu lernen.

Auf dem Bazar habe ich neue Kleider gekauft, die dünn und sehr angenehm zum Tragen sind bei den heissen Temperaturen hier. Auf der Strasse bin ich kaum von einer syrischen Frau zu unterscheiden.

Rachid: Du nützt deine Zeit also gut aus um zu lernen. Und du scheinst dich in Damaskus zu bewegen wie ein Fisch im Wasser. Ist das als Europäische Frau alleine in einem arabischen Land kein Problem? Hast du noch nie eine schwierige Situation erlebt?

Laura: Europäische Frauen können prima alleine nach Damaskus reisen. Es gilt aber ein paar Grundregeln zu beachten, weil es sich um ein islamisches Land handelt. Ich kann mich auf der Strasse frei bewegen, wie es die syrischen Frauen auch tun. Belästigungen halten sich wirklich im Rahmen. Seit ich mich anziehe wie eine Syrierin, habe ich damit praktisch gar keine Probleme mehr. Oft werde ich im Gespräch gefragt, ob ich verheiratet bin und die meisten sind ganz erstaunt, dass ich alleine hier bin. Die einzige Schwierigkeit ist die Verständigung auf Arabisch, nicht dass ich als Frau alleine in Damaskus bin.

Die Leute hier sind sehr gastfreundlich und hilfsbereit, insbesondere wenn sie wissen, dass ich eine Touristin bin. Einmal suchte ich ein Gebäude und fragte einen Mann nach dem Weg. Er schickte einen Jungen mit mir, der mich nach 20-minütigem Fussmarsch dorthin brachte. Als ich das 1. Mal alleine mit dem Bus zur Moschee Abu Al Nur gefahren bin, habe ich mich nicht auf die Strasse geachtet und bin tatsächlich zu weit gefahren. Als mir dies bewusst wurde, stieg ich aus und fragte einen Mann, wo die Moschee sei. Mit dem Bus brachte er mich zur Moschee und bezahlte sogar die Busfahrt. Dies sind nur zwei Beispiele!

Ich habe meinen Aufenthalt via eine Agentur gebucht. Die Agentur half mir überall: Registrierung in der Schule, Wohnungssuche, Aufenthaltsverlängerung, etc. Für die Aufenthaltsverlängerung musste ich selber vor den Schalter im Immigrationsbüro, wo ein richtiges Chaos herrscht. Ich wusste nicht, wie die Formulare hiessen und zeigte einfach darauf. Der Mann am Schalter fragte mich auf Arabisch, was ich brauchte, lachte nur und wollte mir die Formulare erst nicht geben. Schwierige Situationen enden meistens lustig. Wenn ich ein Wort auf Arabisch nicht weiss, komme ich meistens mit Erklären oder Finger darauf zeigen weiter. Ich habe auch immer ein kleines Wörterbuch bei mir und im Notfall hilft manchmal Englisch weiter.

Rachid: Ja, das syrische “Immigration Office”, das war schon immer abenteuerlich. Welche Vorkenntnise sind für den Besuch des Arabischkurses des Abu Nur Instituts notwendig?

Laura: Grundsätzlich sind keine Vorkenntnisse notwendig. Wenn die Buchung über eine Agentur erfolgt, erhält man überall Unterstützung. Ich empfehle aber sehr, sich zuvor in der Schweiz Arabisch Grundkenntnisse anzueignen. Der Unterricht im Institut Abu Al Nur wird ausschliesslich in Arabisch erteilt und geht sehr schnell vorwärts! Für guten Lernerfolg ist es vorteilhaft, zusätzlich Privatunterricht zu belegen. In der Schweiz lernte ich fast 3 Semester Arabisch und habe hier nochmals von vorne begonnen. Das Mezze Institut geht in einem langsameren Tempo vorwärts, habe ich gehört. Nach Bedarf kann eine Gastfamilie und Privatlehrer gefunden werden, die Englisch sprechen.

