Archive for the 'Islam' Category

Jan 27 2010

Patenschaft für Waisenkinder

Published by Rachid under Menschen, Hadith, Islam

Der Prophet, sallallahu alaihi wa sallam, hat sinngemäss gesagt:

“Diejenigen, die sich um die Versorgung von Witwen und Waisen kümmern, sind wie diejenigen die auf dem Wege Allahs Dschihad machen, tagsüber fasten und die Nacht im Gebet verbringen.”

(Sahih nach al-Buchari)

Jeder von uns Schweizern hat genug Geld zum Leben. Wie sagte doch der Seewirt in Genf zu Asterix und Obelix, als sie sich unter Schweizern vor den Römern versteckten? “Macht einen satten und zufriedenen Eindruck.” 

Nicht überall machen die Leute einen so satten und zufriedenen Eindruck wie in der Schweiz. Vor allem Waisenkinder in armen Ländern haben es im Diesseits nicht so gut wie wir Schweizer. Islamic Relief, eine ursprünglich von englischen Muslimen gegründete Hilfsorganisation, inzwischen aber fast weltweit tätig, organisiert Patenschaften für Waisenkinder. Man kann wünschen in welchem Land man eine Patenschaft übernehmen möchte. Zur Auswahl stehen folgende Länder:

  • Äthiopien
  • Bangladesch
  • Indien
  • Jemen
  • Mali
  • Somalia
  • Südafrika
  • Sudan
  • Tschetschenien
  • Albanien
  • Indonesien
  • Irak
  • Kenia
  • Niger
  • Pakistan
  • Bosnien
  • Jordanien
  • Kosovo
  • Palästina

Man bezahlt pro Monat einen bescheidenen Betrag, welcher für den Lebensunterhalt, die Schulbildung und die medizinische Versorgung eines Waisenkindes verwendet wird. Über das Waisenkind und seine Lebensumstände erhält man ein Dossier. Auf Wunsch ist es auch möglich mit dem Waisenkind in Kontakt zu treten z.B. über einen Briefwechsel. Mehr Informationen zur Patenschaft gibt es hier. Das Anmeldeformular ist hier.

Willst Du wie diejenigen sein, die sich auf dem Weg Allahs befinden, tagsüber fasten und die Nacht im Gebet verbringen? Dann übernimm eine Patenschaft.

Wie war das doch? Wer einem Muslim eine Erschwernis abnimmt, dem nimmt Allah am Tag des Gerichts seine Erschwernis ab? Worauf wartest Du noch.

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Jan 26 2010

2h am Flughafen Zürich

Published by Rachid under Menschen, Iman, Islam

Vor einiger Zeit hat ein Freund aus dem Ausland für 2 Tage in der Nähe von Zürich gearbeitet. Nennen wir ihn Abdulwakil, denn seinen richtigen Namen will ich hier nicht nennen. Nach getaner Arbeit hatte Abdulwakil 2 Stunden Freizeit bis zum Rückflug. Er hat mich angerufen, worüber ich mich sehr gefreut habe, und mich gefragt, ob wir uns treffen können. Ich habe alles stehen und liegen lassen und bin zum Flughafen gerattert. Dort haben wir uns im Café vor dem Zoll wie immer gut unterhalten. Die Zeit verging viel zu schnell. Als wir uns verabschiedet haben, sagte Abdulwakil bevor er durch den Zoll ging, er habe mich einfach anrufen müssen, obwohl wir nur kurz miteinander sprechen konnten. Abdulwakil fasste diese 2h Freizeit als ein Test von Allah auf. Er sagte sich: “Wenn ich diese 2h verplempere und Rachid nicht anrufe, muss ich dies vor Allah verantworten.”

Ich war ganz baff. Mir wurde bewusst wie klein ich im Vergleich zu Abdulwakil bin. Wieviel solche kleine Tests sich uns doch im Alltag stellen. Ganz leise, feine Klänge, überdeckt vom Getöse des Alltags. Wir nehmen sie kaum war. Was Abdulwakil mir da sagte, war wie eine Ohrfeige, die wachrüttelt. Hoffentlich schlafe ich nicht gleich wieder ein.

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Jan 21 2010

Neues Layout

Published by Rachid under Islam

Wir haben nun keine Werbung mehr. Das Layout ist einfacher, klarer, und ich finde man kann den Text besser lesen. Das Bild zeigt den Eingang zu einer alten Zawiya irgendwo in der lybischen Wüste. Ich hoffe, es gefällt euch.

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Jan 12 2010

Sich in der Moschee versammeln und lernen

Published by Rachid under Moschee, Hadith, Islam

Unser Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, hat sinngemäss gesagt:

“Nie versammeln sich Leute in einem der Häuser Allahs, tragen das Buch Allahs vor und studieren es miteinander ohne dass Allahs friedvolle Gegenwart auf sie herabkommt, die Barmherzigkeit sie bedeckt, die Engel sie umgeben und Allah sie denen gegenüber nennt, die bei Ihm sind.”

(Sahih nach Muslim)

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Jan 11 2010

Weise Worte von Muhammad Ibn ul-Habib

Published by Rachid under Islam

Auf der Website von Abu Bakr Rieger habe ich einen sehr schönen Text vom grossen Gelehrten Muhammad Ibn al-Habib (Rahmatullahi alaih) gefunden, der mich sehr berührt hat. Ich möchte dir hier einen Auszug wiedergeben:

Befreie das Selbst vom eigenen Handeln und dies wird dir Erleuchtung bringen.

Hüte dich vor der Angst um deine Versorgung, denn dies ist die Verantwortung des Schöpfers.

Die höchsten und lobenswertesten Eigenschaften sind in diesen beiden guten Handlungen enthalten: Denke das Beste über Allah und dann denke das Beste über Seine Sklaven.

Halte dich an diese beiden (Grundsätze) und vermeide es, eigensinnig zu sein.

Der unmittelbarste Weg zu Allah ist der regelmäßige Dhikr von Allahs Namen.

Denn es ist der Erhabene und Höchste Name, der, genaugenommen, größer ist, als alle anderen bekannten Namen.

Wendest du dich dem Dhikr des Schöpfers zu, so befreie das Herz vollständig von jeder Andersheit.

Betrachte die Geheimnisse des Allwissenden und sei aufmerksam! Vermeide eitles Gerede darüber. Hör auf damit.

Vielmehr solltest du nach deiner falschen Handlung um Vergebung bitten in aufrichtigem Flehen und Bedauern.

Wende dich Ihm zu und begreife, dass jede Handlung, mit der du Ihm gehorchst, tatsächlich ein Geschenk ist, das Er dir gab.

Preise Ihn, ganz gleich ob es gut geht oder schlecht, denn Er ist der Handelnde in jeder Angelegenheit.

Ich mag diesen Text so sehr, dass ich ihn auf einen kleinen Zettel gedruckt und in meinen Filofax geheftet habe. So kann ich ihn immer mal wieder lesen und über diese weisen Worte nachdenken.

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Jan 08 2010

Am Markt erfolgreich…

Published by Rachid under Islam

“Am Markt erfolgreich ist derjenige mit dem grössten Ego (Nafs), im Jenseits erfolgreich ist derjenige mit dem kleinsten Ego.”

(Scheich Nuh Keller, sinngemäss)

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Jan 06 2010

Interview mit A. Reidegeld: Einflüsterung

Allah, subhanahu wa ta’ala, sagt im Qur’an sinngemäss:

Sag: “Ich suche Schutz beim Herrn der Menschen, beim Herrscher über die Menschen, bei der Gottheit der Menschen vor dem Bösen des sich versteckenden Einflüsterers - der in den Brüsten der Menschen einflüstert - von den Dschinn und den Menschen.”

(Qur’an 114:1-6)

In der Surat an-Nas warnt uns Allah, subhahahu wa ta’ala, vor den Einflüsterungen Scheytans. Bruder Ahmad Abdurrahman Reidegeld, der Autor des Standardwerks Handbuch Islam, gibt uns im Gespräch Hinweise wie wir die Einflüsterung Scheytans erkennen und abwehren können.

Abdurrahman Reidegeld während eines Besuchs in der Innerschweiz

Rachid: Was muss man sich unter Einflüsterungen genau vorstellen?

Abdurrahman Reidegeld: Die Einflüsterung des Schaytan (verflucht sei er) geschieht auf besondere Weise: der Betreffende kann nur mit viel Erfahrung feststellen, dass die Gedanken, die ihm da kommen, NICHT von seiner eigenen Seelenwelt her stammen. Tatsächlich scheint es dem Menschen, dem da eingeflüstert wird, dass er selbst diese Gedanken gefasst habe. Besonders wenn jemand charakterlich und in seiner Persönlichkeit nicht gefestigt ist, neigt er dazu, auch diese Einflüsterung als SEIN EIGENES zu nehmen.In Wirklichkeit aber gibt es Indizien (Anzeichen), wenn es eine konkrete Einflüsterung ist. Besonders wenn man Streit anfängt, ohne dass es zu erwarten wäre, ungeduldig ist usw., UND ZUGLEICH man das Gefühl nicht los wird, dass eine sonst ungewohnte Heftigkeit von einem Besitz nimmt, dann ist das ein SICHERES Zeichen.Andererseits ist es so, dass es bestimmte EINFALSTORE für den Einfluss des Schaytan gibt, durch die er direkten Einfluss nehmen kann auf Denken und sogar Persönlichkeit eines betroffenen Menschen.

Rachid: Einfallstore? Meinst du damit bestimmte individuelle Schwächen, die wir haben?

Abdurrahman Reidegeld: Diese Einfallstore sind zunächst nicht individuell: sie bestehen als solche bei jedem Menschen, nur sind sie grundsätzlich verschlossen. Die wichtigsten werden ausgelöst durch die vier großen Überschreitungen des Maßes:

  • sehr heftiger Zorn
  • übergroße Freude
  • sehr tiefe Trauer
  • sehr starke Unachtsamkeit

In diesen Momenten sind diese vier Einfallstore für Dschinn- und Teufelwesen geöffnet, es kann zu direkter Einflüsterung oder sogar körperlicher Beeinflussung des Betroffenen kommen.Aus diesem Grunde ist es (mit starker Belegkraft durch Qur’an und Hadith) in allen islamischen Ortstraditionen üblich, Schutzformeln zu sprechen, mit denen man Zuflucht bei Allah (t) sucht.Entscheidend ist - wie die Gelehrten feststellen -, dass einer der Namen Allahs (t) in diesem Moment des “Außer-Sich-Seins” gesprochen oder gedacht oder rezitiert wird: wenn das geschieht, ist das jeweilige Einfallstor geschlossen.

