Thema 'Gebet/Dua/Dhikr'

Mar 05 2010

Das Gebet in der Nacht

Published by Rachid under Gebet/Dua/Dhikr

Der Prophet, Sallallahu alaihi wa sallam, hat sinngemäss gesagt:

“Am Tag der Auferstehung werden die Menschen auf einer Anhöhe versammelt werden. Jemand wird rufen: ‘Wo sind jene, die sich regelmässig nachts von ihren Betten erhoben um das Tahadschud Gebet zu verrichten?’ Sie  werden antworten: ‘Es sind nur wenige.’ Sie werden das Paradies betreten, ohne dass sie für ihre Verfehlungen Rechenschaft ablegen müssen. Dann wird den übrigen Menschen befohlen, Rechenschaft abzulegen.”

(Sahih nach Baihaqi)

Wenn wir nur nicht so faul wären, könnten wir auch zu denen gehören. Es wäre doch nur ein kleiner Schritt, dahin zu gelangen: Wecker stellen. Warum machen wir es nicht? Und wenn wir den Wecker doch mal stellen, warum drehen wir uns wieder um und schlafen weiter? Vergessen wir nicht: Nachdem diese Glücklichen das Paradies betreten haben, wird uns anderen befohlen, Rechenschaft abzulegen.

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Jan 06 2010

Interview mit A. Reidegeld: Einflüsterung

Published by Rachid under Gebet/Dua/Dhikr, Qur'an, Islam

Allah, subhanahu wa ta’ala, sagt im Qur’an sinngemäss:Sag: “Ich suche Schutz beim Herrn der Menschen, beim Herrscher über die Menschen, bei der Gottheit der Menschen vor dem Bösen des sich versteckenden Einflüsterers - der in den Brüsten der Menschen einflüstert - von den Dschinn und den Menschen.”

(Qur’an 114:1-6)

In der Surat an-Nas warnt uns Allah, subhahahu wa ta’ala, vor den Einflüsterungen Scheytans. Bruder Ahmad Abdurrahman Reidegeld, der Autor des Standardwerks Handbuch Islam, gibt uns im Gespräch Hinweise wie wir die Einflüsterung Scheytans erkennen und abwehren können.

Rachid: Was muss man sich unter Einflüsterungen genau vorstellen?

Abdurrahman Reidegeld: Die Einflüsterung des Schaytan (verflucht sei er) geschieht auf besondere Weise: der Betreffende kann nur mit viel Erfahrung feststellen, dass die Gedanken, die ihm da kommen, NICHT von seiner eigenen Seelenwelt her stammen. Tatsächlich scheint es dem Menschen, dem da eingeflüstert wird, dass er selbst diese Gedanken gefasst habe. Besonders wenn jemand charakterlich und in seiner Persönlichkeit nicht gefestigt ist, neigt er dazu, auch diese Einflüsterung als SEIN EIGENES zu nehmen.In Wirklichkeit aber gibt es Indizien (Anzeichen), wenn es eine konkrete Einflüsterung ist. Besonders wenn man Streit anfängt, ohne dass es zu erwarten wäre, ungeduldig ist usw., UND ZUGLEICH man das Gefühl nicht los wird, dass eine sonst ungewohnte Heftigkeit von einem Besitz nimmt, dann ist das ein SICHERES Zeichen.Andererseits ist es so, dass es bestimmte EINFALSTORE für den Einfluss des Schaytan gibt, durch die er direkten Einfluss nehmen kann auf Denken und sogar Persönlichkeit eines betroffenen Menschen.

Rachid: Einfallstore? Meinst du damit bestimmte individuelle Schwächen, die wir haben?

Abdurrahman Reidegeld: Diese Einfallstore sind zunächst nicht individuell: sie bestehen als solche bei jedem Menschen, nur sind sie grundsätzlich verschlossen. Die wichtigsten werden ausgelöst durch die vier großen Überschreitungen des Maßes:

  • sehr heftiger Zorn
  • übergroße Freude
  • sehr tiefe Trauer
  • sehr starke Unachtsamkeit

In diesen Momenten sind diese vier Einfallstore für Dschinn- und Teufelwesen geöffnet, es kann zu direkter Einflüsterung oder sogar körperlicher Beeinflussung des Betroffenen kommen.Aus diesem Grunde ist es (mit starker Belegkraft durch Qur’an und Hadith) in allen islamischen Ortstraditionen üblich, Schutzformeln zu sprechen, mit denen man Zuflucht bei Allah (t) sucht.Entscheidend ist - wie die Gelehrten feststellen -, dass einer der Namen Allahs (t) in diesem Moment des “Außer-Sich-Seins” gesprochen oder gedacht oder rezitiert wird: wenn das geschieht, ist das jeweilige Einfallstor geschlossen.

