Archive for the 'Motivation' Category

Mar 10 2009

Die besten Misbahas der Welt

Published by Rachid under Dhikr, Top-Links, Motivation

UNS Fine Crafts stellt die wahrscheinlich besten Misbahas der Welt her. Für die rein handwerkliche Verarbeitung werden nur die auserlesensten Materialien verwendet. Die Misbahas können hier bestellt werden.

Modell “Rosewood Master”

Video über die handwerkliche Misbaha Herstellung bei UNS Fine Crafts.

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Nov 19 2007

Wissen wird abberufen und Unwissenheit verbreitet sich

Published by Rachid under Motivation, Hadith

Der Prophet, sallallahu alaihi wa sallam, sagte sinngemäss:

“Zu den Vorboten der Stunde zählt, dass das Wissen über Allah und den Din entzogen wird, dass Unwissenheit sich verbreitet, … “
(Sahih nach Buchari, Muslim, at-Tirmidhi, Ibn Madscha und Ahmad ibn Hanbal)

Wenn man wissen möchte, wie man die rituelle Waschung durchführt, oder wenn man den Wortlaut des Gebets lernen möchte, so ist es immer noch leicht, jemanden zu finden, der einem dieses Wissen vermitteln kann. Man geht in die nächste Moschee und bekommt eine Antwort. Wenn man die Unterschiede bei der Gebetswaschung zwischen den vier Rechtsschulen kennen möchte, dann wird es schon schwieriger, dies lässt sich aber in Büchern nachschlagen. Wenn man wissen möchte, wie man die Totenwaschung durchführt, dann wird es nochmals eine Stufe schwieriger.

Letztes oder vorletztes Jahr hatte ich eine Frage im Zusammenhang mit der Selbstkritik. Die Frage war eigentlich simpel: “Wie kann ich bereits in diesem Leben erkennen, welche Stufe ich gegenwärtig vor Allah einnehme?” Es hatten sich bei mir noch ein paar andere Fragen zu speziellen Themen angesammelt. Hier in Luzern kenne ich niemanden, der diese Fragen beantworten kann. Deshalb habe ich mich in ein Flugzeug gesetzt um übers Wochenende einen Gelehrten in einem anderen Land zu besuchen.

Das Wissen ist oft noch irgendwo vorhanden. Auf die meisten Fragen bekommt man irgendwann die Antwort, wenn man sich nur intensiv genug darum bemüh. Und genau hier sehe ich die Wurzel des Problems. Wir bemühen uns nicht intensiv genug darum, das islamische Wissen in unserer Gemeinschaft zu erhalten.  Etwas zynisch könnte man sagen: Das einzige islamische Wissen, das sich im Moment ausbreitet, sind die einfach gestrickten wahhabitischen Lehren. Das islamische Wissen beschränkt sich aber nicht auf die wahhabitischen Lehren. Das islamische Wissen ist sehr viel faccettenreicher als dies. Ein Beispiel. Der Prophet, sallallahu alaihi wa sallam, hat am Morgen oft seine Gefährten gefragt, ob sie in der Nacht einen Traum hatten, und hat die deutbaren Träume gedeutet. Das Wissen der Traumdeutung wurde bis in unsere Zeit weitergegeben. Die islamischen Gelehrten haben in den letzten 1400 Jahren Bücher zu diesem Thema verfasst, das bekannteste unter ihnen ist das Traumdeuterbuch Ibn Sirins. In Europa ist mir nur ein einziger Gelehrter bekannt, der sich in der islamischen Traumdeuterkunst gut auskennt.  Stirbt dieser Gelehrte, so ist dieses Wissen weg. Dieses Wissen wird mit seinem Tod abberufen. Es wird abberufen, weil sich niemand wirklich dafür interessiert, dieses Wissen zu erlernen.

Und so wird das Wissen über Allah und den Din vielleicht nicht abberufen, indem die islamischen Gelehrten sterben.  Es wird vielleicht abberufen, indem niemand sich ernsthaft darum bemüht, das Wissen von den Gelehrten zu übernehmen.

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Oct 24 2007

Stolz

Published by Rachid under Motivation

Mein lieber Bruder Ali, weisst du, wann ich ein langersehntes Ziel erreicht hatte? Als ich jemanden über mich sagen hörte: “Was hat Rachid schon für den Islam getan?!” Und ich mich über diesen abschätzigen Kommentar gefreut habe.

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Sep 20 2007

Leben wir in einer schwierigen Zeit?

Published by Rachid under Motivation

Immer mehr muslimische Brüder und Schwestern beklagen sich über die fehlende muslimische Infrastruktur in der Schweiz, über die fehlende Brüderlichkeit, überhaupt über die schwierige Situation in der wir Muslime heute leben. Das tönt manchmal ganz deprimiert und resigniert.

Es mag ja stimmen, muslimische Infrastruktur ist in der Schweiz nur ansatzweise vorhanden. Doch wäre alles perfekt, würden wir als blosse Konsumenten die Infrastruktur nutzen. So aber können wir aktiv helfen die Infrastruktur aufzubauen. Wir können etwas tun, wir können anpacken. Anstatt zu konsumieren, können wir etwas aufbauen. Alhamdulillah, etwas aufzubauen ist doch viel verdienstvoller als blosses Konsumieren.