Rachid: Was kostet so ein Sprachjahr in Syrien in etwa? Und wo finden Interessenten weitere Infos?

Laura: Der Flug nach Damaskus kann auf einem Schweizer Reisebüro gebucht werden. Ich würde CHF 1500 rechnen, weil es auf die Saison ankommt und je nachdem Umbuchungskosten vor Ort zu bezahlen sind. Ich kann die Agentur Arabesk für die Buchung der Schule und Unterkunft sehr empfehlen. Sie hilft auch für die Buchung des Flugs und gibt Informationen für das Visum ab: www.arabeskstudiesindamascus.com

Unterkunft ohne Essen: ca. 190 Euro / Monat, Unterkunft mit Essen: ca. 250 Euro / Monat, Institut Abu Al Nur: ca. 770 Euro (6 Kurse à 2 Monate, 60h pro Monat). Abu Al Nur bietet zudem kostenlosen Qur’an Unterricht an und ist deshalb besonders für Muslime zu empfehlen. Die Universität in Damaskus und das Mezze Institut bieten ebenfalls Arabisch Kurse an, sind aber ein bisschen teurer. Bei Bedarf kann zusätzlich Privatunterricht besucht werden, z.B. 40h pro Monat für ca. Euro 340.

Im Preis von Arabesk inbegriffen sind Abholung am Flughafen, die ersten drei Nächte Unterkunft im Hotel, Registrierungen, Übersetzungen, Aufenthaltsbewilligungen und vieles mehr. Individuell können auch Ausflüge nach Bosra, Palmyra, Krak des Chevaliers, Aleppo, Jordanien und Libanon gebucht werden. Im weiteren organisiert Arabesk auf Wunsch den Besuch des traditionellen Hamams (Bad), City Tour, Kochkurse, Kurse in Kaligraphie, Umra und Hajj in Mekka, etc. Ein Jahr Aufenthalt kann bereits ab CHF 7’500 gebucht werden. Es ist mit zusätzlichen Auslagen zu rechnen, z.B. Kauf von Kleidern, Ausflüge, etc. Arabesk schickt bei Interesse gerne eine individuelle Offerte, die Aufenthaltsdauer kann natürlich beliebig verkürzt werden (Korrespondenz in Englisch oder Französisch). Für weitere Auskünfte und Tipps stehe ich ebenfalls zur Verfügung.

Rachid: Wenn du nun mit etwas Abstand an die Schweiz denkst, welchen Wunsch hättest du als Schweizer Muslimin an die Schweizer?

Laura: Ich wünsche mir mehr Verständnis der Schweizer für die Muslime und dass sie weniger Vorurteile haben, sondern den wahren Islam mit seinen unzähligen positiven Seiten kennen lernen. Denn der Islam ist wunderschön und ich hoffe, dass sich viele Schweizer zum Islam bekehren werden. Die Medien hinterlassen meistens negative Eindrücke. Von uns Muslimen erwarte ich, dass wir den Islam vorbildlich leben und so mithelfen, überall viele gute Eindrücke zu hinterlassen. Besonders wichtig ist, dass Traditionen in islamischen Ländern – die teilweise wirklich „schlecht“ sind – nicht als die Religion angesehen werden. Weiter bedeutet das Kopftuch nicht Unterdrückung der Frau, wie die Meinung in vielen Köpfen herrscht. In der Schweiz habe ich als Muslimin die einzig wirkliche Schwierigkeit mit dem Tragen eines Kopftuchs. Es ist umso schwieriger, weil meine Familie und Verwandtschaft nichtmuslimisch ist. Ich wünsche mir mehr Arbeitgeber, die den Islam respektieren und das Kopftuch erlauben. Religionsfreiheit herrscht bereits in der Schweiz und ein friedliches miteinander – und nicht gegeneinander – Leben der verschiedenen Religionen ist doch am Schönsten. Damaskus ist ein gutes Vorbild: nebst den vielen Moscheen gibt es hier auch viele Kirchen.