Rachid: Wie nutzt Scheytan diese Schwächen aus?

Abdurrahman Reidegeld: Das geschieht ganz einfach: diese Zustände müssen entweder hervorgerufen oder - wenn bereits ansatzweise gegeben - ausgenutzt und erweitert werden. Das geschieht, indem etwa jemand, der leicht erzürnt ist, durch ein Familienmitglied gereizt, beleidigt, herausgefordert wird. So wird dieses Tor in der Regel DURCH EINFLUSS EINES ANDEREN geöffnet, der wiederum nur INSTRUMENT ist.Die Gelehrten und Wissenden unterscheiden mehrere Stufen dieser Zugänglichkeit. Ist ein Mensch in einem Zustand der Unausgewogenheit, weil er sich niedrigen Begierden und nichtigen Deingen widmet,. Die Ibadat vernachlässigt, Unrecht ausübt usw., sind diese Tore ohnehin nicht wirklich geschlossen, es genügt einem jeden Teufelwesen eine einfache Einflüsterung.Ist ein Mensch aber gefestigter, gehen die üblen Kräfte den Weg des direkten Angriffs: die Gefühle, die diese vier Tore öffnen, sollen erzeugt werden durch Bilder, durch Vorspiegelungen, manchmal durch Träume oder Tagträume besonderer Art.Ist das nicht möglich, greifen die Teufelwesen zu dem nächst-übleren Weg: sie beeinflussen Menschen in der direkten Umgebung der Zielperson, vorzugsweise Familienmitglieder, Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen, Vorgesetzte, usw.

Rachid: Wie geht Scheitan da vor?

Abdurrahman Reidegeld: Diesen wird etwas eingeflüstert, um Neid, Hass, Missgunst, hämischer Spott usw. hervorzubringen, aber mit dem Zweck, eben die Zielperson so aus dem Gleichgewicht zu bringen, dass eines (oder mehrere) dieser Tore geöffnet werden.Andererseits gibt es Momente, in denen niemand vor diesen seelischen Ausnahmezuständen gefeit ist; der einzige wirksame Schutz besteht in der Gewohnheit, schützende Du’as und als Schutz dienende Ayat zu rezitieren.

Rachid: Warum Gewohnheit?

Abdurrahman Reidegeld: Eine Gewohnheit wird zum festen Handlungsbestandteil eines geübten Menschen. In der Ausnahmesituation selbst ist der Mensch außerstande, reaktionsschnell und passend das Richtige zu finden, wenn esihm nicht schon durch Übung UND Gewohnheit “in Fleisch und Blut” übergegangen ist. Vergleichbar ist das mit einem erfahrenen Autofahrer, der sich nicht alle Verkehrszeichen und -umstände bewusst macht, sondern aus dem Unterbewusstsein heraus fahren kann (Stichwort: er fährt die Strecke im Schlaf, einschließlich aller Ampeln und Umleitungen usw.).

Rachid: Bei welcher Gelegenheit soll man welche Du’as und Ayat rezitieren?

Abdurrahman Reidegeld: Hierzu gibt es eine ganze Reihe von Überlieferungen des Propheten (saws), die Sahih bzw. akzeptabel sind, sowie Erfahrungswerte vieler Gelehrter.