Die Brüderlichkeit. Hm, ja, da hälst du dir am besten selbst einen Spiegel vor und fragst dich, was du selbst für die Brüderlichkeit in der Gemeinschaft tust? Bist du wirklich für deinen Bruder da? Wenn du findest, dass die Brüderlichkeit verschwindet, so sorg dafür, dass du selbst wie ein Fels in der Brandung stehst, dass man sich auf deine Brüderlichkeit verlassen kann.

Ja, wir leben in einer schwierigen Zeit. Wir werden unter Generalverdacht gestellt und ausgegrenzt. Heute ist es schwierig als Muslim zu leben - aber war es das nicht schon immer? Haben die Muslime nicht schon seit jeher wie Fremde in dieser Welt gelebt? Ich denke es ist falsch, wenn wir von einer schwierigen Zeit sprechen und uns selbst bemitleiden. Während die Muslime zur Zeit des Propheten (sas) viel machen mussten, um Erfolg im Jenseits zu haben, hat Allah die Messlatte für uns doch bestimmt viel tiefer angesetzt. Alhamdulillah! Anstatt uns zu beklagen, betrachten wir die vielen Hürden und Herausforderungen doch besser als Chance und danken Allah dafür.

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Jul 09 2007

Warum unsere Projekte oft scheitern - und wie wir es besser machen können

Published by Rachid under Motivation, Vereine, Islam

In Luzern ist es für die islamische Gemeinschaft seit jeher schwierig motivierte Leute zu finden um Projekte durchzuziehen. Es läuft eigentlich immer gleich ab. Im Moment sind wir dabei, das Familienpicknick vorzubereiten. Ich nehme gleich dieses Projekt als Beispiel.

Von der Islamischen Gemeinde Luzern (IGL) habe ich den Auftrag bekommen, das diesjährige Familienpicknick zu organisieren. Natürlich kann ich das nicht alles selbst machen. Ich brauche Brüder und Schwestern, die mir helfen. Leute, die mir geeignet scheinen habe ich direkt um Mithilfe angefragt. Das waren aber noch lange nicht genug, ich habe deshalb auch bei den Moscheevorständen angefragt, ob mir jemand helfen kann. Und nun kommt das Lächerliche. Einzelne Moscheen senden dann irgendwelche Leute, die helfen sollen. Die sind in der Regel überhaupt nicht motiviert. Wenn sie überhaupt an Sitzungen teilnehmen, dann nur mit mindestens einer Stunde Verspätung. Aufgaben erledigen sie grundsätzlich nicht. Warum auch. Schliesslich ist man ja als Vertreter der Moschee Soundso zur Sitzung gekommen, aber doch nicht etwa um zu arbeiten. Für die Moscheevereine ist damit der Fall erledigt. Sie haben ja jemanden als Vertreter gesandt. Somit unterstützt ihre Moschee das Anliegen. Diese “Moscheevertreter” bringen selten etwas. Sie sind nur ein Ärgernis für denjenigen, der die Sitzung leiten muss.

Das Familienpicknick vorzubereiten ist dieses Jahr schwierig. Es harzt richtig. Es harzt so sehr, dass ich diese Aufgabe nächstes Jahr eigentlich nicht mehr übernehmen möchte. Wie anders war das doch letztes Jahr. Es hat richtig Spass gemacht das Familienpicknick vorzubereiten. Ich habe mich jeweils auf die Sitzungen gefreut. Alle haben ihre Aufgaben erledigt. Oft wurden meine Erwartungen sogar weit übertroffen. Da hat zum Beispiel der Bruder, der eigentlich nur Wegweiser aufstellen sollte, auch gleich leuchtfarbene Westen mitgebracht, auf denen “Familienpicknick Parkdienst” aufgedruckt war. Richtig professionell hats ausgeschaut. Genau wie die Wegweiser. Bei so viel Motivation wurde das Familienpicknick selbstverständlich ein voller Erfolg.

Letztes Jahr Top, dieses Jahr Flop. Woran liegt das nur? Ich glaube ich weiss woran das liegt. Letztes Jahr habe ich wöchentlich in der bosnischen Moschee Erwachsene im Islam unterrichtet. Mit der Zeit kannten sich die Teilnehmer gut untereinander. Ich bin mir nicht sicher, ob die Leute wegen dem Unterricht kamen, oder weil sie sich bei dieser Gelegenheit treffen konnten ;-) Als mich die Islamische Gemeinde (IGL) letztes Jahr beauftragte das Familienpicknick zu organisieren, habe ich vor dem Unterricht gefragt, wer bei den Vorbereitungen mithelfen möchte. Es haben sich genügend Brüder und Schwestern gemeldet. Den Rest der Geschichte kennt ihr ja. Es hat richtig Spass gemacht.

Wir könnten uns nun natürlich Gedanken machen, warum das so ist. Aber das ist eigentlich gar nicht so wichtig. Wichtig ist der Weg, den wir letztes Jahr unbewusst gegangen sind:

Unterricht -> Clique -> Familienpicknick vorbereiten -> Erfolg

Können wir diesen Weg nicht auch bewusst gehen? Also schon bestehende Cliquen zur Durchführung eines Projekts gewinnen? Die Entstehung von Cliquen fördern? Vom verknöcherten Vorgehen gemäss Artikel 60 ZGB wegkommen? Präsident -> Vorstand -> Moscheevertreter austrocknen lassen?

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