Archive for the 'Vereine' Category

Jan 17 2010

“Mit islamischen Grüssen”

Published by Rachid under Vereine, Hadith

Briefe oder E-Mails von Muslimen an Muslime enthalten manchmal Formeln wie “Mit Du’as verbleibend” oder “Mit islamischen Grüssen”. Warum sagt ihr nicht einfach “As-Salamu Alaykum”?

Ein Mann fragte den Propheten, Sallallahu alaihi wa sallam: “Was vom Islam ist am besten?” Der Prophet, Sallallahu alaihi wa sallam antwortete sinngemäss: “Nahrung zu geben und Salam zu dem zu sagen, den du kennst, und zu dem, den du nicht kennst.”

(Sahih nach Buchari und Muslim)

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Dec 11 2009

Islam Zentralrat Schweiz?

Published by Rachid under Gesellschaft, Vereine, Politik

Der “Islam Zentralrat Schweiz” hat für Morgen eine Demo in Bern organisiert. Als Redner hätte der nicht unumstrittene Deutsche Pierre Vogel auftreten sollen. Der ist jetzt aber leider verhindert. Dies ist wahrscheinlich auch besser so. Können wir Muslime in der Schweiz nicht selbst für uns sprechen? Müssen wir Redner aus Deutschland holen? Ganz abgesehen davon finde ich, dass in der gegenwärtigen angeheizten Situation eine besonnene Stimme, welche für Dialog eintritt, die bessere Wahl wäre.

Und was soll dieser “Islam Zentralrat Schweiz”? Reichen zwei muslimische Dachorganisationen nicht? Wir haben bereits FIDS und KIOS. Beide stehen für Dialog ein. Wozu eine dritte Organisation? Um sich noch mehr zu verzetteln? Um noch unkoordinierter aufzutreten? Der Präsident heisst gemäss Medienberichten “Abu Ammar”, Vater des Ammar. Warum tritt er nicht unter seinem richtigen Namen auf?

Leider finde ich nichts im Internet über diese neue Organisation. Kann mir jemand meine Fragen beantworten?

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Jan 19 2009

Stellungnahme der Juden in der Schweiz zum Ghazakrieg

Published by Rachid under Vereine, Politik

Aus dem Islam.ch Newsletter:

Juden in der Schweiz stehen vorbehaltlos hinter Israel

Nach 3 Wochen (!) haben sich endlich offizielle Vertreter der in der Schweiz lebenden Juden zu Wort gemeldet. Wie dieser Stellungnahme des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes (SIG) und der Plattform der Liberalen Juden der Schweiz (PLJS) zu entnehmen ist, stehen die Schweizer Juden vorbehaltlos hinter dem militärischen Angriff Israels gegenüber dem palästinensischen Volk.

Leider passt dies nicht so recht zu dem Bild der sich sonst so betont friedliebend gebenden Juden… 

Ich persönlich finde es bezeichnend, dass den Schweizer Juden nichts anderes einfällt, als einmal mehr mit der Antisemitismuskeule zu winken. Habt ihr kein anderes Argument? Ach ja, die selbstgebastelten Raketen der Hamas. Das Problem ist aber nicht der Raketenbeschuss, sondern die seit Jahrzehnten andauernde Landnahme Israels, die trotz aller israelischer Friedensheuchelei immer konsequent fortgesetzt wurd.

Ich fordere die Juden in der Schweiz auf, sich von Vereinen zu distanzieren, die Gewalt und Terror gegen die Zivilbevölkerung gutheissen!

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Jun 05 2008

Islamisches Lager 2008

Published by Rachid under Vereine

Von Freitag 20. Juni bis Sonntag 22. Juni findet das islamische Lager in Sedrun statt. Dieses Jahr wird das islamische Lager wieder von Hamit Duran und seiner Clique organisiert, und nicht mehr von der Naqschabandi Tariqa. Auch dieses Jahr kommen wieder einige interessante Referenten vorbei.

Scheich Hassan Dyck, während dem islamischen Lager 2007

Anmelden kann man sich für das Lager über die Website der Zeitschrift Die Barmherzigkeit.

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Jun 02 2008

Islamische Gemeinde Luzern - neuer Präsident

Published by Rachid under Vereine

Gestern Abend wurde Vehbia Efendic - ein in Sarajevo ausgebildeter Imam - zum neuen Präsidenten der Islamischen Gemeinde Luzern (IGL) gewählt. Vehbija Efendic leistet schon seit Jahrzehnten viel für die Muslime in der Innerschweiz. So war er zum Beispiel die treibende Kraft hinter dem Aufbau der bosnischen Gemeinschaft, die heute in Emmenbrücke die vielleicht schönste Moschee der Schweiz betreibt. Sein derzeitiges Projekt ist der Aufbau einer islamischen Bibliothek mit einem breit gefächerten Bücherbestand in verschiedenen Sprachen. Ein Projekt, in dem bestimmt viel Baraka liegt.

Die Moschee in Emmenbrücke

Ich begrüsse die Wahl von Hajji Vehbia Efendic und wünsche mir, dass er mit demselben Elan, mit dem er die Moschee in Emmenbrücke aufgebaut hat, nun die Islamische Gemeinde Luzern anführt.

Yusuf Sabadia, der Gründer und bisherige Präsident der Islamischen Gemeinde Luzern, hat während den vielen Jahren seiner Präsidentschaft ebenfalls viel erreicht. Speziell zu erwähnen sind der Aufbau eines muslimischen Friedhofs in Zusammenarbeit mit der Stadt Luzern, der Aufbau einer Gefängnis- und Spitalseelsorge, die Schaffung von islamischem Religionsunterricht an den öffentlichen Schulen von Kriens und Ebikon, die Organisation des jährlichen Familienpicknicks, die Liste ist noch lang.

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May 15 2008

Familienpicknick in Zofingen

Published by Rachid under Vereine

Hamid Duran und der Verband Aargauer Muslime haben dieses Jahr wieder ein Familienpicknick organisiert.

Achtung: Es gibt kein üppiges Buffet und zentnerweise Fleisch vom Grill wie in Luzern, das Essen muss man selber mitbringen.

Datum
Sonntag, 8. Juni 2008

Zeit
ab 10.00 Uhr

Ort
Heiternplatz in Zofingen

Mitbringen
Jede Familie bringt ihr Essen und Trinken selber mit. Mit einigen Grills sorgen wir dafür, dass ihr euer mitgebrachtes Fleisch oder Grillgut selber grillieren könnt.