Rachid: Dies ist nicht nur ein Wunsch, sondern ein ganzer Katalog von Wünschen. Was bietest du als Schweizer Muslimin der Gesellschaft an?

Laura: Egal in welchem Land ich lebe: ich muss die dort geltenden Gesetze einhalten und die Lebensweise der Gesellschaft respektieren. Die Schweiz ist kein Islamisches Land und das muss mir als erstes bewusst sein! Ich muss mich dem Leben in der Schweiz anpassen. Anpassen bedeutet aber nicht, dass ich meine Religion nicht leben kann. Als konvertierte Muslimin habe ich automatisch regelmässigen Kontakt mit anderen Religionen – das beginnt schon bei meiner Familie. Ich bin ein gutes Vorbild, das Freundschaft über die Religion hinaus geht. Nicht ich alleine, sondern wir Muslime alle zusammen haben der Gesellschaft durch vorbildliches Leben des Islams viel Positives als Gegenleistung zu bieten. Es gibt keine andere Religion, in der bereits die Begrüssung „Friede sei mit Euch“ („As salamu aleikum“) lautet. Also ein Zeichen von friedlichem Zusammenleben. Durch Praktizieren des Islams helfen wir die Gesellschaft in unzähligen Punkten zu verbessern. Hier nur ein paar Beispiele: keine unehelichen Kinder, keine Alkoholiker, keine Gewalt; dafür umso mehr: Hilfsbereitschaft, Gastfreundschaft, Dankbarkeit, Familienzusammenhalt, usw.

Rachid: Liebe Schwester Laura, ich danke dir vielmals für das Gespräch und wünsche dir noch einen schönen Aufenthalt in Damaskus.

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Jul 27 2007

Der perfekte Cappuccino

Published by Rachid under Einkaufen und Halal

Vor dem Freitagsgebet habe ich in Lugano einen Kaffee getrunken und ein bisschen gelesen. Schau mal diesen Monster-Cappuccino an, der mir da serviert wurde.

Als ich diesen Cappuccino trinken wollte, hatte ich Schaum auf der Stirn :-) ich musste ihn erst etwas auslöffeln wie einen Coup. Falls du auch ein Kaffetrinker bist, läuft dir nicht gleich das Wasser im Mund zusammen? Das sind Ferien!

Der Imam hat heute eine Predigt über Kindererziehung gehalten. Ein Satz ist mir geblieben. Sinngemäss hat er gesagt: “Die wirklichen Waisen sind diejenigen, die einen Vater haben, der immer beschäftigt ist, und eine Mutter, die immer beschäftigt ist.” Wie wahr. Die Luganesi haben einen sehr guten Imam. Ich freue mich auf das nächste Freitagsgebet. Leider wird es für mich insyaAllah das letzte in Lugano sein, denn danach fahren wir zurück nach Luzern.

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Jul 27 2007

Ausflug auf den Monte San Salvatore

Published by Rachid under Einkaufen und Halal

Gestern war ich mit Opa und den Kindern auf dem Monte San Salvatore bei Lugano. In Paradiso, einem Vorort von Lugano, haben wir das Bähnli genommen, das seit bald 120 Jahren auf den Monte San Salvatore fährt.

Oben auf dem Berg genossen wir die unglaubliche Aussicht über den Luganersee. Erst haben wir einen Kaffee getrunken, danach sind wir zur Kapelle auf dem Gipfel gewandert. Von der Terrasse auf dem Dach der Kapelle ist die Aussicht atemberaubend. Die Fotos geben dies nicht annähernd wieder.

Der Blick vom Kapellendach nach Lugano ist schön. Aber der Blick auf die andere Seite, runter über die senkrechte Felswand auf die Bahngleise und den See, dam muss man sich festhalten, sonst wird es einem schwindlig.