Sehr wichtig ist das Du’a an den Grenzen von Tag und Nacht, zuerst nach Maghrib, aber auch vor Sonnenaufgang (Schurûq). Hier ist sicher überliefert, jeweils 3 mal (bzw. 5 mal oder 7 mal) hintereinander die drei letzten Suren al-Ikhlâs, al-Falaq, an-Nâs zu rezitieren, und dieser Rezitation ein Du’a folgen zu lassen, in dem man Allah (t) um Schutz vor allem Übel und Bösen und Schaden bittet, was einem gemäß Qadr und Qadâ’ zustoßen kann. In diesem Du’a sollten mehrere Elemente vorhanden sein, die allgemein auch beim Du’a empfohlen sind: Zuerst das Istighfâr (um Vergebung bitten), dann al-Hamd (Lobpreisung Allahs), Segen für den Propheten (Salawât a la-n-nabîy) und die Formel “innaka alâ kulli schai’in qadîr” (Wahrlich, Du vermagst alles zu tun / bist aller Dinge mächtig). Der Abschluss sollte mit Segen für en Propheten (saws) und der Hauqala-Formel geschehen (wa-lâ haula wa-lâ quwwata illâ bi-llâhi-l-alîyyi-l-azîm).

Diese Du’as und andere zeitgebundene Du’as beziehen ihre Wirkkraft aus der Besonderheit des Zeitpunktes; der Prophet (saws) betont in etlichen Hadîthen, dass nicht jede Zeit gleich jeder anderen Zeit sei, bzw. dass manche Zeiten derart sind, dass in ihnen ein Du’a besonders gut akzeptiert wird. Berühmt ist die Überlieferungh bezüglich des Du’as nach dem Freitagsgebet, nach den Asr des Freitages, nach der Erfüllung eines Gelöbnisses, nach der vollständigen Rezitation des Qur’an.

Hier schließen sich schon inhaltlich diejenigen Du’a-Anlässe an, die weniger zeitgebunden, als anlassgebunden sind.

Insbesondere zu Einflüsterungen wird die Rezitation der Sure an-Nâs empfohlen, zum Schutz die Ayat al Kursî, usw. Weniger bekannt ist, dass auch Du’as zu diesen Anlässen überliefert sind, die man auch im Anschluss an Ayat (wie die oben genannten) sprechen kann.

Sehr wichtig ist die Nennung der jeweils passenden Namen Allahs (t), entsprechend der qur’anischen Aufforderung, Ihn (t) doch bei seinen Namen zu nennen, gerade auch im Du’a. Jeder Name steht auch für einen besonderen Aspekt Allahs, einer besonderen Eigenschaft, und im Du’a sollte der genannte Gottesname der Ausrichtung des Du’a entsprechen - ansonsten ist ein innerer Fehler (Khalal) im Du’a und schwächt die Auswirkung des Du’a.

So sei zu diesem Punkt auch erwähnt, dass man zunächst die Du’a-Arten unterteilen sollte: wer sich nicht klar macht, welcher Art sein Du’a ist, kann logischerweise auch den dazu passenden Gottesnamen nicht wählen.

Zum Aspekt des Schutzes passt etwa der Name Allahs (t) : Hafîz, zum Wissenserwerb der Gottesname `Alîm, usw.Die häufigsten Aspekte des Du’a sind sicherlich das Bedürfnis nach Schutz vor Übel, Wunsch nach Gesundheit, Streben nach Wissen, Bitte um Aufhebung einer schwierigen Lage im Leben.Rachid: Lieber Bruder Abdurrahman, ich danke dir für das Gespräch.

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Dec 03 2007

Sprich diese Du’a beim Verlassen des Hauses

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Ich finde Schwester Sarah’s Idee aus ihrem Kommentar von gestern gut, “sich diverse Aussprüche aus der Sunna anzueignen und zu verwenden”. Im Qur’an und in der Sunna des Propheten, sallallahu alaihi wa sallam, sind viele kleine Du’as enthalten, für unterschiedlichste alltägliche Situationen. Die meisten dieser Du’as sind sehr einfach auswendig zu lernen. Vor allem, weil man sie jeden Tag verwenden kann. Irgendwann gehört die Du’a einfach zum Essen dazu, genauso wie das Händewaschen oder das Brot. Warum lernen wir nicht pro Woche eine kleine Du’a auswendig und verwenden sie im Alltag? Ich versuche ab jetzt einmal pro Woche auf meinem Blog eine kurze Du’a vorzustellen. Diese Du’a hier hat der Prophet, sallallahu alaihi wa sallam, beim Verlassen des Hauses gesprochen.

Bism Illahi tawakkaltu *la llahi wa la haula wa la quwwata illa billah.