Weitere Infos
Verband Aargauer Muslime (VAM), Postfach 1453, 5401 Baden, info@aargauermuslime.ch, www.aargauermuslime.ch
oder Tel.: 079 - 285 91 42

Anmeldung
Anmeldung bis 1. Juni 2008 erwünscht, jedoch nicht Bedingung für Teilnahme.

Familienpicknick_VAM_Flyer

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Nov 15 2007

Neuer Raum für Frauen in der albanischen Moschee

Published by Rachid under Moschee, Vereine

Kürzlich hat der albanische Kulturverein in Emmenbrücke einen Dachraum zur Moschee hinzugemietet und zu einem behaglichen Gebetsraum für die Frauen ausgebaut. Auch ein eigener Platz für die rituelle Gebetswaschung (Wudu) und ein WC ist vorhanden. 

Der Raum kann in Absprache mit Imam Abdulkerim für Veranstaltungen, Familienfeiern und dergleichen benutzt werden. Tische und Bänke sind vorhanden, eine Küche ebenfalls. Neben der bosnischen Moschee in Emmenbrücke und der türkischen Nur Moschee in Ebikon gibt es nun eine dritte Moschee im Raum Luzern, in der auch Frauen ihre Gebete verrichten können.

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Nov 14 2007

Gemeinsames islamisches Zentrum in Luzern

Published by Rachid under Vereine

In Zeitungsartikeln und in den Gemeinschaften ist in letzter Zeit häufig die Rede von einer geplanten grossen Moschee im Zentrum Luzerns. Dies ist ein erfreulicher Schritt in die richtige Richtung, der sowohl für die Muslime als auch den Staat und die Gesellschaft viel Positives bewirken kann.

Islamisches Zentrum in den USA

Ich habe bei Bruder Yusuf Sabadia, dem Präsidenten der Islamischen Gemeinde Luzern (IGL) und Initiator des Projekts, nachgefragt.

“Der Aufbau eines gemeinsamen islamischen Zentrums ist ein wichtiges Ziel der Islamischen Gemeinde Luzern (IGL). Dieses Zentrum soll Muslimen jeglicher Herkunft offenstehen. Zukünftige Generationen können durch dieses Zentrum von einem besseren religiösen, kulturellen und sozialen Leben profitieren. Durch ein gemeinsames Zentrum könnten Brücken gebaut werden zwischen den verschiedenen religiösen Gemeinschaften Luzerns.

Während der letzten paar Jahre gab es Ideen und Diskussionen innerhalb der islamischen Gemeinschaft um ein solches gemeinsames Zentrum aufzubauen. Zur Zeit formiert sich breitere Unterstützung für diese Idee. Doch momentan befinden wir uns bloss in einer konzeptionellen Phase. Es wird im Moment noch nichts konkretes geplant.

Falls die verschiedenen islamischen Vereine, die Behörden, die Kirchen und die Öffentlichkeit gemeinsam für ein solches Zentrum einstehen, kann dieser Traum insyaAllah wahr gemacht werden.”
(Yusuf Sabadia, IGL Präsident)

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Nov 09 2007

Freitagsgebet in der neuen albanischen Moschee

Published by Rachid under Vereine

Heute habe ich das Freitagsgebet hinter Petrit Alimi in der neuen albanischen Moschee an der Baselstrasse verrichtet. Bruder Abdussalam hat mich herzlich begrüsst in der neuen Moschee, Allah belohne ihn dafür. Zwei Sachen sind mir aufgefallen.

Inneneinrichtung
Die Inneneinrichtung ist hochwertig, sauber und es wird nicht geraucht.

Gebetsrichtung eindeutig markiert
Die Gebetsrichtung ist am Boden mit Bändern markiert, die Quer durch den ganzen Raum gespannt wurden. Dies ist in vielen orientalischen Moscheen üblich. Die Bänder zeigen nicht nur die Gebetsrichtung an, sondern eigenen sich hervorragend, um daran die Reihen der Betenden auszurichten. Die neue albanische Moschee ist die einzige Moschee im Raum Luzern, deren Wände nicht genau nach Mekka ausgerichtet sind. Die Gebetsrichtung verläuft diagonal, wie auf dem Foto gut sichtbar.

Man sieht auf dem Bild die Bänder, an denen sich die Reihen der Gläubigen ausrichten, deutlich am Boden. Vorbildlich.

Es mag sein, dass in allen anderen Moscheen der Raum genau Richtung Mekka ausgerichtet ist. Doch mich plagen seit einiger Zeit Zweifel. Weil ich nun in allen 6 Moscheen meine Gebete verrichte, möchte ich dies gerne einmal nachprüfen, um meine Zweifel auszuräumen.

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Oct 23 2007

Interview mit Yusuf Sabadia, Präsident der islamischen Gemeinde Luzern

Published by Rachid under Interview, Menschen, Vereine, Islam

Yusuf Sabadia hat seinerzeit die Gründung eines muslimischen Dachverbandes im Kanton Luzern angeregt und und den Verband in der Aufbauphase begleitet. Heute präsidiert Yusuf Sabadia die Islamische Gemeinde Luzern.

Yusuf Sabadia ist der Vater des Dachverbandes der Luzerner Muslime, der Vereinigung der islamischen Organisationen des Kantons Luzern (VIOKL). Es ist Yusuf Sabadias Verdienst, dass die Muslime im Kanton Luzern sich damals an einen Tisch gesetzt haben, und heute enger zusammenarbeiten. Nach der Abwahl von Petrit Alimi, dem ersten VIOKL Präsidenten, war Yusuf Sabadia Präsident der Vereinigung der islamischen Organisationen des Kantons Luzern (VIOKL). Etwa ein Jahr nach der Gründung der Islamischen Gemeinde Luzern (IGL), der er seit ihrer Gründung als Präsident vorsteht, hat er das Amt des VIOKL Präsidenten an Abdulnasser Callaku abgegeben.

Yusuf Sabadia, IGL Präsident

Rachid: Lieber Bruder Yusuf, im Jahr 2002 wurde die Vereinigung der islamischen Organisationen des Kantons Luzern (VIOKL) gegründet. Was ist der Zweck dieses Vereins?