Rachid: Wie nutzt Scheytan diese Schwächen aus?

Abdurrahman Reidegeld: Das geschieht ganz einfach: diese Zustände müssen entweder hervorgerufen oder - wenn bereits ansatzweise gegeben - ausgenutzt und erweitert werden. Das geschieht, indem etwa jemand, der leicht erzürnt ist, durch ein Familienmitglied gereizt, beleidigt, herausgefordert wird. So wird dieses Tor in der Regel DURCH EINFLUSS EINES ANDEREN geöffnet, der wiederum nur INSTRUMENT ist.Die Gelehrten und Wissenden unterscheiden mehrere Stufen dieser Zugänglichkeit. Ist ein Mensch in einem Zustand der Unausgewogenheit, weil er sich niedrigen Begierden und nichtigen Deingen widmet,. Die Ibadat vernachlässigt, Unrecht ausübt usw., sind diese Tore ohnehin nicht wirklich geschlossen, es genügt einem jeden Teufelwesen eine einfache Einflüsterung.Ist ein Mensch aber gefestigter, gehen die üblen Kräfte den Weg des direkten Angriffs: die Gefühle, die diese vier Tore öffnen, sollen erzeugt werden durch Bilder, durch Vorspiegelungen, manchmal durch Träume oder Tagträume besonderer Art.Ist das nicht möglich, greifen die Teufelwesen zu dem nächst-übleren Weg: sie beeinflussen Menschen in der direkten Umgebung der Zielperson, vorzugsweise Familienmitglieder, Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen, Vorgesetzte, usw.

Rachid: Wie geht Scheitan da vor?

Abdurrahman Reidegeld: Diesen wird etwas eingeflüstert, um Neid, Hass, Missgunst, hämischer Spott usw. hervorzubringen, aber mit dem Zweck, eben die Zielperson so aus dem Gleichgewicht zu bringen, dass eines (oder mehrere) dieser Tore geöffnet werden.Andererseits gibt es Momente, in denen niemand vor diesen seelischen Ausnahmezuständen gefeit ist; der einzige wirksame Schutz besteht in der Gewohnheit, schützende Du’as und als Schutz dienende Ayat zu rezitieren.

Rachid: Warum Gewohnheit?

Abdurrahman Reidegeld: Eine Gewohnheit wird zum festen Handlungsbestandteil eines geübten Menschen. In der Ausnahmesituation selbst ist der Mensch außerstande, reaktionsschnell und passend das Richtige zu finden, wenn esihm nicht schon durch Übung UND Gewohnheit “in Fleisch und Blut” übergegangen ist. Vergleichbar ist das mit einem erfahrenen Autofahrer, der sich nicht alle Verkehrszeichen und -umstände bewusst macht, sondern aus dem Unterbewusstsein heraus fahren kann (Stichwort: er fährt die Strecke im Schlaf, einschließlich aller Ampeln und Umleitungen usw.).

Rachid: Bei welcher Gelegenheit soll man welche Du’as und Ayat rezitieren?

Abdurrahman Reidegeld: Hierzu gibt es eine ganze Reihe von Überlieferungen des Propheten (saws), die Sahih bzw. akzeptabel sind, sowie Erfahrungswerte vieler Gelehrter.Sehr wichtig ist das Du’a an den Grenzen von Tag und Nacht, zuerst nach Maghrib, aber auch vor Sonnenaufgang (Schurûq). Hier ist sicher überliefert, jeweils 3 mal (bzw. 5 mal oder 7 mal) hintereinander die drei letzten Suren al-Ikhlâs, al-Falaq, an-Nâs zu rezitieren, und dieser Rezitation ein Du’a folgen zu lassen, in dem man Allah (t) um Schutz vor allem Übel und Bösen und Schaden bittet, was einem gemäß Qadr und Qadâ’ zustoßen kann. In diesem Du’a sollten mehrere Elemente vorhanden sein, die allgemein auch beim Du’a empfohlen sind: Zuerst das Istighfâr (um Vergebung bitten), dann al-Hamd (Lobpreisung Allahs), Segen für den Propheten (Salawât a la-n-nabîy) und die Formel “innaka alâ kulli schai’in qadîr” (Wahrlich, Du vermagst alles zu tun / bist aller Dinge mächtig). Der Abschluss sollte mit Segen für en Propheten (saws) und der Hauqala-Formel geschehen (wa-lâ haula wa-lâ quwwata illâ bi-llâhi-l-alîyyi-l-azîm).Diese Du’as und andere zeitgebundene Du’as beziehen ihre Wirkkraft aus der Besonderheit des Zeitpunktes; der Prophet (saws) betont in etlichen Hadîthen, dass nicht jede Zeit gleich jeder anderen Zeit sei, bzw. dass manche Zeiten derart sind, dass in ihnen ein Du’a besonders gut akzeptiert wird. Berühmt ist die Überlieferungh bezüglich des Du’as nach dem Freitagsgebet, nach den Asr des Freitages, nach der Erfüllung eines Gelöbnisses, nach der vollständigen Rezitation des Qur’an.Hier schließen sich schon inhaltlich diejenigen Du’a-Anlässe an, die weniger zeitgebunden, als anlassgebunden sind.Insbesondere zu Einflüsterungen wird die Rezitation der Sure an-Nâs empfohlen, zum Schutz die Ayat al Kursî, usw. Weniger bekannt ist, dass auch Du’as zu diesen Anlässen überliefert sind, die man auch im Anschluss an Ayat (wie die oben genannten) sprechen kann.Sehr wichtig ist die Nennung der jeweils passenden Namen Allahs (t), entsprechend der qur’anischen Aufforderung, Ihn (t) doch bei seinen Namen zu nennen, gerade auch im Du’a. Jeder Name steht auch für einen besonderen Aspekt Allahs, einer besonderen Eigenschaft, und im Du’a sollte der genannte Gottesname der Ausrichtung des Du’a entsprechen - ansonsten ist ein innerer Fehler (Khalal) im Du’a und schwächt die Auswirkung des Du’a.So sei zu diesem Punkt auch erwähnt, dass man zunächst die Du’a-Arten unterteilen sollte: wer sich nicht klar macht, welcher Art sein Du’a ist, kann logischerweise auch den dazu passenden Gottesnamen nicht wählen.Zum Aspekt des Schutzes passt etwa der Name Allahs (t) : Hafîz, zum Wissenserwerb der Gottesname `Alîm, usw.Die häufigsten Aspekte des Du’a sind sicherlich das Bedürfnis nach Schutz vor Übel, Wunsch nach Gesundheit, Streben nach Wissen, Bitte um Aufhebung einer schwierigen Lage im Leben.

Rachid: Lieber Bruder Abdurrahman, ich danke dir für das Gespräch.

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Jan 03 2010

Der Detroit-Attentäter

Published by Rachid under Islam

Vor kurzem versuchte ein Attentäter ein Flugzeug zu sprengen. Gottseidank misslang das Attentat. Der verblendete Detroit-Attentäter scheint sich auf eine wahhabitische Interpretation des Islams zu berufen. Der Attentäter nahm in kauf, dass er  bei seiner Tat sterben würde. Die klassischen Gelehrten des Islams, welche den Islam in den letzten 1400 Jahren geprägt haben, stufen Selbstmord als haram ein (für Muslime verboten). Zu den klassischen Gelehrten zähle ich die Begründer der heute verbreiteten vier sunnitischen Rechtsschulen, Abu Hanifa, Ahmad Ibn Hanbal, Imam Malik und Imam asch-Schafi’i. Während 1400 Jahren war allgemein bekannt, dass Selbstmord haram ist und die jenseitige Strafe dafür Dschahannam. Warum soll nun Selbstmord nach 1400 Jahren plötzlich halal werden? Wahhabitische Prediger - ich vermeide hier die Bezeichnung “Gelehrte” - welche den Standpunkt vertreten, Selbstmord sei halal, sind kategorisch abzulehnen.

Dass das wahllose Töten von Zivilisten haram ist, sollte sich von selbst verstehen. Wer etwas anderes behauptet, soll sich fragen, ob er wirklich den Grad eines Mutschtahid-Gelehrten erreicht hat und daher zur selbstständigen Urteilsfindung fähig ist, oder ob er sich nicht besser an die klassischen Rechtschulen halten sollte. Es gibt heute weltweit weniger als 100 Gelehrte mit dem Mutschtahid Status. Wie war doch das? Wer etwas verbietet, was Allah halal gemacht hat, oder wer etwas erlaubt, was Allah haram gemacht hat… Seid vorsichtig, dies ist eine Frage von Dschahannam oder Dschannat.

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Dec 10 2009

Ist Tasawwuf Bid’a?

Published by Rachid under Islam

Scheich Nuh Ha Mim Keller wurde gefragt: “Wie würden sie auf die Behauptung reagieren, dass Tasawwuf (Sufismus) Bid’a wäre?”

Der Scheich antwortete (übersetzt durch Ahlu-Sunnah.de):
Ich würde antworten, indem ich darauf schaue, wie die traditionellen Ulama oder islamischen Gelehrten dies betrachtet haben. Innerhalb des längsten Zeitraums der Islamischen Geschichte - von der Zeit der Umayyaden bis zu den Abbessiniern, den Mameluken, bis zum Ende der 600-jährigen Osmanischen Periode - wurde der Sufismus gelehrt und als eine islamische Disziplin verstanden, genau wie die Auslegung des Quran (Tafsir), Hadith, Quranrezitation (Tadschwid), Grundsätze des Glaubens (Ilm al-tawhid), jene Grundsätze, die einige detaillierte Aspekte der Religion (Din) des Islam aufbewahren. Die Einzelheiten und Terminologien dieser Shariah-Disziplinen waren den ersten Generationen der Muslime unbekannt und als diese entstanden, wurden sie nicht rücksichtslos als Bida’a oder „tadelnswerte Erneuerung“ von den Ulama der Scharia bezeichnet, weil nach ihnen Bida’a sich nicht auf die Mittel bezieht, sondern vielmehr auf die Ziele, welchen im Islam keine Rechtsgültigkeit besitzen. 