Mit dem Namen Allahs, ich vertraue auf Allah. Es gibt keine Kraft und keine Macht ausser bei Allah.

 

(Sahih nach at-Tirmidhi)

Der Prophet, sallallahu alaihi wa sallam, hat sinngemäss doch gesagt: “Jede Angelegenheit, die nicht mit Bismillah ar-Rahman ar-Rahim beginnt, ist von ihrem Segen abgeschnitten.” Also ist es doch wichtig, dass wenn wir zum Beispiel am Morgen das Haus verlassen um Arbeiten zu gehen, dies mit “Bismillah!” tun. Mit “Es gibt keine Kraft und keine Macht ausser bei Allah” rufen wir uns in Erinnerung, das alles, was uns während unserem Tag trifft, von Allah stammt. Egal ob es uns nun gut oder schlecht erscheint. Wir brauchen also niemanden ausser Allah zu fürchten. Und Allah gibt dem Mu’min nur Gutes, auch wenn der Mu’min dieses Gute manchmal nicht auf den ersten Blick erkennt.

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Nov 08 2007

Aus einem Brief al-Ghazalis

Published by Rachid under Gebet/Dua/Dhikr

Abu Hamid al-Ghazali schreibt in einem langen Brief, den er einem seiner Schüler auf eine Frage hin gesendet hat:

“Es vergeht für den Diener Allahs kein Tag und keine Nacht, ohne dass die Möglichkeit besteht, dass sein Tod ihn darin ereilt.”

Dieser Satz rüttelt mich hellwach. Lieber Bruder, liebe Schwester, denk an diesen Satz, bevor du dein nächstes Gebet verrichtest. Verrichte dein Gebet, als sei es dein letztes Gebet. So hat es uns Prophet Muhammad empfohlen, Sallallahu Alaihi wa Sallam.

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Nov 06 2007

Wenn jemand dich bittet, eine Du’a zu sprechen

Published by Rachid under Gebet/Dua/Dhikr

Manchmal sagen wir, wenn jemand uns bittet für ihn eine Du’a zu sprechen: “InsyaAllah! InsyaAllah!”, und gehen weiter. Wie oft hast du es danach vergessen, für deinen Bruder die Du’a zu sprechen, um die er dich geben hat? Wenn dich jemand um deine Du’a bittet, sprich die Du’a doch gleich an Ort und Stelle.

Muslim in der westchinesischen Xinjang Provinz

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Sep 25 2007

Innerlichkeit im Gebet

Published by Rachid under Gebet/Dua/Dhikr

“Ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden, deshalb erschuf ich die Welt.”
(nach Ibn ‘Arabi)

Der Kosmos, die Erde und wir selbst wurden erschaffen, damit wir Allah suchen, und uns - wenn wir Ihn durch Seine Gnade gefunden haben - uns in Erfurcht vor ihm nierderwerfen. Diese Niederwerfungen, unsere Gebete, sind der eigentliche Zweck unseres Daseins. Manchmal bleibt uns neben den vereinnehmenden Verpflichtungen des Diesseits nicht die Zeit, darüber nachzudenken, weshalb wir hier sind. Die Wichtigkeit des Gebets ist uns nicht immer bewusst. Wenn wir nach dem Freitagsgebet davoneilen, ohne das Sunnagebet verrichtet zu haben, müssen wir uns fragen, was können wir denn in diesen paar Minuten tun, die wir gewonnen haben, was das Sunnagebet aufwiegt, das wir verpasst haben? Und wenn wir den Grund für unser Dasein als Massstab für unsere Prioritäten anlegen, können wir nur antworten: Nichts! In diesen paar Minuten gibt es für uns auf der ganzen Welt nichts bessers zu tun, als das Sunnagebet zu verrichten. Zu einem Gebet gehören aber nicht nur die Worte und Bewegungsabläufe oder die Zeit, die wir dafür verwenden. Zu einem Gebet gehört unbedingt auch Innerlichkeit, Einkehr, Andacht. Wie bringen wir Innerlichkeit in unsere Gebete?