Yusuf: Seit Mitte der 90er Jahren geben sich die verschiedenen ethnischen Gruppen viel Mühe, sich besser kennen zu lernen und sich durch den ihnen gemeinsamen Bund des Islams anzunähern. Schliesslich leben sie alle in den gleichen gesellschaftlichen Umständen und haben die gleichen Anliegen. Diese Bemühungen führten im Januar 2002 zur Gründung der Vereinigung der islamischen Organisationen des Kantons Luzern (VIOKL).

VIOKL repräsentiert als Dachverband die Institutionen der Gemeinschaft – das heisst: Moscheen, Kulturzentren und anderen Vereine. Über die Plattform VIOKL koordinieren die verschiedenen Vereine ihre gemeinsamen Aktivitäten  untereinander, aber auch  mit der breiteren schweizerischen Gesellschaft.

Rachid: Vor 2 Jahren wurde dann die Islamische Gemeinde Luzern (IGL) gegründet. Wozu?

Yusuf: Ein paar Jahre nach der Gründung der VIOKL diskutierten wir innerhalb der islamischen Gemeinschaft jedoch immer wieder die Repräsentation der Muslime gegenüber den Behörden. Vor allem Muslime aus der zweiten Generation - die sich viel mehr mit der schweizerischen Umgebung und den Werte identifizieren - haben sich die Frage gestellt, wie man eine die verschiedenen Ethnien integrierende islamische Gemeinschaft aufbauen könnte. Dies bringt uns zur Entwicklung einer schweizerischen muslimischen Identität.

Der Demokratisierungsprozess ist der Schlüssel für unsere vielfältige Gemeinschaft. Deswegen haben wir in März 2005 die Islamische Gemeinde Luzern (IGL) gegründet.

Wir glauben, dass  sich die Strukturen von  IGL und VIOKL ergänzen und ein stabiler Grundpfeiler für die Gemeinschaft sein werden. Durch die VIOKL werden die Institutionen vertreten und durch die IGL individuelle Mitgliedern. Wir glauben, dass wir durch IGL und VIOKL einerseits die Bedürfnisse der muslimischen Gemeinschaft vertreten können und andererseits die legitimen Erwartungen und Anliegen der schweizerischen Gesellschaft ansprechen. Ausserdem es ist wichtig, dass beide Organisationen ergänzende Rollen haben und sich gut untereinander koordinieren.

Rachid: Wie stark überschneiden sich die Aufgabengebiete von VIOKL und IGL?

Yusuf: Während und kurz nach der Gründung gab es Diskussionen zwischen IGL und VIOKL um die jeweilige Rolle zu klären und um sicherzustellen, dass die Aktivitäten von IGL und VIOKL einander ergänzen und nicht konkurrieren. Wir haben uns darauf geeinigt, dass VIOKL - als Vertreter der islamischen Institutionen - sich der Koordination von religiösen und kulturellen Belange annimmt. Die IGL andererseits versucht eine Gemeinde zu formieren und widmet sich daher eher sozialen Belangen. Diese Tabelle gibt Auskunft über die Ausrichtung von IGL und VIOKL.

Natürlich kann es Fälle geben, bei denen nicht klar ist, wo die Trennlinie verläuft. Genau deswegen ist es wichtig, dass VIOKL und IGL ihre Aktivitäten eng koordinieren.

Rachid: Die Mission der IGL ist die öffentlich rechtliche Anerkennung als religiöse Gemeinde im Kanton Luzern. Von den fast 14′000 im Kanton Luzern wohnhaften Musliminnen und Muslimen sind bis heute nur knapp 100 der IGL beigetreten. Ist mit dieser geringen Mitgliederzahl die öffentlich rechtliche Anerkennung überhaupt realistisch?

Yusuf: Die öffentlich rechtliche Anerkennung ist ein längerer Prozess. Zuerst müssen wir eine mitgliederstarke Gemeinde aufbauen und nach verschiedenen Seiten Gespräche führen. Vielleicht sind wir in zehn Jahren soweit, dass eine öffentlich rechtliche Anerkennung konkret werden könnte.

Rachid: Du engagierst dich stark für unsere Gemeinschaft. Wie viel Zeit pro Woche wendest du in etwa für das Amt des IGL Präsidenten auf?

Yusuf: Allah weiss es, das genügt.

Rachid: Das ist die Beste Antwort, die man auf diese Frage geben kann. Auf dass Allah dich für deine Aufrichtigkeit mit Dschannat ul-Firdaus belohnt. Als Präsident der IGL stehst du in der Öffentlichkeit. Was war deine positivste Erfahrung?

Yusuf: Gibt es positive Erfahrungen? Da muss man weit suchen. (lacht). Eine positive Erfahrung ist, dass man mehr und mehr einen Gemeinschaftsgeist spürt. Man kommt zusammen und macht neue Erfahrungen. Das Familienpicknick zeigt dies sehr schön auf.

Rachid: Und die negativste Erfahrung?

Yusuf: Die erniedrigenden Kampagnen gewisser Parteien sind eine negative Erfahrung. Auch eine sehr negative Erfahrung ist die verletztende Initiative, die Muslime generell von der Einbürgerung ausschliessen will.

Rachid: Was ist dein grösster Wunsch als IGL Präsident an die Gesellschaft?

Yusuf: Ich finde es wichtig, dass man die vielfältige Gesellschaft der Schweiz wahrnimmt. Es ist eine Herausforderung, mit dieser Vielfältigkeit umgehen zu können und sich gegenseitig zu respektieren.

Rachid: Und dein grösster Wunsch an die Muslime?

Yusuf: Ich wünsche mir, dass sich die Muslime sowohl in der islamischen Gemeinschaft als auch in der schweizerischen Gesellschaft mehr engagieren. Die Muslime sind zu wenig präsent.

Rachid: Bruder Yusuf, ich danke dir vielmals für das Gespräch.

Wenn ich recht darüber nachdenke, finde ich, dass VIOKL und IGL zusammengelegt werden sollten. Dies aus zwei Gründen:

1. Man erklärt den Leuten seit drei Jahren, warum es die VIOKL und parallel dazu die IGL braucht. Kaum jemand versteht dies.

2. Die nötigen Ressourcen fehlen, um zwei Vereine am Leben zu erhalten. Von der VIOKL hat man in den letzten zwei Jahren nichts mehr gehört. Die Organisation ist nur noch eine leere Hülle.