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Dec 02 2009

Hast Du gewusst…

Published by Rachid under Islam

… dass der von den Wahhabiten “Sheikh ul-Islam” genannte Ibn Taymiya ein Faqir des Qadiri Sufi Ordens war? Cool. Hier gelesen: http://www.shadhiliteachings.com/tariq/?act=article&id=1 

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Sep 21 2009

Sunna Fasten mindert Krebsrisiko

Published by Rachid under Halal Essen, Islam

Kalorienentzug in regelmässigen Intervallen mindert das Krebsrisiko. Unter Intervallfasten fällt vor allem die Sunna des Propheten Muhammad, Sallallahu alaihi wa sallam, jeweils Montag und Donnerstag zu fasten. Aber auch das Fasten des Propheten Dawud, Alaihisalam, der jeden zweiten Tag gefastet hat.

http://news.doccheck.com/de/article/176862-brustkrebs-lasst-tumoren-fasten/

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Sep 04 2009

Iftar (Fastenbrechen) am Donnerstag in Ebikon

Published by Rachid under Islam

Liebe Brüder und Schwestern,

Salamu Alaykum wa Rahmatullahi wa Barakatuh

Ihr seid alle herzlich eingeladen zum Iftar in der Moschee in Ebikon. Es wird jeden Abend gekocht.  Am Donnerstag sind wir dran mit kochen, und wir würden uns sehr freuen, wenn Du unser Gast wärst. Männer, Frauen und Kinder sind Willkommen. Jeweils am Donnerstag gibt es Gulasch.

Salamu Alaykum

Rachid

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May 26 2009

Islamisches Lager 2009

Published by Rachid under Islam

Auch diesen Sommer wird wieder das Islamische Lager für Familien, Paare und Einzelpersonen durchgeführt. Dieses Jahr vom 12. bis 14. Juni in Jaun (Fribourg). Siehe Flyer

Das Islamische Lager ist jeweils gut um

  • Kontakte zu knüpfen,
  • befreundete Familien zu treffen,
  • 0rientalisch zu essen
  • und die Kinder in der Gruppe zusammen mit den Kinderbetreuerinnen etwas machen zu lassen.

Es hat noch einige wenige freie Plätze. Du kannst Dich hier anmelden.

Das Lagerhaus

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May 17 2009

Ankündigung

Published by Rachid under Islam

Wenn das nächste Mal die Hosting Gebühren anstehen, werde ich die Website LieberBruderAli.com abschalten. Warum? Weil ich ja sowieso keine Texte mehr schreibe. Wenn Du einen Text haben möchtest, speichere ihn auf Deinem Computer oder druck ihn aus.

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May 01 2008

Wissen ohne Handeln ist Schwachsinn

Published by Rachid under Islam

Wissen ohne Handeln ist Schwachsinn, und Handeln ohne Wissen ist Unsinn. Und wisse, dass das Wissen, das dich heute nicht vom Ungehorsam gegenüber Allah abhält und dich zum Gehorsam bewegt, dich morgen nicht vom Feuer fernhalten wird. Und wenn du heute nicht deinem Wissen entsprechend handelst und wettmachst, was du in der Vergangenheit versäumt hast, wirst du morgen, am Jüngsten Tag, sagen: “Lass uns zurückkehren, wir werden rechtschaffen handeln!” Und es wird heissen: “Du Narr! Von eben dort bist du hier hergekommen!”
(Abu Hamid al-Ghazali)

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Dec 18 2007

Eid Mubarak!

Published by Rachid under Islam

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Nov 25 2007

Widme dich Ihm von ganzem Herzen

Published by Rachid under Dhikr, Gebet, Iman, Qur'an, Islam

Sinngenäss sagt Allah im Qur’an:

“O du in ein Gewand Gehüllter! Erhebe dich und stehe im Gebet, einen Teil der Nacht - die Hälfte von ihr, oder verringere es ein wenig, oder füge ein wenig hinzu - und sprich den Qur’an langsam und besinnlich. Fürwahr, Wir legen dir da ein gewichtiges Wort auf. Wahrlich, die Stunden der Nacht sind stärker an Eindruck und aufrichtiger an Rede. Du hast ja gewiß während des Tages eine lange Beschäftigung. So gedenke des Namens deines Herrn und widme dich Ihm von ganzem Herzen.”
(Qur’an 73:1-8)


So gedenke des Namens deines Herrn und widme dich Ihm von ganzem Herzen…

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Nov 23 2007

Reiseführer Hajj & Umra

Published by Rachid under Review, Islam

Heute bin ich vor dem Freitagsgebet mit einem lieben Bruder im Manor Restaurant Essen gegangen. Er hat mir erzählt, dass er nächstes Jahr mit seiner Frau die grosse Pilgerfahrt nach Mekka, die Hajj, machen möchte. Die Hajj war unser Gesprächsthema bis wir in der Moschee waren. Ich erzählte meinem lieben Bruder von meiner eigenen Hajj letztes Jahr.

Während meiner Hajj schenkte mir der Autor Mostafa Brahami, der unsere Reisegruppe als Imam begleitete, das Buch Hajj et ‘Umra, Guide Pratique, das er geschrieben hat. Dieses Buch ist eigentlich genau das, was ich zur Vorbereitung der Hajj vermisst habe. Mostafa Brahami beschreibt in seinem Buch die Riten der Hadsch zwar detailliert, aber nicht im Stil eines Fiqh-Lehrbuchs, sondern ganz im Stil eines Reiseführers. Und dies macht das Buch äusserst hilfreich. Ganz hervorragend sind die vielen Skizzen, die einem die Riten und deren Abfolge veranschaulichen. Hajj et ‘Umra, Guide Pratique bleibt aber nicht bei den Riten stehen, sondern geht auch auf historische Aspekte der besuchten Orte ein. Den praktischen Wert des Buches erkennt man nicht zuletzt am Kapitel “Les maladies les plus fréquentes”.

Meinem lieben Bruder wollte ich das Buch empfehlen, schade dass er kein Französisch versteht, denn leider gibt es das Buch nur auf Französisch (Original) und Arabisch.

Hajj et ‘Umra, Guide Pratique, Mostafa Brahami, Éditions Tawhid, 2006, ISBN 10 : 2-84862-018-8

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Nov 10 2007

Dankbarkeit

Published by Rachid under Qur'an, Islam

Viele Menschen achten diejenigen, die mehr besitzen als sie selbst, und schätzen diejenigen gering, die weniger besitzen als sie selbst. Letztlich ist es doch völlig egal wieviel man besitzt. Besitz kann sowohl ein Segen als auch eine schwere Prüfung sein. Viel wichtiger als Besitz sind andere Geschenke, die Allah dir macht: dein Wissen, dein Iman, dein Gebet, dein Fasten, dein Dhikr, dein Vertrauen auf Allah, deine schönen Charakterzüge, deine positive Entwicklung - und in letzter Konsequenz die Glückseligkeit im Jenseits.

Einer der Namen Allahs ist as-Samad, der absolut Unabhängige, von dem alles abhängt. Doch obwohl Seine Diener zu jeder Zeit auf Allah angewiesen sind, zeigt sich kaum jemand Allah gegenüber dankbar. Sinngemäss sagt Allah im Qur’an:

“Wahrlich, Allah ist Gnadenvoll gegen die Menschen, jedoch die meisten von ihnen sind nicht dankbar.”
(Qur’an 10:60)

“Wahrlich, Wir haben euch auf der Erde Macht verliehen und euch darin die Mittel zum Unterhalt bereitet. Wie wenig seid ihr dankbar! “
(Qur’an 7:10)

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Nov 04 2007

Gute und schlechte Gedanken

Published by Rachid under Kosmologie, Islam

Von aussen können uns sowohl gute als auch schlechte Eindrücke treffen. Aus unserem Innern können uns sowohl gute als auch schlechte Gedanken kommen.

Wichtig ist, dass wir auf der Grundlage des Islams zwischen gut und schlecht unterscheiden können. Das Schlechte schreiben wir uns selbst zu. Es hat seine Wurzeln im Inexistenten. Das Gute schreiben wir Allah zu und bitten Ihn um Dankbarkeit für das Gute, das Er uns gegeben hat. Das Gute hat seine Wurzeln im Existenten. Dies sind die beiden Pole Batil und Haqq. Die Menschen und die Dschinn befinden sich irgendwo dazwischen. Wobei Batil eigentlich gar kein Pol ist. Batil ist nichts, existiert gar nicht, hat keinen Bestand. Eigentlich gibt es nur einen Pol, Haqq, die absolute Wahrheit, die unverschleierte Wirklichkeit.

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Nov 02 2007

Nichts ausser Ihm hat wirkliches Sein

Published by Rachid under Kosmologie, Islam

Lob und Preis gleich der Zahl der Sterne des Himmels, der Tropfen des Regens, der Blätter der Bäume, der Sandkörner der Wüste, der Atome der Erde und des Himmels sei dem einzigen Gott, der da ist herrlich und gewaltig, gross und erhaben, ruhmvoll und voll Glanz, dessen vollkommene Herrlichkeit kein Geschöpf begreifen und dessen wahres Wesen niemand erkennen kann, es sei denn Er selbst.

Seine Wunderwerke zu betrachten und zu bedenken auf was und auf wem ihr Sein beruht, bedeutet mit Notwendigkeit zu erkennen, dass alle Dinge Spuren Seiner Macht, Lichtstrahlen Seines Wissens, wundersame Zeugnisse Seiner Weisheit, Abglanz Seiner Schönheit sind, dass alles von Ihm und durch Ihn ist, ja dass Er selbst alles ist. Nichts ausser Ihm hat wirkliches Sein, das Sein aller Dinge indes ist nur der Abglanz vom Lichte Seines Seins.

Zainuddin Muhammad Abu Hamid al-Ghazali 1058-1111

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Oct 31 2007

Bescheidenheit

Published by Rachid under Hadith, Islam

Der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, hat in einem Hadith Qudsi sinngemäss gesagt:

Allah hat mir offenbart: “Seid bescheiden, damit sich niemand über den anderen rühmt, und keiner den anderen unterdrückt.”

(Sahih nach Muslim)

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Oct 27 2007

Gebetszeiten auf dem Natel

Published by Rachid under Arbeitstechnik, Islam

Ein Natel ersetzt einen MP3-Player, eine Digitalkamera, einen Kassettenrekorder und nun auch einen Gebetszeitenkalender.

Guidedways.com bietet die Software PrayerTimes für Java oder Symbian Natels an. Somit läuft die Software auf fast jedem in den letzten Jahren produzierten Natel. Die Einstellungsmöglichkeiten sind äusserst vielseitig. Ein sehr gutes zusätzliches Feature ist der Qibla-Kompass.

PT

Screenshot von PrayerTimes 2.0

PrayerTimes ist wirklich hilfreich, vor allem wenn man viel unterwegs ist. Etwas nervig ist der Nag, der immer mal wieder erscheint und einen auffordert per Tastendruck zu schwören, dass man die Software nicht weiterkopiert.