Die Weichen für ein intensives Gebet werden schon vor dem Beginn des eigentlichen Gebets gestellt. Innerlichkeit fängt damit an, dass wir zur richtigen Zeit mit dem Gebet beginnen. Die Haltung sollte nicht sein: “Oh! Bald bricht die Zeit des Nachmittagsgebets an, wir müssen schnell noch das Mittagsgebet verrichten!”. Die Haltung sollte viel eher sein: “Oh! Bald bricht die Zeit des Nachmittagsgebets an, bald können wir beten.”

Als Vorbereitung auf das Gebet nehmen wir die rituelle Waschung vor. Unsere Gedanken sind währenddessen bei Allah und richten sich auf die jenseitige Welt aus. Deshalb scherzen wir auch nicht miteinander, während wir die rituelle Waschung vornehmen. Zur Vorbereitung des Gebets gehört auch die Wahl angemessener Kleidung.

Wir schaffen die richtige Atmosphäre für das Gebet, in dem wir Radio/Fernsehen ausschalten und lieber zweimal nachprüfen, ob unser Natel wirklich ausgeschaltet ist. Denn sollte es klingeln, wird uns dies unweigerlich aus der Konzentration des Gebets herausreissen, uns und alle die mit uns beten. Wenn also alles bereit ist, und auch nichts in der Gebetsrichtung platziert ist, das uns ablenken kann, Bilder, Figuren, etc, dann rufen wir zum Gebet. Danach, wenn alle versammelt sind, sprechen wir die Iqomat us-Solat. Die Leute erheben sich zum Gebet. Wenn wir die Hände zum Takbir ul-Ihram (Allahu akbar) heben, treten wir in das eigentliche Gebet ein. Im Gebet kommunizieren wir mit Allah, ganz direkt. In einem wichtigen Verkaufsgespräch konzentrieren wir uns ganz auf den Kunden. Wie kann es sein, dass unsere Gedanken während dem Gebet - wir stehen vor Allah und sprechen mit Ihm - mal hier und mal da hin schweiffen, während sie beim Verkaufsgespräch fokussiert sind? Eine der wichtigsten Bedingungen für ein inniges Gebet ist Konzentration. Wenn wir uns nicht konzentrieren können, müssen wir uns fragen warum nicht. Was ist der Grund? Mangelt es an der Vorbereitung des Gebets? Dann ist es einfach. Mangelt es uns an Wissen? Wissen wir zu wenig um wirklich ehrfurcht vor Allah zu haben? Oder ist es Setan, der uns während dem Gebet mit seinen Einflüsterungen ablenkt? Was es auch ist, wir bitten Allah in einer Du’a um Schutz vor Setan und um Konzentration im Gebet.

Wir bewegen uns langsam und würdevoll im Gebet. Bewegungen, die nicht zum Gebet gehören - wie zum Beispiel an den Kleidern zupfen, sich am Bart kratzen, sich die Augen reiben - unterlassen wir ganz. Wenn wir vor Allah stehen geziemt es sich nicht, den Bart zu kratzen oder anstelle einer Niederwerfung eine hektische Gymnastikübung zu vollbringen. Abgesehen davon lenkt uns dieses Verhalten von der Konzentration im Gebet ab.

Im Gebet sprechen wir langsam. Wir dürfen niemals vergessen, dass die Worte des Qur’an - Allahs Worte - enormes Gewicht haben. Wie könnten wir die Worte Allahs herunterleiern? Wenn wir langsam sprechen, haben wir Zeit um über das Gesprochene nachzudenken. Über das Gesprochene nachzudenken ist etwas vom Wichtigsten, um Innerlichkeit in das Gebet zu bringen. Der Eine oder der Andere wird jetzt vielleicht denken: ja, aber ich spreche doch kein Arabisch, ich kann ja nichts verstehen. Wir können die Bedeutung in einem Tafsir nachlesen, und wenn wir mehr wissen möchte, bitten wir den Imam, uns die Bedeutung der kleineren Suren ausführlich zu erklären.