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Oct 21 2007

NLZ berichtet über Petrit Alimi

Published by Rachid under Moschee, Vereine

Die Neue Luzerner Zeitung publizierte gestern einen guten Bericht über Imam Petrit Alimi, den Kommunikationsbeauftragten des neuen “supranationalen” albanischen Moschee-Zentrums an der Baselstrasse in Luzern.

Kommunikationsbeauftragter Petrit Alimi bei einer Führung durch das Moschee-Zentrum

Die Neue Luzerner Zeitung schreibt schon seit Jahren ausgewogen und unverkrampft über die Muslime in der Innerschweiz.

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Oct 02 2007

Zeitschrift für Muslime?

Published by Rachid under Vereine

Bald erscheint die zweite Ausgabe der “Gemeinschaft”, einer Zeitschrift für innerschweizer Muslime. Lohnt sich der Aufwand? Gibt es Alternativen? 

Die Islamische Gemeinde Luzern versucht seit bald einem Jahr eine Zeitschrift für innerschweizer Muslime zu etablieren. Die Zeitschrift heisst “Die Gemeinschaft”. Nachdem endlich die erste Ausgabe erschienen ist, hat sich das Redaktionsteam in alle Winde zerstreut. Für die zweite Ausgabe musste ein neues Team zusammengestellt werden. Das war schwierig. Fünf Leute waren bereit zu helfen, drei davon haben die Absicht in die Tat umgesetzt. Einige Artikel für die zweite Ausgabe sind bereits vorhanden. Doch die Zeitschrift zu Layouten, in Bosnien zu drucken und dann zu versenden bedeutet immer noch sehr viel Arbeit.

Die Vorteile einer Printausgabe sind unter anderem dass sie auch von Leuten gelesen werden kann, die keinen Internetanschluss haben und dass man sie bei Veranstaltungen auflegen kann. Ein weiterer Vorteil könnte sein, dass eine Printausgabe regelmässig an einem bestimmten Datum erscheint. Doch davon sind wir noch weit entfernt.

Rechtfertigen diese Vorteile den beträchtlichen Mehraufwand einer Printausgabe? Wäre es vielleicht sinnvoller “Die Gemeinschaft” zu einer Online-Zeitschrift zu machen?

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Sep 09 2007

Der Beginn des Monats Ramadan

Published by Rachid under Vereine, Islam

Die Muslime in Europa sind sich über den Beginn und das Ende des Monats Ramadan selten einig. Woher kommen die Meinungsverschiedenheiten und welche Lösungsansätze gibt es?

Wir befinden uns in den letzten Tagen des Monats Schaban, bald beginnt der Fastenmonat Ramadan. Der islamische Kalender ist ein Mondkalender. Der Beginn des Ramadans richtet sich nach dem Mond. Sobald am Ende des Monats Schaban der Neumond gesichtet wird, fasten wir am nächsten Tag.

In den letzten Jahren war es leider so, dass wir Muslime in Luzern - und wohl auch in anderen Städten - den Ramadan an verschiedenen Tagen begonnen haben. Die einen richten sich nach der Mondsichtung in Europa, die anderen nach dem bereits im Voraus gedruckten Kalender, der bosnische Kulturverein haltet sich streng an die Vorgaben aus Sarajevo, überhaupt beginnen viele Muslime den Ramadan erst wenn man ihn in ihrem Heimatland beginnt. Und dann gibt es noch die Meinung, dass sich weltweit alle Muslime an Saudi Arabien orientieren sollen. Dieser Ansicht sind vor allem die Wahhabiten. Nur leider gewinnt der erste, der in Saudi Arabien den Neumond sichtet einen Preis. Es ist also fast garantiert, dass die Wahhabiten einen Tag vor den anderen Muslimen zu fasten beginnen. Oft ist genau dies der Grund, warum wir uns nicht auf einen Tag einigen können.

Und genau das gleiche Problem haben wir beim Eid ul-Fitri, dem Fest am Ende des Ramadans. Sobald man am Ende des Ramadans den Neumond des Monats Schawwal sichtet, fastet man am nächsten Tag nicht mehr, sondern feiert.  Falls man den Mond nicht sehen kann, bemisst man für den Ramadan 30 Tage und beginnt am 31. Tag mit dem Fest. Es ist doch sehr schade, dass zum Beispiel die Araber sich bereits zum Fest treffen, während die Türken noch fasten. Dies treibt einen Keil zwischen unsere Gemeinschaft.

Eine sinnvolle Lösung wäre meiner Meinung nach, dass sich die Imame aller fünf Moscheen sich am Ende des Schaban treffen und GEMEINSAM den Beginn des Ramadans bestimmen. Und zwar UNABHÄNGIG von den Teils viel zu mächtigen Präsidenten der Moscheevereine. Sämtliche Moscheen halten sich danach an die Vorgaben dieses Gremiums. Auf jedem im voraus verteilten Ramadankalender muss die Telefonnummer und die Internetsite aufgeführt sein, unter der man den Beginn des Ramadans abfragen kann. Um dies umzusetzen ist nun VIOKL gefragt. Ich mache mir keine Illusionen…

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Sep 02 2007

Eindrücke vom Familienpicknick

Published by Rachid under Vereine, Islam

Alhamdulillah! Das Familienpicknick gestern im Eigenthal war ein Erfolg. Mindestens 300 Besucher (Kinder nicht mitgezählt), 80 Kg Fleisch grilliert. Von Hamid & Yasmins Vortrag habe ich fast nichts mitbekommen, denn in der Küche mussten wir rennen, um mit dem Ansturm am Buffet fertig zu werden

Das Picknick war - aus Sicht der Küche, also gemessen an den verzehrten Mengen - ein voller Erfolg.

Hamit und Yasmin Durans Vortrag wird durch Yusuf Sabadia angekündigt.

Am Grill war ununterbrochen Hochbetrieb. 80 Kg Fleisch aus der Baraka Metzgerei in Kriens und der Albanischen Moschee in Emmenbrücke wurden gegessen.

Für die Kleinen gab’s im Kinderecken liebevoll dekorierte kleine Schokoladenküchlein. Besonders hat mich gefreut, dass unsere Nachbarn auch zum Picknick gekommen sind. Die zufriedenen Gäste sind ein guter Grund nächstes Jahr insyaAllah wieder ein Picknick zu organisieren.

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Aug 31 2007

Welchem Kulturverein wäre der Prophet (sas) beigetreten?