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Oct 23 2007

Interview mit Yusuf Sabadia, Präsident der islamischen Gemeinde Luzern

Published by Rachid under Interview, Menschen, Vereine, Islam

Yusuf Sabadia hat seinerzeit die Gründung eines muslimischen Dachverbandes im Kanton Luzern angeregt und und den Verband in der Aufbauphase begleitet. Heute präsidiert Yusuf Sabadia die Islamische Gemeinde Luzern.

Yusuf Sabadia ist der Vater des Dachverbandes der Luzerner Muslime, der Vereinigung der islamischen Organisationen des Kantons Luzern (VIOKL). Es ist Yusuf Sabadias Verdienst, dass die Muslime im Kanton Luzern sich damals an einen Tisch gesetzt haben, und heute enger zusammenarbeiten. Nach der Abwahl von Petrit Alimi, dem ersten VIOKL Präsidenten, war Yusuf Sabadia Präsident der Vereinigung der islamischen Organisationen des Kantons Luzern (VIOKL). Etwa ein Jahr nach der Gründung der Islamischen Gemeinde Luzern (IGL), der er seit ihrer Gründung als Präsident vorsteht, hat er das Amt des VIOKL Präsidenten an Abdulnasser Callaku abgegeben.

Yusuf Sabadia, IGL Präsident

Rachid: Lieber Bruder Yusuf, im Jahr 2002 wurde die Vereinigung der islamischen Organisationen des Kantons Luzern (VIOKL) gegründet. Was ist der Zweck dieses Vereins?

Yusuf: Seit Mitte der 90er Jahren geben sich die verschiedenen ethnischen Gruppen viel Mühe, sich besser kennen zu lernen und sich durch den ihnen gemeinsamen Bund des Islams anzunähern. Schliesslich leben sie alle in den gleichen gesellschaftlichen Umständen und haben die gleichen Anliegen. Diese Bemühungen führten im Januar 2002 zur Gründung der Vereinigung der islamischen Organisationen des Kantons Luzern (VIOKL).

VIOKL repräsentiert als Dachverband die Institutionen der Gemeinschaft – das heisst: Moscheen, Kulturzentren und anderen Vereine. Über die Plattform VIOKL koordinieren die verschiedenen Vereine ihre gemeinsamen Aktivitäten  untereinander, aber auch  mit der breiteren schweizerischen Gesellschaft.

Rachid: Vor 2 Jahren wurde dann die Islamische Gemeinde Luzern (IGL) gegründet. Wozu?

Yusuf: Ein paar Jahre nach der Gründung der VIOKL diskutierten wir innerhalb der islamischen Gemeinschaft jedoch immer wieder die Repräsentation der Muslime gegenüber den Behörden. Vor allem Muslime aus der zweiten Generation - die sich viel mehr mit der schweizerischen Umgebung und den Werte identifizieren - haben sich die Frage gestellt, wie man eine die verschiedenen Ethnien integrierende islamische Gemeinschaft aufbauen könnte. Dies bringt uns zur Entwicklung einer schweizerischen muslimischen Identität.

Der Demokratisierungsprozess ist der Schlüssel für unsere vielfältige Gemeinschaft. Deswegen haben wir in März 2005 die Islamische Gemeinde Luzern (IGL) gegründet.

Wir glauben, dass  sich die Strukturen von  IGL und VIOKL ergänzen und ein stabiler Grundpfeiler für die Gemeinschaft sein werden. Durch die VIOKL werden die Institutionen vertreten und durch die IGL individuelle Mitgliedern. Wir glauben, dass wir durch IGL und VIOKL einerseits die Bedürfnisse der muslimischen Gemeinschaft vertreten können und andererseits die legitimen Erwartungen und Anliegen der schweizerischen Gesellschaft ansprechen. Ausserdem es ist wichtig, dass beide Organisationen ergänzende Rollen haben und sich gut untereinander koordinieren.

Rachid: Wie stark überschneiden sich die Aufgabengebiete von VIOKL und IGL?

Yusuf: Während und kurz nach der Gründung gab es Diskussionen zwischen IGL und VIOKL um die jeweilige Rolle zu klären und um sicherzustellen, dass die Aktivitäten von IGL und VIOKL einander ergänzen und nicht konkurrieren. Wir haben uns darauf geeinigt, dass VIOKL - als Vertreter der islamischen Institutionen - sich der Koordination von religiösen und kulturellen Belange annimmt. Die IGL andererseits versucht eine Gemeinde zu formieren und widmet sich daher eher sozialen Belangen. Diese Tabelle gibt Auskunft über die Ausrichtung von IGL und VIOKL.

Natürlich kann es Fälle geben, bei denen nicht klar ist, wo die Trennlinie verläuft. Genau deswegen ist es wichtig, dass VIOKL und IGL ihre Aktivitäten eng koordinieren.

Rachid: Die Mission der IGL ist die öffentlich rechtliche Anerkennung als religiöse Gemeinde im Kanton Luzern. Von den fast 14′000 im Kanton Luzern wohnhaften Musliminnen und Muslimen sind bis heute nur knapp 100 der IGL beigetreten. Ist mit dieser geringen Mitgliederzahl die öffentlich rechtliche Anerkennung überhaupt realistisch?

Yusuf: Die öffentlich rechtliche Anerkennung ist ein längerer Prozess. Zuerst müssen wir eine mitgliederstarke Gemeinde aufbauen und nach verschiedenen Seiten Gespräche führen. Vielleicht sind wir in zehn Jahren soweit, dass eine öffentlich rechtliche Anerkennung konkret werden könnte.

Rachid: Du engagierst dich stark für unsere Gemeinschaft. Wie viel Zeit pro Woche wendest du in etwa für das Amt des IGL Präsidenten auf?

Yusuf: Allah weiss es, das genügt.

Rachid: Das ist die Beste Antwort, die man auf diese Frage geben kann. Auf dass Allah dich für deine Aufrichtigkeit mit Dschannat ul-Firdaus belohnt. Als Präsident der IGL stehst du in der Öffentlichkeit. Was war deine positivste Erfahrung?

Yusuf: Gibt es positive Erfahrungen? Da muss man weit suchen. (lacht). Eine positive Erfahrung ist, dass man mehr und mehr einen Gemeinschaftsgeist spürt. Man kommt zusammen und macht neue Erfahrungen. Das Familienpicknick zeigt dies sehr schön auf.

Rachid: Und die negativste Erfahrung?

Yusuf: Die erniedrigenden Kampagnen gewisser Parteien sind eine negative Erfahrung. Auch eine sehr negative Erfahrung ist die verletztende Initiative, die Muslime generell von der Einbürgerung ausschliessen will.

Rachid: Was ist dein grösster Wunsch als IGL Präsident an die Gesellschaft?

Yusuf: Ich finde es wichtig, dass man die vielfältige Gesellschaft der Schweiz wahrnimmt. Es ist eine Herausforderung, mit dieser Vielfältigkeit umgehen zu können und sich gegenseitig zu respektieren.

Rachid: Und dein grösster Wunsch an die Muslime?

Yusuf: Ich wünsche mir, dass sich die Muslime sowohl in der islamischen Gemeinschaft als auch in der schweizerischen Gesellschaft mehr engagieren. Die Muslime sind zu wenig präsent.

Rachid: Bruder Yusuf, ich danke dir vielmals für das Gespräch.

Wenn ich recht darüber nachdenke, finde ich, dass VIOKL und IGL zusammengelegt werden sollten. Dies aus zwei Gründen:

1. Man erklärt den Leuten seit drei Jahren, warum es die VIOKL und parallel dazu die IGL braucht. Kaum jemand versteht dies.

2. Die nötigen Ressourcen fehlen, um zwei Vereine am Leben zu erhalten. Von der VIOKL hat man in den letzten zwei Jahren nichts mehr gehört. Die Organisation ist nur noch eine leere Hülle.

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Oct 21 2007

Wie findest du einen Lehrer?

Published by Rachid under Arbeitstechnik, Islam

Gestern habe ich über den Wert der Lehrer/Schüler-Beziehung geschrieben. Wie aber findest du einen guten Lehrer, der dich auf dem Weg des Islam weiterbringt?

Als ich neu zum Islam kam, besass ich unkommentierte mahrbändige Ausgaben von Sahih Muslim und Sahih al-Buchari in englischer Sprache. Ich konnte aus diesen Büchern unmöglich die Dinge lernen, die man wissen muss, um als Muslim den Islam in Übereinstimmung mit den Geboten Allahs leben zu können. Die Liste, die wir vor einiger Zeit zusammengestellt haben, kannte ich damals noch nicht. Ich war der einzige Muslim im Dorf. Die Gefahr bestand, dass ich mir aus unterschiedlichsten Quellen einen ganz eigenen Islam zusammenbastle und nicht zwischen dem Islam und türkischen Traditionen unterscheiden konnte.

Nach dem Gebet habe ich dann jeweils in einer Du’a Allah gebeten, mir doch zu helfen diese Dinge zu lernen. Das ging nicht von einem Tag auf den anderen. Ich begann aktiv nach Brüdern zu suchen, von denen ich lernen konnte. In Zürich hatte ich einen Bruder gefunden, der mich in der Moschee einige Dinge aus der Aqida gelernt hat. Damals wusste ich aber noch nicht, dass man dies Aqida nennt. Ich bin wöchentlich von Luzern nach Zürich gefahren um von ihm zu lernen. Vor allem charakterlich konnte ich viel von diesem libanesischen Bruder lernen. Später habe ich in Bern einen türkischstämmigen Bruder kennengelernt, der in Saudiarabien und in Syrien studiert hat. Jeden Monat habe ich einen Sonntagmorgen mit ihm in Bern verbracht. Ihn konnte ich alles fragen, was mir auf dem Herzen lag. Dieser Bruder hat mich vor allem gelernt, wie wichtig es ist sein Leben auf Allah auszurichten, und wie wichtig es ist zu lernen. Er hat mich auf das Islamologische Institut in Frankfurt aufmerksam gemacht. Ohne zu zögern habe ich mich angemeldet und zusammen mit einem Bruder aus Biel die Kurse besucht. Daneben hatte ich natürlich auch andere Lehrer. Bei denen kam ich aber jeweils an einen Punkt, an dem es mir bewusst wurde, dass ich mich da langsam und freundlich wieder zurückziehen sollte. Ich habe das jeweils irgendwie gespürt.