Etwas unterhalb des Gipfels gibt es ein kleines Museum der “Bruderschaft vom guten Tod und Gebet”. Die Kapelle und das Häuschen, in dem sich das kleine Museum befindet, gehören der Bruderschaft.

In vergangenen Zeiten haben diese Mönche die zum Tode verurteilten auf dem Weg zum Schafott begleitet. Früher, so erfährt man im Museum, stand dieses Häuschen armen Leuten und Wanderern offen. Im Museum werden Dokumente aus vergangenen Jahrhunderten, Handschriften, Bilder und Kelche gezeigt. Die Kelche fand ich etwas weniger interessant als die Handschriften und Bilder.

Eine Möchskutte mit der typischen Kaputze mit zwei Löchern für die Augen, die von den Mönchen der Bruderschaft getragen wird.

Nach dem Picknick bin ich zu Fuss den Salvatore hinuntergewandert, während Opa und die Kinder noch etwas auf den Spielplatz gegangen sind.

Unterwegs kam ich immer wieder an schönen Aussichtspunkten vorbei.

Eine Stunde später war ich in Paradiso, bin dann am See entlang nach Lugano spaziert, wo ich mit Opa und den Kindern abgemacht hatte.

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Jul 20 2007

Tagesausflug nach Gandria

Published by Rachid under Einkaufen und Halal

Kürzlich haben Aischa und Omar einen Tag nur mit Papi verbracht. Nach dem Frühstück sind wir mit dem Postauto nach Lugano gefahren und sind dort ins nächste Schiff gestiegen. Es fuhr nach Gandria. Dort angekommen haben wir das malerische Dörfchen angeschaut. Danach haben in einem schönen Restaurant mit Seeterrasse drei Tomaten Mozzarella Salate gegessen. Wieder in Lugano haben wir das Dhohr Gebet in der Moschee verrichtet, in der Stadt Glace gegessen und sind dann mit dem Postauto zurück ins Dorf gefahren. Nachdem wir uns etwas ausgeruht haben sind wir dem Bach entlang nach Ponte Capriasca spaziert, haben uns noch etwas auf dem Spielplatz ausgetobt, sind wieder den Bach entlang zurückspaziert und waren genau aufs Nachtessen wieder zuhause.

Das Restaurant Rocca Bella in Gandria

Gandria

Das war für die Kinder und mich ein sehr schöner Tag. So stelle ich mir Ferien vor. Nur meine Frau Bella hat mir gefehlt, die im Moment in Asien unterwegs ist.

Und morgen fahren wir in aller Früh ins Verzasca Tal. Dort besichtigen wir neben der Natur auch die Staumauer. Vielleicht reicht die Zeit auch noch für einen kleinen Abstecher nach Ascona.

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Jul 18 2007

Deutschschweizer im Tessin

Published by Rachid under Einkaufen und Halal

Als wir heute im Parco San Grato oberhalb Carona beim Kinderspielplatz ankamen, hat mein kleiner Sohn Omar geschlafen. Ich habe im Auto bei ihm gewartet bis er aufwachte. Die Türen waren offen und ich habe gelesen. Währenddessen sind andere Autos zugefahren und weggefahren, fast alles Deutschschweizer und Deutsche. Ganz angestrengt locker haben sie mich mit “buongiorno” gegrüsst. Vielleicht weil ich in einem Auto mit Tessiner Nummernschild sass. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass wohl die Mehrheit der Leute, die man in der Umgebung von Lugano trifft, Deutschschweizer sind. Und in gewissen Tessinerdörfchen ist die Mehrheit der Einwohner bestimmt ebenfalls aus der Deutschschweiz. Inzwischen sage ich erst “Grüezi” und erst danach gegebenenfalls “buongiorno”, ist weniger peinlich als andersrum.

Von unserem Dörfchen habe ich inzwischen auch ein paar Fotos gemgacht.

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