Published by Rachid under Moschee, Vereine, Islam

Vor der Ankunft des Propheten, Sallallahu Alaihi wa Sallam, wohnten in Yathrib - dem späteren Medina - die beiden arabischen Stämme Chazradsch und ‘Aws, sowie die drei jüdischen Stämme Bani Nadir, Bani Quraizah und Bani Qainuqa’. Die Chazradsch und ‘Aws bekannten sich zum Teil bereits vor der Ankunft des Propheten (sas) zum Islam. Zwischen den Chazradsch und den ‘Aws gab es althergebrachte Spannungen. Der stetig wachsende Strom aus Mekka zuwandernder Muslime verschärfte die Konflikte zusätzlich. Die Mekkaner und die mit ihnen verbündeten Stämme im Umland von Medina waren den Muslimen feindlich gesinnt. Alles in allem warteten in Medina schwierige Verhältnisse auf den Propheten (sas).

Als der Prophet (sas) nach seiner Hijra in Medina ankam, hat er zuallererst ein Stück Land erworben und eine einfache Moschee gebaut. Die Moschee weder ein Minaret, noch einen Teppich, noch war sie reich geschmückt. Die Moschee des Propheten (sas) besass nicht einmal ein richtiges Dach. Gleich nach dem Moscheebau hat der Prophet (sas) das traditionelle Stammesgefüge aufgebrochen indem er jeweils einen medinensischen Muslim mit einem mekkanischen Muslim verbrüderte. Mit den drei jüdischen Stämmen haben die Muslime einen Bündnisvertrag geschlossen, die Charta von Medina. Damit waren die Spannungen in Medina vorerst beigelegt und die Umma der Muslime war geboren. Erst danach hat sich der Prophet (sas) um die Bedrohungen von aussen gekümmert.

Kurz zusammengefasst hat der Prophet (sas) also folgendes getan:

  1. Landerwerb und Moscheebau
  2. Verbrüderung der Mekkaner und Medinenser, Bündnisvertrag mit den jüdischen Stämmen
  3. Bannen der Gefahr von aussen

Nun stell dir vor, die nach Medina emigrierten mekkanischen Muslime hätten ihre eigene Moschee gebaut, die Chazradsch hätten ihre eigene Moschee gebaut, und die ‘Aws hätten ebenfalls ihre eigene Moschee gebaut. Die Muslime hätten wahrscheinlich keinen Bündnisvertrag mit den drei jüdischen Stämmen schliessen können. Und wahrscheinlich hätte sich der Islam nie über Medina hinaus verbreitet.

Wir befinden uns doch heute in Luzern in einer ähnlich schwierigen Lage wie die Medinenser vor der Ankunft des Propheten (sas). Es lassen sich durchaus einige Parallelen ziehen. Doch das Medinensische Modell des Propheten (sas) unterscheidet sich stark von unserer zerklüfteten Vereinslandschaft. Eigentlich tun wir genau das Gegenteil dessen, was der Prophet (sas) getan hat. Es ist Zeit dass wir über den Zustand unserer Gemeinschaft nachdenken. Wie hätte sich der Prophet (sas) in unserer Situation verhalten? Welchem Kulturverein wäre er beigetreten? In welcher Moschee hätte er die Freitagspredigt gehalten?

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Aug 30 2007

Familienpicknick im Eigenthal

Published by Rachid under Vereine, Islam

Diesen Samstag 1. September 2007 gibt’s im Eigenthal bei Luzern ein Familienpicknick mit Kinderbetreuung und Fleisch vom Grill. Wir haben die Jugendalp gemietet, das Familienpicknick findet also bei jedem Wetter statt. Weitere Details siehe Flyer. Das Picknick wird von der Islamischen Gemeinde Luzern (IGL) organisiert. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Wir freuen uns, wenn du auch zum Picknick kommst.

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Aug 27 2007

Sind Moscheevereine der richtige Weg?

Published by Rachid under Vereine, Islam

Der Islam ist die am schnellsten wachsende Religion, auch und vor allem in Europa. Vor allem junge Menschen besinnen sich auf den Islam, beginnen das Gebet zu verrichten. Immer mehr junge Frauen tragen aus Überzeugung ein Kopftuch. Und am Freitag sind die Moscheen voll mit Betenden.

Erstaunlicherweise fehlt den Moscheevereinen und den islamischen Verbänden der Nachwuchs und eigentlich ganz einfach aktive Mitglieder. Wieso dieses Missverhältnis? Warum bedeutet wachsendes Interesse für den Islam nicht automatisch wachsendes Interesse für die Vereine und Verbände?

Sind die Moscheevereine und islamischen Verbände vielleicht die falsche Organisationsform für die neuen Muslime?

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Aug 19 2007

Moscheevereine haben ein Ressourcenproblem

Published by Rachid under Vereine

Die islamischen Organisationen haben schon seit Jahren ein Ressourcenproblem. Dies gilt vor allem auch für die islamischen Vereine im Raum Luzern. Es fehlen ganz einfach Leute, die mithelfen. Die Moscheen sind jeden Freitag bis auf den letzten Platz besetzt. Diejenigen, die zu spät kommen, müssen das Gebet im Aufenthaltsraum oder im Gang verrichten. Trotzdem haben die Vereine ein Ressourcenproblem. Es gibt nur wenige fähige Leute, die bereit sind ihre Zeit zu opfern.

Umso schlimmer, dass sich die Moscheevereine derart verzetteln. Es gibt im Raum Luzern sechs Moscheevereine:

  • die albanische Moschee in Emmenbrücke
  • die arabische Moschee in Kriens
  • die bosnische Moschee in Emmenbrücke
  • die türkische Moschee in Reussbühl
  • seit kurzem die neue albanische Moschee an der Baselstrasse
  • und nun auch die unabhängige Nur Moschee in Ebikon

Oft müssen alle sechs Vereine Lösungen für dasselbe Problem finden. Zum Beispiel organisiert jeder Verein einen Sonntagsunterricht für Kinder. Gemeinsam könnten die sechs Vereine einen viel besseren und umfassenderen Sonntagsunterricht aufbauen.