Sehr wichtig bei der Wahl eines Lehrers sind mir jeweils die Charaktereigenschaften. Ist er bescheiden? Stellt er seine Person in den Hintergrund? Lebt er was er sagt? Spricht er schlecht über andere? Animiert mich seine Gegenwart zum Lernen? Fühle ich mich in seinem Haus wohl? Achtet er darauf, halal zu essen? Wie hält er es mit der Sauberkeit? Spüre ich in seiner Gegenwart, dass er Allah fürchtet? Es gibt noch viele weitere solcher Fragen.

Zusammengefasst habe ich folgendes getan:

1. Allah intensiv um Hilfe gebeten
2. Die Nähe von Brüdern gesucht, von denen ich lernen kann
3. Den Charakter eines Lehrers angeschaut
4. Mich bei der Suche nach einem Lehrer nicht auf die Stadt Luzern beschränkt. Es hat sich gezeigt, dass lernen oft mit reisen verbunden ist.

Muhammad Said Ramadan al-Buti *

Und deine Geschichte? Wie hast du deinen Lehrer gefunen? Wie lernst du?

* Scheich Muhammad Said Ramadan al-Buti ist einer der grössten Gelehrten des Islams. Er lebt in Damaskus und predigt jeden Freitag in einer kleinen Moschee in der Nähe seines Hauses im Quartier Rukn ed-Din. Während seinen Predigten ist die Moschee bis weit auf die Strasse hinaus überfüllt. Interessant ist diese Diskussion zwischen Scheich al-Buti und einem Salafi-Lehrer.  

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Oct 18 2007

Islamologiekurse des Islamologischen Instituts

Published by Rachid under Islam

Die Islamologiekurse des Islamologischen Instituts sind ein guter Weg um sich das Wissen anzueignen, das man braucht, um als Muslim den Islam leben zu können. Im November beginnen die neuen Kurse. Hier kannst du dich zu den Kursen anmelden.

Die Kurse kann ich dir nur empfehlen.

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Oct 12 2007

Eindrücke vom Festgebet

Published by Rachid under Persönlich, Islam

Das Fest zum Ende des Monats Ramadan beginnt mit einem gemeinsamen Gebet am Morgen. Dem Gebet folgt eine Predigt. Danach wünscht man sich gegenseitit ein schönes Fest und bittet einander die Fehler zu vergeben, die man vielleicht gemacht hat.

Die Kinder, wie auch die Erwachsenen, ziehen für das Festgebet schöne Kleider an.

Nach dem Festgebet spazierten wir langsam nach Hause. Dort angekommen haben wir uns in der Familie gegenseitig gebeten einander zu vergeben. Und dann kam der grosse Augenblick für die Kinder - Geschenke auspacken.

Omar hat eine Autobahn mit Brücke erhalten. Und Aischa eine Kamera.

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Oct 11 2007

Eid Mubarak!

Published by Rachid under Islam

Liebe Brüder und Schwetern,
Salamu Alaykum wa Rahmatullahi wa Barakatuh

Ich wünsche euch allen ein schönes Fest zum Ende des Ramadan.

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Oct 09 2007

Hast du die Zakat schon bezahlt?

Published by Rachid under Islam

Die jährlich zu bezahlende Zakat auf Vermögenswerten ist die dritte Säule des Islams. Hast du deine Zakat dieses Jahr schon bezahlt?

Allah, subhanahu wa ta’ala, hält uns im Qur’an an, von unserem Vermögen einen genau festgesetzten Anteil jährlich an bestimmte Personengruppen abzugeben. Zakatpflichtig ist also nicht das Einkommen, sondern nur das Vermögen. Im Qur’an wird die Zakat oft zusammen mit dem Gebet genannt, wodurch die Wichtigkeit der Zakat betont wird.

Und verrichtet das Gebet und zahlt die Zakat und verneigt euch mit den sich Verneigenden.
(Qur’an 2:43)

Allah stellt die Zakat - eine gottesdienstliche Handlung, die belohnt wird - im Qur’an den Zinsen (Riba) gegenüber:

Was immer ihr auf Zinsen verleiht, damit es sich mit dem Gut der Menschen vermehre - er vermehrt sich nicht vor Allah; doch was ihr an Zakat gebt, indem ihr verlangt nach Allahs Antlitz - sie ind es, die vielfache Mehrung empfangen werden.
(Qur’an 30:39) 

Das Bezahlen der Zakat ist für alle Muslime und Musliminnen eine Pflicht. Es ist genau festgelegt wer wieviel an wen bezahlen muss. Darüber hinaus soll sich der Muslim aber auch sonst grosszügig zeigen und Sadaqa (freiwillige Spenden) geben. Der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, hat sinngemäss gesagt:

“Kein Vermögen wird durch Sadaqa vermindert! Keinem Diener Allahs wird Unrecht zugefügt, und er bleibt dabei standhaft, ohne dass Allah ihn noch mehr ehrt. Kein Diener Allahs bettelt, ohne dass Allah ihn noch ärmer macht.”
(Sahih nach Tirmidhi)

Wer muss Zakat bezahlen?

Jeder Muslim, der Vermögen besitzt, über das er uneingeschränkt verfügen kann, und dessen Vermögen während einem Mondjahr ein bestimmtes Mindestmass überschritten hat, muss einen bestimmten Teil dieses Vermögens als Zakat an bestimmte Zakatempfänger zahlen. Die Höhe dieses Nisab genannten Mindestmasses ist je nach Art des Vermögens unterschiedlich. Im Fall von Geld und Gold entspricht der Nisab dem Wert von 85 Gramm Gold, aktuell CHF 2370 / EUR 1423.

Auf welche Güter muss Zakat bezahlt werden?

Zakat muss grundsätzlich nur auf wachstumsfähige Vermögenswerte bezahlt werden. Die Liste der zakatpflichtigen Güter umfasst auch Nutztiere, Ernteerträge und Bodenschätze. Für uns sind wohl vor allem Geld, Gold & Silber, Aktien, etc wichtig. Falls du eine Schafherde oder gar Kamele besitzt, so schlag die Zahlen für Schafe und Kamele bitte im Handbuch Islam nach.

Wann muss Zakat bezahlt werden und wie wird sie berechnet?

Sobald der Besitz den Nisab, die Grenze zur Zakatpflicht, erreicht, beginnt man die Zeit eines Mondjahres zu messen. Nachdem ein Mondjahr verstrichen ist, wir die Zakat fällig. Ausnahmen sind hier Bodenschätze und landwirtschaftliche Erträge. Beim Abbau von Bodenschätzen wird die Zakat sofort fällig. Bei den landwirtschaftlichen Erträgen wird die Zakat bei der Ernte fällig. Als Grundlage für die Berechnung der Zakat nimmt man den Besitz, über den man an diesem Tag verfügt, auch wenn der Besitz zu beginn des Mondjahres geringer war.

Das nächste Mal wird die Zakat nach dem verstreichen eines neuen Mondjahres fällig. Falls der Besitz aber irgendwann unter den Nisab fällt, beginnt man mit dem Messen eines Mondjahres erst wieder, wenn der besitz den Nisab überschreitet. Wenn der Besitz unter den Nisab fällt, entfällt die Zakatpflicht für die Zeitspanne zwischen dem letztmaligen Entrichten der Zakat und dem Zeitpunkt, zu dem der Besitz unter den Nisab fällt – falls diese Zeitspanne kürzer als ein Mondjahr ist.

Als Grundlage für die Berechnung der Zakat nimmt man den Besitz, über den man an diesem Tag verfügt, auch wenn der Besitz zu beginn des Mondjahres geringer war. Am Tag der Fälligkeit zählt man z.B. alle Geldwerte zusammen, die man gegenwärtig besitzt, und entrichtet 2.5% davon als Zakat.

*1) Der Besitz fällt unter den Nisab, also entfällt eine Bedingung für die Zakat, nämlich, dass man ein Mondjahr lang über den Besitz verfügt.

*2) Sobald der Besitz den Nisab wieder überschreitet, beginnt man von neuem ein Mondjahr zu zählen. Die Zakat wird nach Ablauf dieses neuen Mondjahres wieder fällig. Nach Abu Hanifa ist die Zakat auch fällig, falls der Nisab innerhalb des Mondjahres unterschritten wurde, zum Zeitpunkt der Fälligkeit der Nisab aber erreicht ist.

An wen bezahlt man die Zakat?

Die Zakat steht grundsätzlich nur Muslimen zu. In Bedrängnis geratene Nichtmuslime können durch Sadaqa unterstützt werden. Das Ergebnis ist bei Zakat und Sadaqa schlussendlich das gleiche. Man gibt einem unterstützungsbedürftigen Geld. Doch Zakat hat einen anderen religiösen Hintergrund als Sadaqa. Unter den Muslimen sind die Vermögenden, die Arbeitsunwilligen, die offen schwere Sünden begehenden, die Verwandten des Zakatpflichtigen sowie die Familie des Propheten (sas) als Zakatempfänger ausgeschlossen.  Damit sind diejenigen Verwandten gemeint, für deren Unterhalt man sowieso aufkommen muss, z.B. Frauen, Kinder, Eltern.

Gruppe Bemerkungen
Arme (Faqir) Muslime, die unter dem Existenzminimum leben. Ihnen fehlt es an elementaren Dingen wie Essen, Wohnung, Kleidung.
Bedürftige (Miskin) Muslime, die auf dem Existenzminimum leben, deren elementare Bedürfnisse knapp gedeckt sind, die aber durch widrige Umstände, Katastrophen, Unglücke mehr brauchen.
Zakat Sammler/Verteiler Diejenigen, die die Zakat sammeln und/oder verteilen, können für ihre Ausgaben und Aufwände etwas von der Zakat nehmen.
Deren Herzen gewonnen werden sollen Leute, die neu in den Islam eintreten und durch ihren Eintritt in den Islam Verluste erleiden werden. Ihnen kann aus der Zakat gegeben werden, falls die Muslime ihre Unterstützung brauchen.
Sklaven Zakat konnte zur Befreiung von muslimischen Sklaven verwendet werden. Diese Gruppe der Zakatempfänger fällt heute weg.
Schuldner Muslime, die durch erlaubte und notwendige Schulden in Bedrängnis geraten sind.
Kämpfer fi sabil Illah Muslime, die die Muslime mit der Waffe gegen Angriffe verteidigen. Im Fall der Zakat ist mit fi sabil Illah nur der bewaffnete Kampf zur Verteidigung der Muslime gemeint.
Reisende Der in Not geratene Reisende

Beim verrichten der Zakat zählt die Absicht des Gebenden, ob es sich um Zakat oder um Sadaqa, eine freiwillige Spende, handelt. Man braucht dem Zakatempfänger nicht zu sagen: “Hiermit bezahle ich dir CHF 200 Zakat!” Dies könnte ihn verletzen. Besser ist, man gibt und verliert darüber keine Worte.  