Um diese Dinge im Alltag umzusetzen, hilft es, sich die einzelnen Punkte auf eine Checkliste zu schreiben und irgendwo aufzuhängen, wo man auf dem Weg zum Gebetsplatz vorbeigeht. Hier nochmals die Punkte in einer Zusammenfassung:

Vorbereitung

  • Gebetszeit
  • Wudu bewusst machen
  • Sorgsame Kleidung
  • Gebetsplatz ohne Ablenkungen
  • Radio/Fernsehen/Natel ausschalten

Vollständiges Gebet

  • Gebetsruf
  • Iqomat us-Sholat
  • Sunnagebete
  • Dhikr und Du’a

Konzentration

  • Langsam und würdevoll bewegen
  • Langsam sprechen und über das Gesprochene nachdenken

Ein Mann kam zum Propheten (sas) und sagte: “Gib mir einen Rat”. Da sagte er: “Wenn du im Gebet stehst, bete, als sei es dein letztes Gebet, und sprich kein Wort, für das du dich morgen entschuldigen musst, und baue nicht auf das, was in der Hand von Menschen liegt.”
(Ahmad Ibn Hanbal)

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Aug 02 2007

Das Gebet vernachlässigen

Published by Rachid under Gebet/Dua/Dhikr

Lieber Bruder Ali,

Hüte dich vor Leuten, die das Gebet vernachlässigen und dich dazu bringen wollen, das Gebet ebenfalls zu vernachlässigen.

Das Gebet ist die zweite Säule des Islams. Gleich nach der Schahada kommt das Gebet. Vernachlässigst du es, so führt dich dies zum Kufr. Verrichtest du das Gebet aber aufrichtig, so bringt es dich Allah näher.

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Jul 06 2007

Das Gebet als Baumstruktur

Published by Rachid under Gebet/Dua/Dhikr

Das Gebet im Islam kann nach verschiedenen Kriterien kategorisiert werden. Es gibt rituelle Gebete (Salah) und es gibt Bittgebete (Du’a), es gibt Pflichtgebete und es gibt freiwillige Gebete, es gibt zeitgebundene Gebete und es gibt anlassgebundene Gebete, es gibt Gebete die in Gemeinschaft gebetet werden müssen, die in Gemeinschaft gebetet werden können oder nur alleine gebetet werden können. Auf dieser Karte findest du beinahe alle Gebete, so wie sie uns der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, gelehrt hat, sauber in einer Baumstruktur gegliedert.

Gebet Übersicht

Falls du, lieber Bruder, liebe Schwester, kürzlich neu zum Islam gefunden oder zum Islam zurückgefunden hast, ist dir diese Karte vielleicht eine Hilfe. Falls du mehr über die verschiedenen Gebete wissen möchtest, empfehle ich dir das Handbuch Islam von Abdurrahman Reidegeld.

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Jun 06 2007

Allahs verborgene Schatzhäuser

Published by Rachid under Gebet/Dua/Dhikr

Ein Gelehrter hat mir gesagt, dass man manches von Allah nur dann erhält, wenn man Ihn darum bittet. Die folgende Du’a hat er mir mit auf den Weg gegeben. Diese Du’a ist hilfreich, ich habe gute Erfahrungen damit gemacht.
Allahumma inni as’aluka an tarzukani kulla barakaten wa manfa’aten wa chairen kutiba li fi chaza’inik al-machfiyah.

O Allah, ich bitte Dich, dass Du mich versorgst mit einer jeden Baraka, einem jeden Nutzen und einem jeden Vortrefflichen, die für mich bestimmt wurden in Deinen verborgenen Schatzhäusern.

Ich kann nicht abschliessend beurteilen, ob es mit dieser Du’a zusammenhängt, aber ich habe bemerkt, dass zum Beispiel mehr Segen im Geld liegt, wenn ich vor dem Einkaufen diese Du’a spreche*. Ich mache weniger Fehlkäufe, die Dinge, die ich kaufe haben mehr Nutzen.
Diesen Sommer kann ich nochmals eine grössere Ausbildung beginnen. Wegen meiner Familie und meinem fordernden Job habe ich das nicht für möglich gehalten. Nun ist aber ganz unverhofft eine Tür aufgegangen. War diese Tür vielleicht ein Geschenk, das Allah für mich in Seinen verborgenen Schatzhäusern aufbewahrt und mir nun auf meine Bitte hin gegeben hat?

(* Diese Du’a spreche ich nicht losgelöst, sondern flechte sie in andere Du’as ein. Wichtig ist, dass man eine Du’a mit Istighfar und dem Segenswunsch auf den Propheten Muhammad (sas) und seine Familie verbindet.)

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