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Aug 17 2007

Freitagspredigt in der neuen Moschee in Ebikon

Published by Rachid under Vereine, Islam

Bruder Hasib hat heute in der neuen Moschee in Ebikon folgende Freitagspredigt auf Deutsch gehalten:

Liebe Brüder und Schwestern,
Das Thema meiner heutigen Chutba lautet: Die Eigenschaften der Mu’minun. In der Sura asch-Schura in der Ayat 36 sagt uns Allah: „Also was euch auch immer zuteil wurde, dies ist das Verbrauchsgut des diesseitigen Lebens. Und was bei Allah ist, ist besser und bleibender für diejenigen, die den Iman verinnerlichten und Tawakkul ihrem Herrn gegenüber üben.“

Und danach erklärt uns Allah in den folgenden Ayat wer die Mu’minin sind, und welche Eigenschaften sie haben.

Die Mu’ninun sind „diejenigen, welche die schweren Verfehlungen und Verabscheuenswürdigkeiten meiden, und wenn sie erzürnen, verzeihen sie;“

Die Mu’minun sind „diejenigen, die ihrem Herrn folgen, das rituelle Gebet ordnungsgemäss verrichten, ihre Angelegenheiten gemäß der Schura unter sich klären und vom Rizq geben, was Wir ihnen gewährten;“

Ya Allah, nimm uns als Mu’min bei Dir an.

Ya Allah, lass uns den Iman an Dich, Deine Engel und die Dschinn, Deine Propheten, Deine Bücher, den Jüngsten Tag und al-Qadaa / al-Qadar verinnerlichen.

Ya Allah, lass uns Tawakkul Dir gegenüber üben.

Ya Allah, lass uns die Sünde meiden und lass uns anderen ihre Fehler verzeihen, damit auch Du uns unsere Fehler verzeihst.

Ya Allah, lass uns unsere Gebete mit Ichlas uns Ichsan verrichten.

Ya Allah, lass uns von Deinem Rizq Sadaqa spenden.

Ya Allah, gib uns Gutes in dieser Dunya, gib uns gutes in der Achira und beschütze uns vor dem Feuer.

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Aug 13 2007

Übelste Propaganda auf Spiegel Online

Published by Rachid under Gesellschaft, Vereine, Politik, Islam

Seit Jahren häufen sich Pädophilie-Fälle in Europa, fast könnte man meinen die Europäer seien pädophil. So ist das natürlich nicht, nur die allerwenigsten Europäer sind pädophil. Man darf dies keinesfalls verallgemeinern.

In manchen meist ländlichen Gegenden kommt es vor, dass manchmal Eltern ihre Söhne und Töchter zwingen wollen einen bestimmten von den Familien vorgeschlagenen Partner zu heiraten. Und manchmal bringen Immigranten dieses Problem mit nach Deutschland oder in die Schweiz. Ja, solche Fälle gibt es leider. Dies ist ein Problem und es muss thematisiert werden. Im Islam gibt es keine Rechtfertigung und keinen Platz für Zwangsehen. Eine Ehe kann nur geschlossen werden, wenn beide Partner einverstanden sind, frei von Zwang.

Auf Spiegel Online ist kürzlich ein Artikel aufgetaucht, Zwangsheiraten: Zum Urlaub in die Ehehölle. Obwohl mir dieses Thema ein Anliegen ist, finde ich den Artikel verheerend. Der Artikel suggeriert, dass Türken - sprich Muslime - üblicherweise Frauen ihren Familien abkaufen, ihnen ein Kopftuch über stülpen, sie einsperren, schlagen, und dass die Frauenhäuser voll türkischer Frauen sind, die flüchten konnten. Dies wird dann natürlich mit dem Bild einer gekonnt unvorteilhaft porträtierten Kopftuch tragenden Frau illustriert, von hinten aufgenommen, so dass man sich als Betrachter ihr Gesicht als vom Leben gezeichnet vorstellt. Warum nur ist die Berichterstattung über türkische Zwangsehen so auffallend anders als die Berichterstattung über Pädophilie?

Nun, leider gibt es Zwangsehen, und leider gibt es Ehen, die für die Ehepartner die Hölle sind. Durch die negative Berichterstattung über die Muslime sind viele Leute überzeugt, dass kopftuchtragende Frauen per se unterdrückt sind. Wenn Bella und ich in der Stadt unterwegs sind, sehen wir das doch oft an den Blicken der Leute. Ich bin mir sicher, viele dieser Leute würden uns beneiden, wenn sie unsere Ehe kennen würden. Und ich bin mir sicher, dass muslimische Ehen nicht schlechter und nicht besser sind als nichtmuslimische Ehen. Unter Muslimen wie Nichtmuslimen gibt es wohl gleich wenige Ehen, die die Hölle sind.

Dieser Spiegel Online Artikel ist übelste Propaganda, die nicht dazu beiträgt Probleme zu lösen. Ganz im Gegenteil. Es wird Hass geschürt, der verhindert, dass Probleme gelöst werden können. Vor allem rechtspopulistische Politiker haben überhaupt kein Interesse daran, dass diese Probleme gelöst werden. Denn die Lösung ist schwierig und vielleicht unpopulär. Und warum sollte man auch etwas an dieser für rechtspopulistische Politiker vorteilhaften Situation ändern? Es lässt sich doch so gut mit der Angst vor dem Islam Stimmen fangen. Also schürt man diese Angst so gut man kann. Und der Spiegel Verlag verdient gutes Geld mit seinem Geschmiere. Ich bin enttäuscht, dass in Europa kaum Stimmen gegen diese destruktive Propaganda erhoben werden. Der Hass ist wohl schon zu weit fortgeschritten.

Den islamischen Verbänden empfehle ich den Fokus ihrer Arbeit mehr auf gesellschaftliche Probleme zu setzen. Projekte wie die öffentlich-rechtliche Anerkennung können auf später verschoben werden. Denn das Abwehren von Schädlichem hat Vorrang vor dem Vollbringen von Nützlichem. Dies ist eine Grundregel im Islam.

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Jul 19 2007

Über den Umgang mit Kritik

Published by Rachid under Arbeitstechnik, Moschee, Vereine, Islam

Mein Post Zwei albanische Moscheen in Luzern hat eine angeregte Diskussion mit einem Bruder ausgelöst. Leider haben wir diese Diskussion per E-Mail geführt und nicht per Kommentar unter dem Post. Unter anderem war der Bruder der Meinung, ich soll meine Haltung zur neuen albanischen Moschee nicht so öffentlich kundtun.