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Oct 07 2007

Muslimischer Friedhof in Luzern

Published by Rachid under Gesellschaft, Politik, Islam

Im Februar erhalten die Musliminnen und Muslime des Kantons Luzern ein Gräberfeld im Friedhof Luzern. Warum brauchen die Muslime eigentlich einen eigenen Friedhof?

Seit langem hat die Vereinigung der islamischen Organisationen des Kantons Luzern (VIOKL) mit der Stadt Luzern wegen einem muslimischen Gräberfeld innerhalb des Städtischen Friedhofs verhandelt. Die Stadt wiederum hat sich darum bemüht umliegende Gemeinden in das Projekt einzubinden. Die jahrelange Arbeit zeigt nun Früchte. Der grosse Stadtrat hat am 26. September das Projekt mit einem deutlichen Ja gutgeheissen. Das muslimische Grabfeld um Friedhof Friedental kann nun im Februar eröffnet werden. Unser Grabfeld liegt gleich neben dem alten jüdischen Friedhof. Es bietet Platz für 297 nach Mekka gewandter Gräber. Wir haben das Grabfeld heute besichtigt.

Warum brauchen eigentlich die Muslime einen eigenen Friedhof? Halten die Muslime die Nichtmuslime für unrein und wollen nicht neben ihnen begraben sein? Kein Mensch ist unrein, unabhängig von seinem Glaubensbekenntnis. Kein Mensch ist unrein, weder lebend noch verstorben.

Wenn ein Muslim stirbt, wird sein Körper gewaschen. In Luzern steht dafür in der bosnischen Moschee ein spezieller Raum zur Verfügung. Danach wird der Tote in seine Leichentücher eingewickelt und im Sarg zum Friedhof getragen. Die Muslime sprechen für den Verstorbenen das Totengebet und beerdigen ihn ohne Sarg. Musliminnen und Muslime ruhen in den Gräbern mit dem Kopf auf einer Kopfstütze, so dass ihr Blick über den Körper hinweg nach Mekka gerichtet ist. Folglich werden muslimische Gräber nach Mekka ausgerichtet. Unsere Gräber werden bewusst einfach gehalten. Für Muslime ist die Grabesruhe bis zum jünsten Tag wichtig. Und nicht zuletzt hat das Begräbnis und die Zeit im Grab starke religiöse Aspekte.  Wir Muslime möchten auf dem Friedhof mit denen zusammen sein, mit denen wir während unserem Leben gebetet und gefastet haben.

Wir sind mit dem neuen Gräberfeld einige Kompromisse eingegangen, doch insgesamt ist es eine sehr gute Lösung. Die Kompromisse waren, dass

  1. die Toten im Sarg beerdigt werden, und
  2. die Gebeine, wenn der Friedhof voll besetzt ist, in einem Grab gesammelt werden.

Der Stadt bin ich sehr dankbar für den neuen Friedhof. Vor allem freue ich mich auch über den sehr eindeutigen Entscheid des grossen Stadtrates.

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Oct 01 2007

Das schlechteste Gefäss

Published by Rachid under Hadith, Islam

Dein Bauch ist dir genauso ein Feind wie deine Zunge. 

Prophet Muhammad, Sallallahu Alaihi wa Sallam, hat sinngemäss gesagt: “Der Mensch füllt kein schlechteres Gefäss als seinen Bauch. Einige Bissen genügen für den Sohn Adams, um seinen Rücken aufrecht zu halten. Aber wenn das nicht möglich ist, dann soll ein Drittel des Magens für sein Essen, ein Drittel für sein Trinken und ein Drittel für sein freies Atmen vorbehalten sein.”

(Sahih nach Tirmidhi)

Also hau nicht übermässig rein beim Iftar. Damit du danach nicht wie ein gestrandeter Wal auf dem Sofa liegst.

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Sep 29 2007

Neu: Islamische Glückwunschkarten

Published by Rachid under Islam

Es gibt jedes Jahr vielerlei Gelegenheiten um jemandem eine Karte zu senden. Man möchte mit einer schönen Karte Danke sagen, man möchte jemandem zur Hochzeit oder der Geburt eines Kindes gratulieren. Oder es steht ein Fest wie Eid ul-Fitri an. Beim Kartenkauf mussten wir bis heute jeweils in der Papeterie nach einer Notlösung suchen.

Ab heute verkauft Bruder Hamzah sehr schön gemachte islamische Glückwunschkarten. Ganz aktuell sind die Ramadan Eid ul-Fitri Karten.

Die Karten können zu günstigen Preisen auf Shop.LieberBruderAli.com bestellt werden.

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Sep 25 2007

Innerlichkeit im Gebet

Published by Rachid under Gebet, Islam

“Ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden, deshalb erschuf ich die Welt.”
(nach Ibn ‘Arabi)

Der Kosmos, die Erde und wir selbst wurden erschaffen, damit wir Allah suchen, und uns - wenn wir Ihn durch Seine Gnade gefunden haben - uns in Erfurcht vor ihm nierderwerfen. Diese Niederwerfungen, unsere Gebete, sind der eigentliche Zweck unseres Daseins. Manchmal bleibt uns neben den vereinnehmenden Verpflichtungen des Diesseits nicht die Zeit, darüber nachzudenken, weshalb wir hier sind. Die Wichtigkeit des Gebets ist uns nicht immer bewusst. Wenn wir nach dem Freitagsgebet davoneilen, ohne das Sunnagebet verrichtet zu haben, müssen wir uns fragen, was können wir denn in diesen paar Minuten tun, die wir gewonnen haben, was das Sunnagebet aufwiegt, das wir verpasst haben? Und wenn wir den Grund für unser Dasein als Massstab für unsere Prioritäten anlegen, können wir nur antworten: Nichts! In diesen paar Minuten gibt es für uns auf der ganzen Welt nichts bessers zu tun, als das Sunnagebet zu verrichten. Zu einem Gebet gehören aber nicht nur die Worte und Bewegungsabläufe oder die Zeit, die wir dafür verwenden. Zu einem Gebet gehört unbedingt auch Innerlichkeit, Einkehr, Andacht. Wie bringen wir Innerlichkeit in unsere Gebete?

Die Weichen für ein intensives Gebet werden schon vor dem Beginn des eigentlichen Gebets gestellt. Innerlichkeit fängt damit an, dass wir zur richtigen Zeit mit dem Gebet beginnen. Die Haltung sollte nicht sein: “Oh! Bald bricht die Zeit des Nachmittagsgebets an, wir müssen schnell noch das Mittagsgebet verrichten!”. Die Haltung sollte viel eher sein: “Oh! Bald bricht die Zeit des Nachmittagsgebets an, bald können wir beten.”

Als Vorbereitung auf das Gebet nehmen wir die rituelle Waschung vor. Unsere Gedanken sind währenddessen bei Allah und richten sich auf die jenseitige Welt aus. Deshalb scherzen wir auch nicht miteinander, während wir die rituelle Waschung vornehmen. Zur Vorbereitung des Gebets gehört auch die Wahl angemessener Kleidung.

Wir schaffen die richtige Atmosphäre für das Gebet, in dem wir Radio/Fernsehen ausschalten und lieber zweimal nachprüfen, ob unser Natel wirklich ausgeschaltet ist. Denn sollte es klingeln, wird uns dies unweigerlich aus der Konzentration des Gebets herausreissen, uns und alle die mit uns beten. Wenn also alles bereit ist, und auch nichts in der Gebetsrichtung platziert ist, das uns ablenken kann, Bilder, Figuren, etc, dann rufen wir zum Gebet. Danach, wenn alle versammelt sind, sprechen wir die Iqomat us-Solat. Die Leute erheben sich zum Gebet. Wenn wir die Hände zum Takbir ul-Ihram (Allahu akbar) heben, treten wir in das eigentliche Gebet ein. Im Gebet kommunizieren wir mit Allah, ganz direkt. In einem wichtigen Verkaufsgespräch konzentrieren wir uns ganz auf den Kunden. Wie kann es sein, dass unsere Gedanken während dem Gebet - wir stehen vor Allah und sprechen mit Ihm - mal hier und mal da hin schweiffen, während sie beim Verkaufsgespräch fokussiert sind? Eine der wichtigsten Bedingungen für ein inniges Gebet ist Konzentration. Wenn wir uns nicht konzentrieren können, müssen wir uns fragen warum nicht. Was ist der Grund? Mangelt es an der Vorbereitung des Gebets? Dann ist es einfach. Mangelt es uns an Wissen? Wissen wir zu wenig um wirklich ehrfurcht vor Allah zu haben? Oder ist es Setan, der uns während dem Gebet mit seinen Einflüsterungen ablenkt? Was es auch ist, wir bitten Allah in einer Du’a um Schutz vor Setan und um Konzentration im Gebet.

Wir bewegen uns langsam und würdevoll im Gebet. Bewegungen, die nicht zum Gebet gehören - wie zum Beispiel an den Kleidern zupfen, sich am Bart kratzen, sich die Augen reiben - unterlassen wir ganz. Wenn wir vor Allah stehen geziemt es sich nicht, den Bart zu kratzen oder anstelle einer Niederwerfung eine hektische Gymnastikübung zu vollbringen. Abgesehen davon lenkt uns dieses Verhalten von der Konzentration im Gebet ab.

Im Gebet sprechen wir langsam. Wir dürfen niemals vergessen, dass die Worte des Qur’an - Allahs Worte - enormes Gewicht haben. Wie könnten wir die Worte Allahs herunterleiern? Wenn wir langsam sprechen, haben wir Zeit um über das Gesprochene nachzudenken. Über das Gesprochene nachzudenken ist etwas vom Wichtigsten, um Innerlichkeit in das Gebet zu bringen. Der Eine oder der Andere wird jetzt vielleicht denken: ja, aber ich spreche doch kein Arabisch, ich kann ja nichts verstehen. Wir können die Bedeutung in einem Tafsir nachlesen, und wenn wir mehr wissen möchte, bitten wir den Imam, uns die Bedeutung der kleineren Suren ausführlich zu erklären.

Um diese Dinge im Alltag umzusetzen, hilft es, sich die einzelnen Punkte auf eine Checkliste zu schreiben und irgendwo aufzuhängen, wo man auf dem Weg zum Gebetsplatz vorbeigeht. Hier nochmals die Punkte in einer Zusammenfassung:

Vorbereitung

  • Gebetszeit
  • Wudu bewusst machen
  • Sorgsame Kleidung
  • Gebetsplatz ohne Ablenkungen
  • Radio/Fernsehen/Natel ausschalten

Vollständiges Gebet

  • Gebetsruf
  • Iqomat us-Sholat
  • Sunnagebete
  • Dhikr und Du’a

Konzentration

  • Langsam und würdevoll bewegen
  • Langsam sprechen und über das Gesprochene nachdenken

Ein Mann kam zum Propheten (sas) und sagte: “Gib mir einen Rat”. Da sagte er: “Wenn du im Gebet stehst, bete, als sei es dein letztes Gebet, und sprich kein Wort, für das du dich morgen entschuldigen musst, und baue nicht auf das, was in der Hand von Menschen liegt.”
(Ahmad Ibn Hanbal)

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Sep 24 2007

Buchbesprechung: Ein Tag mit dem Propheten (sas)

Published by Rachid under Bücher, Review, Islam

Im Buch Ein Tag mit dem Propheten beleuchtet Ahmad von Denffer den Alltag des Propheten Muhammad (sas) anhand von 198 ausgewählten Überlieferungen. Die unkommentierten Überlieferungen berichten uns unter anderem wie der Prophet (sas) den Tag begonnen hat, wie er gebetet hat, wie er gegessen und wie er gefastet hat, wie der Prophet (sas) mit Menschen umgegangen ist, wie er Kranke besucht hat oder wie er die nachbarschaftlichen Beziehungen gepflegt hat.

Ein Tag mit dem Propheten ist ein Buch, das man immer wieder von neuem lesen kann. Je öfter man dieses Buch liest, je mehr erkennt man den Charakter des Propheten (sas), man erahnt, welche Prioritäten der Prophet gesetzt hat, wie er seine Zeit eingeteilt hat. Und wenn wir darüber nachdenken, bemerken wir vielleicht, dass die Art und Weise, wie der Prophet (sas) gelebt hat, wenig mit unserem eigenen Alltag und unseren eigenen Prioritäten zu tun hat. Das Buch regt uns an darüber nachzudenken, wie wir das beispiel des Propheten (sas) auf unseren Alltag übertragen können.

Ein Tag mit dem Propheten ist eins meiner Lieblingsbücher. Manchmal habe ich es in der Tasche, wenn ich verreise.

Das Buch Ein Tag mit dem Propheten kann hier bestellt werden.

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Sep 22 2007

Wenn du im Gebet stehst

Published by Rachid under Gebet, Hadith, Islam

Unser Prophet Muhammad, Sallallahu alaihi wa sallam, hat sinngemäss gesagt:

“Wenn du im Gebet stehst, bete als sei es dein letztes Gebet”

(Überliefert von Ahmad Ibn Hanbal)

Damit ich vor dem Gebet an diesen Hadith erinnert werde, habe ich vor langer Zeit ein einfaches kleines Poster gemacht und es zu hause aufgehängt. Du kannst die Vorlage hier herunterladen. Vielleicht dient das Poster dir auch, insyaAllah.

pdf_icon.jpgWenn du im Gebet stehst

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Sep 19 2007

Die Baraka ist in der Gemeinschaft

Published by Rachid under Hadith, Islam

Omar Ibn ul-Chattab hat überliefert, dass der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, gesagt hat: “Esst zusammen und trennt euch nicht voneinander, denn die Baraka liegt in der Gemeinschaft.”

(Sunan Ibn Madscha)

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Sep 16 2007

Aus dem Qur’an

Published by Rachid under Qur'an, Islam

Allah, subhanahu wa ta’ala, sagt uns sinngemäss im Qur’an:

So betrübt euch nicht über das, was euch entgeht, und freut euch nicht überheblich über das, was Er euch gibt, und Allah liebt nicht jeden sich wichtigtuenden Prahler, diejenigen, die geizen und den Menschen Geiz gebieten. Und wer sich abwendet, so ist gewiß Allah der absolut Autarke, der Alllobenswürdige.
(Qur’an 57:23-24)

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Sep 15 2007

Sahur

Published by Rachid under Islam

Sahur nennt man die Mahlzeit, die man am Morgen vor dem Fasten einnimmt. Im Gegensatz zum leichten Iftar am Abend sollte das Sahur doch einigen Energiegehalt haben. Ein Teller Goulache oder Käse, Oliven. Auch Corn Flakes mit Milch sind eine gute Sahur Mahlzeit. Aber auch beim Sahur gilt: nicht zu viel essen. Viel wichtiger ist, dass man beim Sahur genügend trinkt. Ich trinke meist ein Glas Milch und zwei Humpen Wasser.

Für die Sahur Mahlzeit stehe ich eine Stunde vor dem ersten Morgenlicht (Fajr) auf und esse ohne Eile. Noch vor dem Fajr höre ich auf zu essen und zu trinken, putzt die Zähne und mache die Gebetswaschung. Nach dem Fajr verrichte ich das Morgengebet und lege mich noch etwa eine halbe Stunde hin, ohne zu schlafen. Danach stehe ich auf und lerne, oder ich gehe gleich arbeiten.

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Sep 14 2007

Das erste Iftar im Ramadan 1428

Published by Rachid under Islam

Gestern haben wir den ersten Tag des Ramadan gefastet. Bei Sonnenuntergang haben wir das erste Fastenbrechen (Iftar) gefeiert. Manch einer stellt sich dies vielleicht als eine Völlerei vor. Manchmal ist es leider tatsächlich eine Völlerei, aber dies ist nicht der Sinn des Ramadans.

Bei Sonnenuntergang (Maghrib) habe ich im Wohnzimmer zum Gebet gerufen. Gleich anschliessend haben wir das Fasten mit ein paar Dateln und einem Glas Tee gebrochen (typisch indonesisch). Danach haben wir das Maghrib-Gebet verrichtet.

Nach dem Gebet haben wir gegessen. Aber nicht viel! Was man hier auf dem Bild sieht, hat für die ganze vierköpfige Familie gereicht. Wir haben alle aus dem selben Teller gegessen, jeder hat seine Ecke.

Von der Geflügelleber mit Kartoffeln und Peperoni haben wir nicht alles gegessen. Einen Teil haben wir für das Sahur Essen für heute morgen aufbewahrt. Allzu viel sollte man am Abend eigentlich nicht essen, dies wäre ungesund. Und ein vollgestopfter Bauch betet auch nicht gerne das etwas ausgedehntere Nachtgebet im Ramadan (Tarawih-Gebet), er liegt lieber ins Bett.

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Sep 12 2007

Marhaban ya Ramadan

Published by Rachid under Islam

Heute Abend bei Sonnenuntergang beginng der 1. Ramadan 1428. Im islamischen Kalender beginnt der Kalendertag jeweils bei Sonnenuntergang. Dies bedeutet, dass bereits heute nach dem Isha-Gebet das erste Tarawih-Gebet verrichtet wird. Morgen Donnerstag beginnen wir nach dem ersten Morgenlicht mit dem Fasten.

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Sep 10 2007

Buchbesprechung: Die kostbare Perle im Wissen des Jenseits

Published by Rachid under Bücher, Review, Islam

Der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, hat sinngemäss gesagt:

“Die Menschen befinden sich nur im Schlaf; und wenn sie sterben, dann wachen sie auf.”

Abu Hamid al-Ghazali (1058-1111), einer der grössten Gelehrten des Islams überhaupt, beschreibt im Buch “Die kostbare Perle im Wissen des Jenseits” dieses Aufwachen, den Tod, und die Reise der Seele danach. Es folgen detaillierte Beschreibungen der Zeit im Grab, der Befragung darin, und der Geschehnisse am Tag des Gerichts.Hinweise auf das Leben nach dem Tod und die Welt des Verborgenen finden sich über den gesamten Qur’an und die Überlieferungen unseres Propheten verstreut, Sallallahu Alaihi wa Sallam. Al-Ghazali hat diese Hinweise zusammengetragen und in ein ergreifendes Buch verpackt.

“…Darauf gestalten sie (die Engel) das Grab über ihm (dem Toten) zu einer mächtigen Kuppel und öffnen ihm das Tor zum Paradies nach seiner rechten Seite hin … auch kommen seine guten Taten zu ihm in der Gestalt der ihm liebsten Personen, die gesellig mit ihm sprechen und ihm erzählen. Sein Grab ist erfüllt mit Licht; und er ist fortwährend in Freude und Frohsinn, so lange die Welt dauert, bis die Stunde des Gerichts anhebt. Er fragt auch wohl, wann die Stunde anhebt, doch wird ihm nichts lieber sein als ihr Anheben.”

Das Buch hilft einem, für einen Moment inne zu halten und sich zu fragen, was im Leben wichtig ist, und was Zeitverschwendung ist. Das Buch kann ich jedem empfehlen, der sich auf den Weg in Allahs Nähe machen möchte, der seine Gebete intensiver erleben möchte. Das Buch kann ich jedem empfehlen, der möchte, dass sein Leben mehr ist als nur Spiel und Zeitvertreib, so wie Allah es uns in Sura al-Hadid in der Ayat 20 erklärt.

„Wisst, dass das diesseitige Leben doch nur Vergnügen, Ablenkung, Schmuck, Wichtigtuerei unter euch und Vermehrung an Vermögen und Kindern ist. Es gleicht reichlichem Regen, dessen Pflanzenwuchs den Bauern gefällt. Dann vertrocknet der Pflanzenwuchs, und du siehst ihn gelb werden, dann wird er Zermalmtes, und im Jenseits gibt es harte Peinigung und Vergebung von Allah und Wohlgefallen. Doch das diesseitige Leben ist nichts ausser Verbrauchsgut der Täuschung.“
(Qur’an 57:20)

Abu Hamid al-Ghazali, Die kostbare Perle im Wissen des Jenseits, Spohr Verlag Kandern, ISBN3-927606-47-2, CHF 15.-Das Buch kann hier bequem bestellt werden.

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Sep 09 2007

Der Beginn des Monats Ramadan

Published by Rachid under Vereine, Islam

Die Muslime in Europa sind sich über den Beginn und das Ende des Monats Ramadan selten einig. Woher kommen die Meinungsverschiedenheiten und welche Lösungsansätze gibt es?

Wir befinden uns in den letzten Tagen des Monats Schaban, bald beginnt der Fastenmonat Ramadan. Der islamische Kalender ist ein Mondkalender. Der Beginn des Ramadans richtet sich nach dem Mond. Sobald am Ende des Monats Schaban der Neumond gesichtet wird, fasten wir am nächsten Tag.