Wenn eine Entwicklung nicht gut ist, dann finde ich, ist Kritik angebracht. Auch unter Muslimen. Viele Muslime können aber mit Kritik nicht umgehen. Leider. Denn Kritik ist nicht unbedingt etwas negatives. Kritik regt an, die eigene Position zu überdenken. Oft entsteht aus der kritischen Auseinandersetzung eine Verbesserung. Dazu müssen wir Muslime aber erst mit Kritik umgehen lernen. Es ist ja nicht so, dass jeder der uns kritisiert gegen uns arbeitet. Unsere Nafs (Triebseele) reagiert empfindlich auf Kritik. Aber wer ist unser grösster Feind? Unsere Nafs. Warum fasten wir und spenden von dem was uns am liebsten ist? Um unsere Nafs zu läutern. Zum Läutern der Nafs gehört aber vielleicht auch, dass wir lernen Kritik als etwas Positives zu sehen. Wenn mich jemand kritisiert bin ich jeweils sehr dankbar. Ich sage dies dem Betreffenden meist auch: “Danke, mein lieber Bruder, Deine Kritik hat mich zum Nachdenken angeregt. Und ich habe bemerkt, dass ich tatsächlich …” Und schon habe ich meiner Nafs eins ausgewischt!

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es in Luzern keine zweite albanische Moschee braucht. Vielleicht führt Kritik und die Diskussion darüber dazu, dass man zum Schluss kommt, dass längerfristig nur ein gemeinsames grosses islamisches Zentrum erstrebenswert ist? Oder vielleicht führt die Kritik dazu, dass die neue albanische Moschee an der Baselstrasse das “albanisch” komplett aus dem Programm streicht. Ich weiss, auf dem Papier heisst die Moschee “Barmherzigkeit”. Aber es ist nicht wichtig, was auf der Packung steht, sondern was die Packung tatsächlich enthält. Falls das albanische in dieser Moschee tatsächlich einmal fallen gelassen wird - und davon gehe ich aus - dann verrichte ich meine Gebete auch ab und zu in dieser Moschee und unterstütze sie wo ich kann.

Und ja, vielleicht sollten wir uns auch einmal mit der Kritik auseinandersetzen, die wir von Nichtmuslimen erhalten. Uns einmal über unseren Beitrag an die Gesellschaft Gedanken machen?

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Jul 09 2007

Warum unsere Projekte oft scheitern - und wie wir es besser machen können

Published by Rachid under Motivation, Vereine, Islam

In Luzern ist es für die islamische Gemeinschaft seit jeher schwierig motivierte Leute zu finden um Projekte durchzuziehen. Es läuft eigentlich immer gleich ab. Im Moment sind wir dabei, das Familienpicknick vorzubereiten. Ich nehme gleich dieses Projekt als Beispiel.

Von der Islamischen Gemeinde Luzern (IGL) habe ich den Auftrag bekommen, das diesjährige Familienpicknick zu organisieren. Natürlich kann ich das nicht alles selbst machen. Ich brauche Brüder und Schwestern, die mir helfen. Leute, die mir geeignet scheinen habe ich direkt um Mithilfe angefragt. Das waren aber noch lange nicht genug, ich habe deshalb auch bei den Moscheevorständen angefragt, ob mir jemand helfen kann. Und nun kommt das Lächerliche. Einzelne Moscheen senden dann irgendwelche Leute, die helfen sollen. Die sind in der Regel überhaupt nicht motiviert. Wenn sie überhaupt an Sitzungen teilnehmen, dann nur mit mindestens einer Stunde Verspätung. Aufgaben erledigen sie grundsätzlich nicht. Warum auch. Schliesslich ist man ja als Vertreter der Moschee Soundso zur Sitzung gekommen, aber doch nicht etwa um zu arbeiten. Für die Moscheevereine ist damit der Fall erledigt. Sie haben ja jemanden als Vertreter gesandt. Somit unterstützt ihre Moschee das Anliegen. Diese “Moscheevertreter” bringen selten etwas. Sie sind nur ein Ärgernis für denjenigen, der die Sitzung leiten muss.

Das Familienpicknick vorzubereiten ist dieses Jahr schwierig. Es harzt richtig. Es harzt so sehr, dass ich diese Aufgabe nächstes Jahr eigentlich nicht mehr übernehmen möchte. Wie anders war das doch letztes Jahr. Es hat richtig Spass gemacht das Familienpicknick vorzubereiten. Ich habe mich jeweils auf die Sitzungen gefreut. Alle haben ihre Aufgaben erledigt. Oft wurden meine Erwartungen sogar weit übertroffen. Da hat zum Beispiel der Bruder, der eigentlich nur Wegweiser aufstellen sollte, auch gleich leuchtfarbene Westen mitgebracht, auf denen “Familienpicknick Parkdienst” aufgedruckt war. Richtig professionell hats ausgeschaut. Genau wie die Wegweiser. Bei so viel Motivation wurde das Familienpicknick selbstverständlich ein voller Erfolg.

Letztes Jahr Top, dieses Jahr Flop. Woran liegt das nur? Ich glaube ich weiss woran das liegt. Letztes Jahr habe ich wöchentlich in der bosnischen Moschee Erwachsene im Islam unterrichtet. Mit der Zeit kannten sich die Teilnehmer gut untereinander. Ich bin mir nicht sicher, ob die Leute wegen dem Unterricht kamen, oder weil sie sich bei dieser Gelegenheit treffen konnten ;-) Als mich die Islamische Gemeinde (IGL) letztes Jahr beauftragte das Familienpicknick zu organisieren, habe ich vor dem Unterricht gefragt, wer bei den Vorbereitungen mithelfen möchte. Es haben sich genügend Brüder und Schwestern gemeldet. Den Rest der Geschichte kennt ihr ja. Es hat richtig Spass gemacht.

Wir könnten uns nun natürlich Gedanken machen, warum das so ist. Aber das ist eigentlich gar nicht so wichtig. Wichtig ist der Weg, den wir letztes Jahr unbewusst gegangen sind:

Unterricht -> Clique -> Familienpicknick vorbereiten -> Erfolg

Können wir diesen Weg nicht auch bewusst gehen? Also schon bestehende Cliquen zur Durchführung eines Projekts gewinnen? Die Entstehung von Cliquen fördern? Vom verknöcherten Vorgehen gemäss Artikel 60 ZGB wegkommen? Präsident -> Vorstand -> Moscheevertreter austrocknen lassen?