In den letzten Jahren war es leider so, dass wir Muslime in Luzern - und wohl auch in anderen Städten - den Ramadan an verschiedenen Tagen begonnen haben. Die einen richten sich nach der Mondsichtung in Europa, die anderen nach dem bereits im Voraus gedruckten Kalender, der bosnische Kulturverein haltet sich streng an die Vorgaben aus Sarajevo, überhaupt beginnen viele Muslime den Ramadan erst wenn man ihn in ihrem Heimatland beginnt. Und dann gibt es noch die Meinung, dass sich weltweit alle Muslime an Saudi Arabien orientieren sollen. Dieser Ansicht sind vor allem die Wahhabiten. Nur leider gewinnt der erste, der in Saudi Arabien den Neumond sichtet einen Preis. Es ist also fast garantiert, dass die Wahhabiten einen Tag vor den anderen Muslimen zu fasten beginnen. Oft ist genau dies der Grund, warum wir uns nicht auf einen Tag einigen können.

Und genau das gleiche Problem haben wir beim Eid ul-Fitri, dem Fest am Ende des Ramadans. Sobald man am Ende des Ramadans den Neumond des Monats Schawwal sichtet, fastet man am nächsten Tag nicht mehr, sondern feiert.  Falls man den Mond nicht sehen kann, bemisst man für den Ramadan 30 Tage und beginnt am 31. Tag mit dem Fest. Es ist doch sehr schade, dass zum Beispiel die Araber sich bereits zum Fest treffen, während die Türken noch fasten. Dies treibt einen Keil zwischen unsere Gemeinschaft.

Eine sinnvolle Lösung wäre meiner Meinung nach, dass sich die Imame aller fünf Moscheen sich am Ende des Schaban treffen und GEMEINSAM den Beginn des Ramadans bestimmen. Und zwar UNABHÄNGIG von den Teils viel zu mächtigen Präsidenten der Moscheevereine. Sämtliche Moscheen halten sich danach an die Vorgaben dieses Gremiums. Auf jedem im voraus verteilten Ramadankalender muss die Telefonnummer und die Internetsite aufgeführt sein, unter der man den Beginn des Ramadans abfragen kann. Um dies umzusetzen ist nun VIOKL gefragt. Ich mache mir keine Illusionen…

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Sep 08 2007

Bismillah

Published by Rachid under Islam

Wenn wir eine Handlung nicht mit Bismillah beginnen, ist sie von ihrer Barakah abgeschnitten. Wenn wir zum Beispiel zu essen beginnen, sagen wir: “Bismillah!” Und wenn wir fertig sind mit essen, drücken wir unsere Ergebenheit und Dankbarkeit Allah gegenüber mit einem beherzten “Alhamdulillah!” aus.

Aber Hand aufs Herz. Machen wir das wirklich? So ganz von Herzen? Ehrlich gesagt, ich vergesse manchmal, eine Handlung mit Bismillah zu beginnen. Deshalb habe ich mir gesagt, dass ich nun weniger machen will, aber bewusster. Denn was bringt mir eine Handlung, die keine Barakat enthält? Nichts. Letztenendes ist diese Handlung null und nichtig.

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Sep 07 2007

Verbrauchsgut der Täuschung

Published by Rachid under Qur'an, Islam

„Wisst, dass das diesseitige Leben doch nur Vergnügen, Ablenkung, Schmuck, Wichtigtuerei unter euch und Vermehrung an Vermögen und Kindern ist. Es gleicht reichlichem Regen, dessen Pflanzenwuchs den Bauern gefällt. Dann vertrocknet der Pflanzenwuchs, und du siehst ihn gelb werden, dann wird er Zermalmtes, und im Jenseits gibt es harte Peinigung und Vergebung von Allah und Wohlgefallen. Doch das diesseitige Leben ist nichts ausser Verbrauchsgut der Täuschung.“

(Qur’an 57:20)

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Sep 06 2007

Den Qur’an auswendig lernen

Published by Rachid under Qur'an, Islam

Ich lese zu wenig Qur’an. Eigentlich ist das Rezitieren des Qur’an in arabischer Sprache eine Ibadat. So müsste doch das Rezitieren zu meinem festen Tagesablauf gehören. Da muss ich mich ganz dringend verbessern. Imam Abdulkarim Sadiku hat mich einmal gefragt, ob ich einen Schweizer Muslim kenne, der den gesamten Qur’an auf Arabisch auswendig kennt. Ich kenne ein paar Schweizer Muslime, die sehr gut Rezitieren können, aber keiner von ihnen kennt den gesamten Qur’an auswendig. Imam Abdulkerim findet es schade, dass wir das Auswendiglernen vernachlässigen. Er hat recht.

Scheich Muhammad Abdullah Darchawasti (1906 - 1994) kannte nicht nur den gesamten Qur’an auswendig sondern auch über 100′000 Ahadith

Als ich in Damaskus war, gab es in der Moschee unseres Quartiers einen Kurs um den Qur’an auswendig zu lernen. Wir trafen uns einmal wöchentlich. Wir sassen im Halbkreis um Scheich Badr ud-Din und haben der Reihe nach das auswendig gelernte rezitiert. Danach gab Scheich Badr ud-Din jedem eine neue Aufgabe. Jeder hatte sein individuelles Tempo beim Auswendiglernen. Ich habe jeweils nur einige Ayat auswendig gelernt, doch es gab einen Somali, dem Scheich Badr ud-Din gleich ganze Suren als Aufgabe mit nach Hause gab. Besonders schön fand ich, dass unsere Gruppe so bunt gemischt war. Neben Syrern haben auch Afrikaner, Asiaten und ein Schweizer teilgenommen. Könnten wir nicht auch in Luzern so einen Kurs organisieren? Allah, subhanahu wa ta’ala, wird uns für unsere Teilnahme reich belohnen. Wie hat doch Rasulullah, Sallallahu alaihi wa sallam, sinngemäss gesagt?

“Nie versammeln sich Leute in einem der Häuser Allahs, tragen das Buch Allahs vor und studieren es miteinander ohne dass Allahs friedvolle Gegenwart auf sie herabkommt, die Barmherzigkeit sie bedeckt, die Engel sie umgeben und Allah sie denen gegenüber nennt, die bei Ihm sind.”

(Sahih nach Muslim)

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Sep 05 2007

Essen für zwei genügt für drei

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Unser Prophet Muhammad, Sallallahu Alaihi wa Sallam, hat gesagt: “Essen für zwei genügt für drei, und Essen für drei genügt für vier.”

(Sahih nach Muslim)

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Sep 04 2007

Quranexplorer.com

Published by Rachid under Qur'an, Islam

Quranexplorer.com ist eine hilfreiche Seite um sich online Qur’anrezitationen anzuhören. Man kann verschiedene Rezitatoren auswählen - mir gefällt “Mishari-Rashid” am besten. Rechts steht der arabische Text, links die sinngemässe Bedeutung in einer von sechs wählbaren Sprachen. Die gerade rezitierte Ayat wird markiert.

Das Programm - ein Webbrowser genügt, es muss nichts installiert werden - ist ganz hervorragend zur Unterstützung beim Lernen geeignet, ersetzt aber nicht einen guten Qur’anlehrer. Eine Schwäche des Programms sehe ich in der manchmal zerhackten arabischen Schrift, die einen ungeübten Leser vielleicht verwirrt. Aber ich bin sicher, dass dies in einer späteren Version verbessert wird.

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Sep 03 2007

Verantwortung übernehmen in der hiesigen Gesellschaft

Published by Rachid under Islam

Vorgestern haben Hamit und Yasmin Duran während dem Familienpicknick im Eigenthal einen Vortrag mit dem Titel Verantwortung übernehmen in der hiesigen Gesellschaft gehalten. Hier kannst du den Vortrag als MP3-Datei herunterladen und anhören.

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Sep 02 2007

Eindrücke vom Familienpicknick

Published by Rachid under Vereine, Islam

Alhamdulillah! Das Familienpicknick gestern im Eigenthal war ein Erfolg. Mindestens 300 Besucher (Kinder nicht mitgezählt), 80 Kg Fleisch grilliert. Von Hamid & Yasmins Vortrag habe ich fast nichts mitbekommen, denn in der Küche mussten wir rennen, um mit dem Ansturm am Buffet fertig zu werden

Das Picknick war - aus Sicht der Küche, also gemessen an den verzehrten Mengen - ein voller Erfolg.

Hamit und Yasmin Durans Vortrag wird durch Yusuf Sabadia angekündigt.

Am Grill war ununterbrochen Hochbetrieb. 80 Kg Fleisch aus der Baraka Metzgerei in Kriens und der Albanischen Moschee in Emmenbrücke wurden gegessen.

Für die Kleinen gab’s im Kinderecken liebevoll dekorierte kleine Schokoladenküchlein. Besonders hat mich gefreut, dass unsere Nachbarn auch zum Picknick gekommen sind. Die zufriedenen Gäste sind ein guter Grund nächstes Jahr insyaAllah wieder ein Picknick zu organisieren.

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Sep 01 2007

Schutz gegen Selbstzufriedenheit und Stolz

Published by Rachid under Islam

Durch das Befolgen der Gebote Allahs entwickelst du positive und lobenswerte Charakterzüge, die Allahs Wohlgefallen zur Folge haben. Du erhälst immer zahlreichere positive Charakterzüge, je weiter du diesen Weg gehst. Doch wenn du diese positiven und Allahs Wohlgefallen hervorrufenden Charakterzüge dir selbst zuschreibst, so läufst du Gefahr, dass Scheitan - der immer auf der Lauer liegt - deine Selbstzufriedenheit und deinen Stolz anfacht.

Dein einziger Schutz gegen Selbstzufriedenheit und Stolz ist das unbedingte Festhalten an deiner Dienerschaft Allah gegenüber. Alle in der Nichtexistenz verwurzelten Attribute - alles schlechte und böse - schreibst du dir selbst zu. Alle im aus sich selbst seienden Sein verwurzelten Attribute - alles gute, positive, lobenswerte - schreibst du Allah zu.

Deine guten Charakterzüge und deine guten Taten sind doch nichts anderes als ein Geschenk Allahs an dich, für das du dich dankbar zeigen kannst.

Scheich Muhammad Intikhab Alam bin Suleyman, ein in Sri Lanka lebender Gelehrter, hat seine ganz eigene Methode entwickelt um seine Selbstzufriedenheit und seinen Stolz zu kontrollieren. Regelmässig putzt er Toiletten. Als ich ihn einmal beim Toilettenputzen angetroffen habe, fragte ich ihn, ob denn das nicht die Haushälterin machen könne. Er sei ein Nichts, hat er geantwortet, diese Arbeit sei genau das richtige für ihn.

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