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Jul 03 2007

Neue Moschee in Ebikon

Published by Rachid under Moschee, Vereine, Islam

Schon länger habe ich gewusst, dass Bruder Yasar mit ein paar Freunden den Nur Verein gegründet hat und in Ebikon ein Lokal sucht um ein islamisches Zentrum aufzubauen. Am Sonntag durfte ich die Baustelle besichtigen. Es werden noch Wände verschoben, überall stehen Farbkübel und Teppichrollen. Es sieht aber schon vielversprechend aus! Noch im Juli soll der Gebetsraum eröffnet werden. Das Lokal bietet aber viel mehr als nur einen Gebetsraum:

  • Gebetsraum für Frauen
  • Aufenthaltsraum für Frauen
  • Schulungsraum (soll später mit Computer und Internetverbindung ausgestatet werden)
  • Spielzimmer für Kinder
  • Küche

In diesen Räumen soll nach und nach ein breites Programm aufgebaut werden. Das Herzstück bildet sicher das Freitagsgebet, während dem auf Deutsch gepredigt werden soll. Daneben soll später ein Arabischkurs, ein Deutschkurs und Nachhilfeunterricht angeboten werden. Dies alles ist sicher sehr ehrgeizig. Der Nur Verein ist bei der Umsetzung meiner Meinung nach auf neue Mitglieder angewiesen, die tatkräftig mit anpacken. Nach der Eröffnung stossen bestimmt noch ein paar Brüder und Schwestern hinzu, insyaAllah.

In diesem Haus vis-à-vis Koch Garage entsteht zur Zeit die Nur Moschee. Die reichlich vorhandenen Parkplätze können am Abend und am Wochenende von den Moscheebesuchern genutzt werden.

Ich finde es sehr gut, dass der Nur Verein sich nicht an einem Herkunftsland orientiert, dass die Umgangssprache Deutsch ist, und dass der Nur Verein finanziell unabhängig und politisch neutral ist. Durch das Islamische Zentrum Nur wandelt sich der Islam im Raum Luzern langsam aber sicher von einer Migrantenreligion zu einer einheimischen Religion. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Integration (nicht Assimilation ;)

Der Erfolg des Nur Vereins hängt vor allem davon ab, ob der Verein als türkischer Verein wahrgenommen wird oder nicht. Wird man unter Muslimen von der “türkischen Moschee in Ebikon” sprechen, oder überwiegt der Eindruck, den die deutschsprachigen Predigten vermitteln? Deshalb warne ich den Nur Verein davor, auf Türkisch zu predigen.

Ich unterstütze den Nur Verein mit einem sehr bescheidenen monatlichen Beitrag per Dauerauftrag. Durch regelmässiges Beitragzahlen tritt man automatisch dem Verein bei. Die Höhe des Mitgliederbeitrags kann man selbst bestimmen. Falls du den Nur Verein ebenfalls unterstützen möchtest, hier die Nummer des Postcheque Kontos: Nur Verein, 6030 Ebikon, PC 60-719516-5.

Die grösszügigen Räume lassen sich gut in eine Moschee umgestalten.

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Jul 02 2007

Generalversammlung der Islamischen Gemeinde Luzern

Published by Rachid under Vereine

Die 2005 gegründete Islamische Gemeinde Luzern (IGL) hat gestern Abend zu ihrer jährlichen Generalversammlung eingeladen. Leider sind nur etwa 14 Mitglieder zur Generalversammlung erschienen, das Quorum - 1/3 der Mitglieder - wurde nicht erreicht. Die Generalversammlung konnte nicht durchgeführt werden. Man startet jetzt den dritten Versuch und lädt nach Ende der Sommerferien nochmals zu einer GV ein. Du meinst vielleicht, die IGL Mitglieder hätten die GV vergessen? Nein, nein, es wurde eine schriftliche Einladung versandt, danach zwei Mal per E-Mail erinnert und darüber hinaus wurden alle Mitglieder nochmals zwei Mal per SMS erinnert. Trotzdem hat sich NIEMAND abgemeldet.


Vielleicht sollte man besser zum Essen einladen und nebenbei noch die GV abhalten. Denn zum Fressen kommen die Leute, das Familienpicknick zeigt es jedes Jahr.

Woran liegt dieses Desinteresse nur?

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May 31 2007

Zwei albanische Moscheen in Luzern

Published by Rachid under Moschee, Vereine

Lieber Bruder Ali, Du wolltest mich zum Freitagsgebet in die neue albanische Moschee an der Baselstrasse mitnehmen. Ich habe ausweichend geantwortet, dass ich doch lieber in der türkischen Moschee beten würde.

Schon seit Jahren gab es immer wieder Missgunst, Intrigen und teils auch offene Streitereien in der albanischen Moschee. Vor einiger Zeit hat sich eine Handvoll Leute von der albanischen Moschee abgespalten und Büroräumlichkeiten beim Parkhaus an der Baselstrasse gemietet, und sie zur Moschee dekoriert. Es ist nun ruhig geworden in der albanischen Moschee. Man konzentriert sich auf das Gebet und spricht Gutes. So gesehen ist es ganz gut, dass diese Brüder die albanische Moschee verlassen haben.

Ich verrichte meine Gebete schon seit langem gerne entweder in der alten albanischen oder der türkischen Moschee. In der türkischen Moschee gefällt mir der schlichte Teppich und die Farbe der Wände. In der albanischen Moschee bin ich meistens der einzige Nichtalbaner, werde da aber gut aufgenommen, die Albaner sind sehr warmherzig. Die albanische Moschee ist eine der wenigen Moscheen in der Zentralschweiz, die einen gut ausgebildeten Imam hat. Imam Abdulkerim ist ein ebenso gebildeter wie besonnener Mensch. Ich sitze gerne mit ihm zusammen.

Es ist nicht gut, dass es nun zwei albanische Moscheen in Luzern gibt. Ich kenne zwei Albaner, die nebeneinander wohnen. Der eine geht in die neue albanische Moschee, der andere in die bestehende. Und sie sprechen schlecht über einander. Dahin führt doch das Ganze. Man beginnt schlecht über andere zu sprechen, Dinge über andere zu erzählen. “Der Petrit Alimi (Gründungsmitglied der neuen Albanischen Moschee) hat das und das gesagt”. Kaum beginnt die Diskussion über die beiden Moscheen, hat man auch schon die Grenze zur verbotenen üblen Nachrede oder gar Verleumdung überschritten. Wir müssen da sehr aufpassen, dass wir uns aus diesen Diskussionen heraushalten.

Die Situation mit den beiden albanischen Moscheen ist eine Fitna für uns Muslime!

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